Sommer 2025 in Baden-Württemberg: nass und kühl, aber trotzdem zu warm
Obwohl es in den vergangenen Tagen kühl und regnerisch war, war der Sommer 2025 zu warm. Das zeigen auch Zahlen des Deutschen Wetterdienstes für den Raum Heilbronn und Hohenlohe.
Den Sommer 2025 haben die Meteorologen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) kürzlich als „An-und-aus-Sommer“ bezeichnet. Mal war es zu warm, mal zu kalt, mal zu regnerisch, mal zu trocken.
Trotz dieser gemischten Bilanz zum meteorologischen Herbstbeginn am Montag (01.09.) zeigen die Daten: Die zurückliegenden Sommermonate waren im Schnitt zu warm.
Besonders im Juni und Juli haben die drei DWD-Stationen in Eppingen-Elsenz, Obersulm-Willsbach und Öhringen Ausreißer nach oben verzeichnet. Viel zu warm war es wochenlang im Juni, danach kühlte es im Juli ab und war eigentlich zu kalt. Erst Anfang August kehrten die (zu) heißen Temperaturen zurück.
Sommer 2025 ein „An-und-aus-Sommer“: Heißester Tag in der Region Heilbronn war im Juli
Der heißeste Tag des Sommers deutschlandweit und in der Region war der 2. Juli: Eppingen und Obersulm meldeten 36,8 Grad in der Spitze. So heiß wurde es erst wieder im August, als die Thermometer am 14. und 15. um die 34 Grad erreichten.
Zwischen Mitte und Ende Juli haben die drei Wetterstationen den meisten Regen in diesem Sommer gemessen. Viel regnete es bereits am 14. Juni in Eppingen mit 26,4 Litern pro Quadratmeter. Der nasseste Sommertag aber war der 27. Juli: Während in Öhringen und Obersulm um die 30 Millimeter niederprasselten, waren es in Eppingen 42,9 Liter pro Quadratmeter, ein Spitzenwert. Überhaupt regnete es Ende Juli und Anfang August in der Region fast an jedem Tag.
Deutschlandweiter Hitzerekordtag am 2. Juli mit bis zu 39,3 Grad in Andernach
Die bundesweite Rekordtemperatur dieses Sommers wurde am 2. Juli in Andernach in Rheinland-Pfalz gemessen mit 39,3 Grad. An diesem Tag und am Tag zuvor lag die bundesweite Durchschnittstemperatur bei rund 35 Grad – ein deutlicher Ausreißer nach oben.
Der kälteste Tag des Sommers war in der Region gleich zu Beginn. Am 9. Juni wurden es höchstens 17,4 Grad, kaum wärmer war der 3. August. Die Tiefsttemperatur dieses Sommers wurde dann am 25. August in Eppingen gemessen, als die Thermometer auf 4,8 Grad fielen. In Öhringen und Obersulm war das der zweitkälteste Tag.
Klimawandel: Sommer 2025 war deutlich zu warm
Was bedeutet all das nun für den Klimawandel? Wichtig ist, zwischen Wetter und Klima zu unterscheiden. Klima bedeutet, Wetterveränderungen über 30 Jahre zu beobachten, ein einzelner zu warmer oder zu kalter Sommer fällt dabei nicht unbedingt ins Gewicht.
Dennoch lag die Durchschnittstemperatur im Sommer 2025 laut DWD bei 18,3 Grad, was zwei Grad wärmer als im langjährigen Schnitt zwischen 1961 und 1990 ist. Und auch im Kontext der jüngsten Vergleichsdaten von 1991 bis 2020 war der diesjährige Sommer 0,7 Grad wärmer. Der Monat Juni war in Baden-Württemberg zudem der zweitwärmste seit Beginn der Messungen.
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