Trotz Dubios-Pleite erhält der VfR Heilbronn Lob – und das vom direkten Gegner
Beim VfR Heilbronn sitzt der Stachel nach der jüngsten Niederlage immer noch tief. Doch ausgerechnet der Verursacher sendet den Schwarzweißen darauf viel Lob.
Der VfR Heilbronn erhält bereits am zweiten Spieltag der Fußball-Verbandsliga Württemberg eine volle Favoriten-Breitseite. Und dabei haben nicht allein die beteiligten Young Boys Reutlingen Schuld an dem, was trotz schwarzweißer 3:0-Führung in einer Null-Punkte-Partie endet. Doch während nach dem schmerzhaften 3:4 einige Fans bereits den Kopf des Trainers fordern – für stimme.de zu vorschnell –, schmiert jemand Balsam auf die geschundene VfR-Seele, der großen Anteil an dieser eitrigen Wunde hat.
In den bisher zwei ausgespielten Verbandsliga-Partien zwischen dem VfR Heilbronn und den Young Boys Reutlingen ist der Sieger stets jeweils mit vier Toren vom Platz gegangen. Nach dem 1:4 in Reutlingen in der vergangenen Hinrunde dreht die Mannschaft von Trainer Markus Lang den Spieß im Rückspiel um – auch dank einer Finte. Der gewohnt wortgewandte Young-Boys-Coach Volker Grimminger lässt darauf launisch-lässig kein gutes Wort an seinem Team. Und auch diesmal überrascht er wieder aussagestark.
Reutlingens Trainer sieht den VfR Heilbronn trotz dessen Fehlstarts „ganz vorn“
Volker Grimminger gilt in der Liga als Charakterkopf unter den Trainern. Aber das letztlich binnen zehn Minuten umgedrehte Spiel seiner Young Boys Reutlingen beim VfR Heilbronn überrascht dann auch ihn: „Ich habe so eine Partie weder als Spieler noch als Trainer erlebt.“ Überrascht ist er vor allem, weil seine „Schülertruppe“ in der ersten Halbzeit wie ein Haufen „kleiner Kinder“ aufgetreten sei. Grimminger gesteht: „Ich war in der Halbzeit dann nur wenig sachlich, aber mir ging’s um Stolz“

Das was seine Young Boys Reutlingen danach abfackeln, ringt Volker Grimminger aber auch ein Geständnis gegenüber dem VfR Heilbronn ab. In der Pressekonferenz nach dem Spiel verkündet er seine Sympathie für einen weiteren jungen Verein (wie seinen), „der wie wir zu etwas deutlich Höherem geboren ist“. Grimminger baut die Schwarzweißen auf: „Ihr werdet null Komma null irgendwas mit den hinteren Rängen zu tun haben, sondern ganz vorn mitspielen, weil ihr eine geile Truppe seid und geile Fans habt.“
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Kommentare
Franz Labling am 22.08.2025 12:48 Uhr
Mir wäre lieber es wätre beim 3:2 Schluß gewesen und wir hätten die jungen Boys aus Reutlingen als geile Truppe gelobt!!