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„Audi muss effizienter werden“: Autobauer veröffentlicht Finanzzahlen für 2025

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Der Verbund aus Audi, Bentley, Lamborghini und Ducati hat 2025 überraschend mehr Gewinn gemacht als noch 2024. Dennoch hat vor allem die Kernmarke Audi mit den US-Zöllen und dem schwachen Geschäft in China zu kämpfen.


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Besser als erwartet hat sich der Audi-Konzern 2025 entwickelt. Zu der Markengruppe gehören neben Audi auch Lamborghini, Bentley und Ducati. Der Umsatz ist trotz gesunkener Auslieferungen geringfügig um 1,5 Prozent auf 65,5 Milliarden Euro gestiegen. Das liegt unter anderem am höheren Anteil vollelektrischer Modelle, die im Schnitt mehr kosten als Modelle mit Verbrennungsmotor.

Aktuell stellen die Marken des VW-Konzerns ihre Finanzergebnisse für das vergangene Jahr vor. Im Gesamtkonzern ist der Gewinn 2025 um fast die Hälfte eingebrochen, bis 2030 sollen in Deutschland 50.000 Stellen wegfallen.

Audi trotzt schwierigem Marktumfeld: Gewinn nach Steuern steigt auf 4,6 Milliarden Euro

Der operative Gewinn – also das Ergebnis vor Steuern und Zinsen – sank im Audi-Konzern dennoch um 13,6 Prozent auf 3,4 Milliarden Euro. Die operative Umsatzrendite lag bei 5,1 Prozent (Vorjahr: sechs Prozent). Das ist besser, als viele Analysten angenommen haben, aber weit weg von den zweistelligen Renditen, die sich der Audi-Konzern mittel- und langfristig vorgenommen hat. Unter dem Strich hat der Audi-Konzern gegen den Branchentrend im vergangenen Jahr mehr Gewinn gemacht. Nach Steuern verdiente die Markengruppe 4,6 Milliarden Euro - zehn Prozent mehr als 2024, wie die VW-Tochter auf seiner Jahrespressekonferenz in Ingolstadt mitgeteilt hat. 

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Neben einem guten vierten Quartal verdankt Audi den  Anstieg aber vor allem einer Ausgleichszahlung aus dem Mutterkonzern. Finanzvorstand Jürgen Rittersberger bezifferte die Summe mit einem hohen dreistelligen Millionenbetrag. „Audi hat im Jahr 2025 unter schwierigen Bedingungen eine solide Performance gezeigt. Insbesondere die US-Zölle haben uns erheblich belastet“, sagt Finanzvorstand Jürgen Rittersberger. „Margen und Effizienzdruck bleiben hoch. Audi muss dauerhaft effizienter und profitabler werden.“ Bei der Kernmarke mit den vier Ringen lag die operative Rendite im vergangenen Jahr bei 3,9 Prozent (Vorjahr: 4,6 Prozent).

Audi: Aufwendungen für US-Zölle verschlingen 1,2 Milliarden Euro

Gestützt wird der Gewinn vor allem durch die italienische Tochter Lamborghini, die 2025 einen operativen Gewinn von 768 Millionen Euro verbucht hat. Aktuell kämpft der Audi-Konzern mit hohen Belastungen durch die US-Zölle und das schwache Geschäft im größten Einzelmarkt China sowie Rückstellungen für den geplanten Stellenabbau. Dazu kommen zusätzliche Aufwendungen für veränderte Modellplanungen in der Oberklasse: Der A8 kommt nochmal als Verbrenner, die geplanten elektrischen Varianten erst spät in den 2030er-Jahren Aufs Gesamtjahr gesehen hat die Audi laut Finanzvorstand Rittersberger allein  für die US-Zölle 1,2 Milliarden Euro aufwenden müssen. 

Absatzschwäche in den wichtigen Märkten USA und China bei Audi

Nach dem ohnehin schon schwachen Jahr 2024 musste Audi für 2025 beim Absatz erneut einen Rückgang um 2,9 Prozent auf 1,62 Millionen Autos vermelden. Besonders schlecht lief es für Audi in den USA. Dort sank die Zahl der Auslieferungen um 12,2 Prozent auf rund 202.000 Einheiten. Die ambitionierten Wachstumspläne sehen bis 2030 gut 300.000 Einheiten vor. Im größten Einzelmarkt China kam Audi auf 617.514 Autos (minus fünf Prozent) und lag damit dennoch vor seinen deutschen Konkurrenten BMW und Mercedes.

In der dritten großen Vertriebsregion Europa lag die Zahl der Auslieferungen mit 464.000 Autos auf dem Niveau des Vorjahres. Auf dem Heimatmarkt Deutschland konnte der Autobauer einen Zuwachs von vier Prozent auf 206.290 Fahrzeuge verbuchen.


Das sind die gesteckten Ziele von Audi für das laufende Jahr

Audi erwartet 2026 ein weiterhin „sehr herausforderndes Umfeld“. Den Umsatz taxiert die VW-Tochter zwischen 63 und 68 Milliarden Euro, bei der operativen Rendite sind sechs bis acht Prozent angepeilt. Beim Absatz erwartet Audi einen Anstieg  vauf etwa 1,65 bis 1,75 Millionen Einheiten. Modelle wie der Q3 würden gut angenommen, auch bei den E-Autos sei „der Bestelleingang zufriedenstellend“.

Bis Ende 2026 bringt Audi zahlreiche Neuheiten auf den Markt, unter anderem das vollelektrische Einstiegsmodell A2 E-Tron für um die 40.000 Euro, die nächste Generation des Q7 und den bisher größten Geländewagen Q9. Zudem wird eine Überarbeitung für das Elektro-SUV Q4 E-Tron erwartet. Von der Audi Sport GmbH aus Neckarsulm wird nach dem RS 5 in der zweiten Jahreshälfte der RS 6 vorgestellt.

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