Ausgleich in letzter Minute: VfR Heilbronn rettet Punkt gegen TSV Weilimdorf
Bis kurz vor dem Abpfiff der Partie gegen den TSV Weilimdorf sieht der VfR Heilbronn wie der sichere Verlierer aus – doch dann fällt in der Nachspielzeit noch das 1:1.
Beim Jahresstart der Fußball-Verbandsliga Württemberg am Samstag, 28. Februar, ab 14 Uhr kann der VfR Heilbronn beweisen, dass sein derzeitiger Tabellenplatz nur eine – mitunter aufgrund der Winterpause – etwas länger andauernde Momentaufnahme ist. Der Gegner des Schlusslichts wird sich als gleichermaßen abstiegsgefährdeter Verein aber auch nicht ausruhen. Brisant: In Reihen des TSV Weilimdorf steht mit Roman Kasiar ein Stürmer, der nach seinem unehrenhaften VfR-Abgang besonders motiviert sein dürfte.
Doch das sind auch die Spieler des VfR Heilbronn, seitdem Trainer Andreas Lechner wieder die Strippen zieht. Sportdirektor Alexander Thomas sagt vor dem Duell gegen den TSV Weilimdorf: „Die Mannschaft hat hart gearbeitet und tritt geschlossen auf. Wir haben an Stabilität, Intensität gegen den Ball und an Klarheit in unseren Abläufen gewonnen.“ Allerdings fehlen dem VfR einige Akteure verletzungsbedingt, die Gäste stecken aber ebenfalls in einem Dilemma, wie die „Stuttgarter Nachrichten“ berichten.
VfR Heilbronn trifft gegen den TSV Weilimdorf, aber das Tor zählt nicht
Während die Achillesferse des VfR Heilbronn die Durchschlagskraft in der Offensive ist, verfügt der TSV Weilimdorf über eine sehr löchrige Abwehr, die bereits 45 Gegentreffer zugelassen hat. Und zwei Abgänge im Defensivverbund forcieren die Situation dermaßen, dass Coach Oliver Stierle den „StN“ sagt: „Wir haben hinten zu wenig und vorne ein Überangebot an Personal.“ Sein Pendant Andreas Lechner will das ausnutzen – mit gezielten Angriffen. Es wird ein 1:1, das der VfR allerdings sehr spät eintütet.
Doch zunächst ist sowohl dem VfR Heilbronn als auch dem TSV Weilimdorf auf dem Kunstrasenplatz am Frankenstadion die Nervosität anzumerken: Es gibt viel Mittelfeld-Geplänkel, Torchancen sind Mangelware. Die größte Möglichkeit haben dann die Platzherren: Darian Gurley passt in den Strafraum auf Lukas Böhm – und der bringt den Ball im Tor unter (15.). Allerdings entscheidet Schiedsrichter Yannick Preuß auf Abseits. Wegen Meckerns sieht Böhm Gelb, die Partie plätschert in der Folge vor sich hin.

Torwart Nils Leidenberger bewahrt den VfR Heilbronn vor Halbzeit-Rückstand
In der 35. Spielminute erarbeitet sich der TSV Weilimdorf seine erste Großchance gegen den VfR Heilbronn. Nach einem schnellen Angriff steht Terry Offei allein vor Torwart Nils Leidenberger, schießt aber dem den Ball in die Arme. Vier Minuten später gibt’s dann aufgrund eines unglücklichen Gurley-Fouls Elfmeter für die Gäste. Aber wieder ist Hüne Leidenberger hellwach und hält den von Enis Küley in die linke Ecke getretenen Strafstoß. Mit einem nun aus VfR-Sicht glücklichen 0:0 geht es in die Pause.
Der Weckruf scheint dem VfR Heilbronn gut getan zu haben, den nach dem Wiederanpfiff macht er das Spiel gegen den TSV Weilimdorf. Einen Freistoß von Akin Ulusoy trifft Jannik Dannhäußer aber nicht richtig (54.), Everest Sulejmani scheitert nach einem Ulusoy-Pass an Torwart Matej Barisic (58.). Und plötzlich passiert’s: Offei zieht in den 16er und lässt Leidenberger keine Chance: 1:0 für den TSV (60.). Ab der 68. Minute spielt der VfR in Überzahl – nach Gelb-Rot für Küley wegen wiederholten Meckerns.
VfR Heilbronn rettet in der letzten Nachspielzeitminute Remis gegen Weilimdorf
Der VfR Heilbronn ist nun am Drücker. Doch wie schon in der ersten Halbzeit gegen den TSV Weilimdorf wird ihm ein Tor aufgrund von Abseits verwehrt (73.). Trainer Andreas Lechner zückt nun die Offensivkarte, bringt den jungen Mittelstürmer Kenay Ferli für Innenverteidiger Nico van Gameren (75.). Aber alle Mühen scheinen nicht mehr belohnt zu werden, Böhm trifft in der Nachspielzeit gar noch die Latte. Letztlich ist es mal wieder Luis Weber, der fast mit dem Schlusspfiff ein verdientes 1:1 rettet.
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