Audi-Personalvorstand stellt klar: Kein zusätzlicher Stellenabbau geplant
Vergangene Woche hatte Oliver Blume, Chef des VW-Konzerns angekündigt, dass bis 2030 in Deutschland 50.000 Stellen wegfallen. Was bedeutet das für Audi?
Aktuell stellen die Marken des VW-Konzerns ihre Finanzergebnisse für das vergangene Jahr vor. Im Gesamtkonzern ist der Gewinn 2025 um fast die Hälfte eingebrochen, bis 2030 sollen in Deutschland 50.000 Stellen wegfallen. Die Aussage hat unter anderem bei der Konzerntochter Audi für Unruhe gesorgt. An den deutschen Standorten Ingolstadt und Neckarsulm gibt es die Befürchtung, dass nun doch mehr Stellen wegfallen könnten, als zunächst geplant.
Audi: Es bleibt bei 7500 Jobs, die bis Ende 2029 wegfallen werden
Im Vorfeld der Jahrespressekonferenz an diesem Dienstag (17. März) hat Audis Personalvorstand diesbezüglich eine klare Ansage gemacht. „Es wird keinen weiteren Stellenabbau über die getroffene Vereinbarung hinaus geben“, sagte Xavier Ros. Die Marke mit den vier Ringen stellt sich seit fast einem Jahr umfassend neu auf. Dazu gehört auch der Abbau von 7500 Stellen an den deutschen Standorten bis Ende 2029. Das haben Unternehmen und Betriebsrat im Frühjahr 2025 in einer neuen Zukunftsvereinbarung festgeschrieben. Zugleich wurde die Beschäftigungsgarantie, die betriebsbedingte Kündigungen ausschließt, bis Ende 2033 verlängert.
Die Personal-Transformation sei bisher gut vorangekommen. Bis Ende 2027 sollen bereits 6000 Stellen abgebaut sein, der Rest dann bis Ende des Jahrzehnts. Mehr als 60 Prozent der Personalanpassungen bis 2027 seien schon umgesetzt oder vertraglich fixiert. Audi nutzt vor allem Altersteilzeit- und Vorruhestandsprogramme sowie die natürlich Fluktuation für den Stellenabbau.
Audi: So läuft der geplante Stellenabbau ab
Beschäftigten der Jahrgänge 1964 bis 1967 wurde angeboten, entweder ab dem 1. Januar 2026 oder ab dem 1. November 2026 in den Vorruhestand gehen. Ein weiteres Angebot gibt es für die Beschäftigten des Jahres 1968: Sie können ein Jahr später aufhören, also zum 1. Januar 2027 oder wahlweise zum 1. November 2027.
Vom Zeitpunkt ihres Ausscheidens bis zum Eintritt in in die offizielle Rente erhalten die Betroffenen unseren Informationen zufolge je nach Betriebszugehörigkeit und Stellung etwa zwischen 85 und 90 Prozent ihres Gehalts. Bei Audi rechnet man intern damit, das ein sehr großer Teil der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Angebote erhalten, diese auch annehmen.
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