Podcast "Hey KI, was geht?" der experimenta ergänzt aktuelle Ausstellung
Podcast-Host Ines Klose nimmt ihr Publikum mit auf eine spannende Reise in die Welt der KI. Mit dabei: Experten aus Wissenschaft und Praxis – von Kunst über Medizin bis zur Archäologie.

Kann KI einen Arzt ersetzen? Welche Rolle spielt KI in verschiedenen Branchen – von der Popmusik bis zur Archäologie? Und wie weit ist die Technologie bereits jetzt in unser Leben vorgedrungen? Fragen wie diese diskutiert Ines Klose, Redakteurin bei der experimenta Heilbronn, im Podcast "Hey KI, was geht?" mit ihren Gästen.
"Es ist mir wichtig, diejenigen zu Wort kommen zu lassen, die die KI auch wirklich nutzen", betont Klose. So kommen viele ihrer Gesprächspartner direkt aus der Praxis. Innerhalb der etwa 15- bis 20-minütigen Episoden spricht sie zum Beispiel mit einem Softwareentwickler, einer Medizinerin oder einem Musiker.
Einfacher und fundierter Zugang zum Thema KI
"Die Idee zum Podcast entstand durch unsere aktuelle Sonderausstellung KI - was geht?", erklärt Klose. Ergänzend zur Ausstellung biete das Audio-Format für Zuhause nochmal einen anderen Zugang zum Thema - und richtet sich an Personen ab etwa 16 Jahren. "Jeder lernt auf seine Art und ein Podcast ist einfach super flexibel. Man kann ihn theoretisch überall und immer hören. Das ist ein großer Vorteil."
Fachwissen braucht es dafür nicht: "Es ist ein Podcast, um in das Thema einzusteigen", stellt Klose klar. Gleichzeitig kratzt das Format nicht nur an der Oberfläche: "Begriffe werden erklärt, Zusammenhänge eingeordnet und kritisch beleuchtet." Ein weiterer Vorteil: "Jede Folge ist in sich abgeschlossen. Man muss nicht erst Folge 1, 2, und 3 hören, um Folge 4 zu verstehen."
Wird KI zur Konkurrenz für echte Künstler?
Seit November 2025 sind bereits drei Folgen erschienen. In einer der Episoden spricht Klose mit dem Musiker Moritz Simon Geist, der für seine Kunst auch KI einsetzt. Im Gespräch geht es nicht nur um Technik, sondern auch um grundsätzliche Fragen: "Kann KI überhaupt kreativ sein? Was heißt eigentlich Kreativität? Kann KI für echte Künstler zur Konkurrenz werden?"

Eine weitere Folge beschäftigt sich mit KI in der Medizin. Interviewpartnerin Dr. Ulrike Attenberger, Ärztin an der MedUni Wien erzählt, inwiefern KI bei ihr in der Klinik schon Alltag ist. Sie spricht darüber, in welchen Bereichen KI schon gut funktioniert – und über ihre Grenzen.
"Spannend in dem Gespräch war zum Beispiel das Thema digitaler Zwilling", sagt Klose. "Dabei handelt es sich um ein virtuelles Abbild eines realen Patienten, das auf medizinischen Daten basiert." Die Idee: Eine Therapie könnte dann erst einmal am digitalen Zwilling getestet werden, bevor der echte Mensch behandelt wird.
KI in der Archäologie kommt bei Ausgrabungen zum Einsatz
Schon jetzt gibt Klose einen Ausblick auf kommende, bislang noch unveröffentlichte Folgen: "In einer Folge geht es um KI in der Archäologie. Da ist viel denkbar", sagt sie. "Es gibt zum Beispiel die Idee, Tonscherben von KI sortieren zu lassen. Hier ist es allerdings eine Herausforderung, dass oft nicht genug Trainingsdaten für die KI vorhanden sind."
Wer nun neugierig geworden ist, sollte unbedingt mal reinhören: Den Podcast "Hey KI, was geht" gibt es kostenlos zum Download auf der Website der experimenta sowie auf gängigen Streaming-Plattformen wie Spotify.
KI-Podcast läuft parallel zur Sonderausstellung
Übrigens: Antworten auf spannende Fragen aus der Wissenschaft finden Interessierte auch im experimenta-Podcast "Fragwürdig", der ebenfalls von Ines Klose moderiert wird. Das Format "Fragwürdig" gibt es bereits seit 2022. Es beschäftigt sich kurzweilig mit spannenden wissenschaftlichen Phänomenen.
"Die experimenta hat einen Bildungsauftrag, weshalb es uns wichtig ist, lebenslanges Lernen zu fördern", sagt Klose. Podcasts seien dafür das ideale Medium – auch, weil man dafür nicht vor Ort sein muss. Wie viele Folgen des Formats "Hey KI, was geht?" noch kommen werden, sei noch offen. Klar ist nur: Der Podcast läuft parallel zur Sonderausstellung und endet voraussichtlich mit ihr. "Ich möchte es auf jeden Fall nicht bei den fünf bereits produzierten Folgen belassen", sagt Klose. Dafür sei das Thema zu spannend – und zu relevant.
Von Sina Alonso Garcia



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