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Antrag für nächsten Haushalt

Heilbronner SPD fordert „Hitze-Million“ für die Stadt – Anpassung an Klimawandel

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Die SPD im Heilbronner Gemeinderat fordert, im nächsten Doppelhaushalt ab 2027 eine Million Euro vorzusehen, um die Stadt an heißen Tagen erträglicher zu machen. Die Fraktion beruft sich dabei auch auf eine umstrittene Studie der Deutschen Umwelthilfe (DUH).


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„Hitze ist längst eine Frage der Daseinsvorsorge. Wir müssen jetzt investieren, damit Heilbronn auch in Zeiten zunehmender Sommerhitze eine lebenswerte Stadt bleibt“, sagt die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Tanja Sagasser-Beil. „Das ist eine Investition in Gesundheit, Aufenthaltsqualität und Klimaanpassung zugleich.“

Konkret fordert die SPD Sprühnebelanlagen an zentralen Plätzen, die an heißen Tagen Linderung versprechen, oder zusätzliche Trinkbrunnen. Kürzlich sind an Kilians- und Marktplatz solche Brunnen aufgestellt worden, an der sich jeder bedienen kann.

Passanten gehen durch einen Sprühnebel eines Wasserzerstäubers in Hamburg: Solche Anlagen könnten laut SPD auch in Heilbronn Hitze erträglicher machen.
Foto: dpa
Passanten gehen durch einen Sprühnebel eines Wasserzerstäubers in Hamburg: Solche Anlagen könnten laut SPD auch in Heilbronn Hitze erträglicher machen. Foto: dpa  Foto: Marcus Brandt

Sonnensegel und mehr Schatten auf Spielplätzen, „Pocket-Parks“ in dicht bebauten Quartieren und mehr Bäume gehören ebenfalls zu dem, was die Fraktion mit dem Betrag gern umgesetzt sähe. Schließlich nimmt die SPD Schulhöfe und Klassenzimmer in den Fokus, die besser vor Sonneneinstrahlung zu schützen seien.

„Hitze-Million“ für Heilbronn: Umwelthilfe sieht die Stadt besonders schlecht gewappnet

Die Kommunalpolitiker verweisen auch auf eine Studie der Deutschen Umwelthilfe (DUH), genannt „Hitze-Check 2.0“. Darin werden deutsche Städte daraufhin untersucht, wie gut sie der durch den Klimawandel zunehmenden Hitze widerstehen. Heilbronn schneidet mit einem sogenannten „Betroffenheitsindex“ von 17,91 insgesamt schlecht ab, die DUH stellt die Ampel für die Stadt Heilbronn plakativ auf Rot.


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Platz 182 von 190: Rote Karte im Hitze-Check für Heilbronn


Allerdings wurden auch schon frühere Untersuchungen nach diesem Muster kritisch hinterfragt, weil recht holzschnittartig Faktoren wie die Versiegelung herangezogen werden und damit sehr unterschiedliche Rahmenbedingungen in den jeweiligen Städten keine Beachtung finden.

Heilbronn nimmt für sich in Anspruch, dem Problem zu begegnen. Das Thema Gesundheit und Hitze gehört zu dem Klimaschutzteilkonzept zur Anpassung an den Klimawandel, wie es aus dem Rathaus heißt.

Einige Maßnahmen sind in der Stadt schon umgesetzt, etwa die Trinkbrunnen in der Innenstadt. Online ist eine „Karte für heiße Tage“ verfügbar, die 60 kühle Orte auflistet, die Zuflucht vor der Hitze bieten.


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Klimaanpassungskonzept nennt Campuspark in Heilbronn "erhaltenswert" – Grünfläche soll aber bebaut werden

Freiflächen wie am Marktplatz, vor dem Wollhaus, am Hafenmarkt oder am Theater zu entsiegeln gehört ebenfalls zu dem, was sich die Stadt vorgenommen hat.

Auch will die Stadt offene Flächen schützen, wo die Luft zirkuliert, heißt es zum „Klimaanpassungskonzept“, das im Juni im Gemeinderat vorgestellt wurde.

Brisant: Als „besonders schützens- und erhaltenswert“ wird in diesem Zusammenhang der Campuspark neben der Bahntrasse genannt. Er ist Teil des Geländes, das im Zuge der Erweiterung des Bildungscampus nach Süden zum Teil bebaut werde soll. Die Stadt hat immer betont, dass dabei auch der Erhalt von Grünflächen zentral ist. Das Ergebnis eines städtebaulichen Wettbewerbs steht aus.




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