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Fans des VfR Heilbronn kritisieren Trainer – doch das Ist-Problem liegt woanders

  
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Das seltsame Verbandsliga-Spiel des VfR Heilbronn gegen die Young Boys Reutlingen offenbart einige Fehler. Aber die sind nicht dem Trainer geschuldet, findet unser Autor.


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Dass die Fußball-Verbandsliga Württemberg kein Selbstläufer ist, hat der VfR Heilbronn im ersten Heimspiel der Saison gegen die Young Boys Reutlingen besonders schmerzhaft erfahren. Denn trotz einer Halbzeitführung von 3:0 gucken die Schwarzweißen am Ende in die Röhre, sind dadurch mit nur einem Punkt aus zwei Partien fast in den Abstiegsrängen gestrandet. Aber obwohl Trainer Markus Lang öffentlich alle bestehenden Probleme benannt hat, werden erste Stimmen laut, die ihn als Problem sehen.

Dabei bewegt sich der VfR Heilbronn wieder einmal zwischen bedingungslosem Willen und willenlosem Bedingen. Weil der Kader aufgrund eines erst spät gesicherten Klassenerhalts erneut erst spät eingetütet werden konnte. Und wieder steht der Coach in der Offenbarungsschusslinie, muss die momentanen Leistungen rechtfertigen. Zu seinem Schutz: Das Grundgerüst stimmt, aber die eigentlichen Baustellen sind – wie von ihm gefordert – nicht behoben. Sie heißen Abwehr und Sturm, die dürftig besetzt sind. 

VfR Heilbronn steht in der Bringschuld – gegenüber seinen Fans und den Sponsoren

An der Nachverpflichtungsfront wird beim VfR Heilbronn indes weiter gewerkelt. Doch das bereits überbesetzte Mittelfeld bedarf eigentlich keiner Nachrüstung. Nichtsdestotrotz verkünden die Schwarzweißen genau auf dieser Position Transfers. Zunächst mit dem Ex-Fußball-Profi Erdal Öztürk, nun mit dem jungen, zwei Oberliga-Spiele für den 1. CfR Pforzheim auf dem Konto habenden Kenay Ferli (19). Ob der dort zum Einsatz kommen wird, entscheidet jedoch die Leistung. Seine eigene und die der anderen.

Der VfR Heilbronn holt mit Kenay Ferli einen weiteren Mittelfeldspieler, wobei Abwehr und Sturm  weiterhin dürftig besetzt sind.
Der VfR Heilbronn holt mit Kenay Ferli einen weiteren Mittelfeldspieler, wobei Abwehr und Sturm weiterhin dürftig besetzt sind.  Foto: Baam, Marco/Altinkaya, Adnan

Und darin besteht das Ist-Problem des VfR Heilbronn. An Bord geholte Sponsoren wie das ZAR, Losberger de Boes oder die Hertner GmbH glauben an den Verein, der immer mehr enthusiastische Fans anlockt. Wenn aber die Ergebnisse nicht stimmen, zählen irgendwann keine Ausreden mehr. Und je weiter die (Transfer-)Zeit verrinnt, kein Torjäger gefunden ist, desto größer wird der Unmut der Anhängerschaft. Ins Kreuzfeuer gerät dann der Trainer, der eigentlich dringend die Rückendeckung seiner Chefs benötigt.

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