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Sonnenschutz

Spielplatz-Rutschen im Sommer zu heiß? Was Kommunen im Raum Heilbronn dagegen tun

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Heiße Rutschen, zu wenig Schatten: Auch auf Spielplätzen können Kinder unter der Hitze im Sommer leiden. Was Kommunen im Raum Heilbronn dagegen tun. 


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Die Temperaturen in der Region Heilbronn erreichten zuletzt bis zu 36,8 Grad (gemessen an der Wetterstation Obersulm-Willsbach). Bei der sommerlichen Hitze heizen sich nicht nur Wohnungen und Straßen auf, auch auf Spielplätzen wird es teils unerträglich. 

Rutschen aus Metall können zum Beispiel richtig heiß werden. Zudem sollten Kinder ohnehin nicht zu lange in der prallen Sonne spielen. Doch ausreichend Schatten lassen manche Anlagen vermissen. Wie also gehen Kommunen im Raum Heilbronn mit der Sommerhitze auf Spielplätzen um? 

Stadt Heilbronn achtet beim Bau von Spielplätzen auf Hitzeschutz

„Beim Bau und der Sanierung von Spielplätzen wird das Thema Beschattung immer mitgedacht“, heißt es von Claudia Küpper von der Stadt Heilbronn auf Stimme-Anfrage. Dazu würde die Stadt bestehende Bäume möglichst  erhalten, aber auch neue Bäume und Sträucher pflanzen. Vereinzelt setzt die Stadt auch auf Sonnensegel, so Küpper. 

Damit sich die Spielgeräte nicht so stark aufheizen, sind die meisten aus Holz oder Kunststoff gefertigt, so Küpper weiter, bei Rutschen verwendet man aber trotzdem Metall. „Wir bevorzugen bei der Stadt Heilbronn jedoch Edelstahlrutschen, da diese deutlich langlebiger und nachhaltiger sind“, heißt es von der Stadt. Das Grünflächenamt der Stadt sei zudem bemüht, die Rutschen nie Richtung Süden auszurichten und auf ausreichend Schatten zu achten. 

Wie Rutschen auf Spielplätzen nicht so heiß werden

In Bad Rappenau achte man auf „klimaresiliente Freianlagen – insbesondere Spielplätze“. Konkret heißt das, dass Rutschen bereits in der Planung in Richtung Nordost ausgerichtet werden, damit sie möglichst wenig direkte Sonneneinstrahlung abbekommen, teilt Olivia Edwards vom Tiefbauamt auf Stimme-Nachfrage mit.

Bei den Materialien für Spielplätze setzt Bad Rappenau auf eine Kombination aus Holz und Kunststoff. Holz kommt an den Spielflächen zum Einsatz, mit denen Kinder direkt in Berührung kommen. Stahlpfosten werden nur zur Stabilität für „eine hohe Standfestigkeit und Langlebigkeit der Gesamtstruktur“ verwendet, so die Stadt.

Die Stadt setzt zahlreiche Maßnahmen zum Hitzeschutz auf Spielplätzen sowie an Außenanlagen von Schulen und Kindergärten um. Für Hitzeschutz sind sogar in der jährlichen Haushaltsplanung Mittel für entsprechende Maßnahmen bereitgestellt. „Bei neuen Projekten legen wir besonderen Wert auf ausreichende Beschattung durch Bäume und Sonnensegel“, schreibt Edwards vom Tiefbauamt auf Stimme-Nachfrage.

Heiße Rutschen auf Spielplätzen in Heilbronn und Bad Rappenau: Keine Überwachung

Systematisch überwacht wird die Temperatur, beispielsweise von Edelstahl-Rutschen, aber in beiden Städten nicht. Sie appellieren an aufmerksame Eltern. „Ein gewisses Maß an Aufmerksamkeit und Eigenverantwortung seitens der Eltern bleibt deshalb unerlässlich – insbesondere an Tagen mit extremen Temperaturen“ heißt es von Olivia Edwards aus Bad Rappenau. 

Bei 121 Spielplätzen im ganzen Stadtgebiet sei in Heilbronn eine systematische Überwachung der Rutschen auf Überhitzung ebenfalls nicht möglich. Die Verantwortung liege bei den Eltern, heißt es auch hier. „Erfahrungsgemäß halten die Kinder aber in den heißesten Stunden des Tages von selbst Abstand zu den Geräten“, schreibt Claudia Küpper von der Stadt. 




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