Sport-Union Neckarsulm bekommt ihre Wunsch-Playoffs
Die Konkurrenz spielt zum Hinrunden-Abschluss geschlossen für den Neckarsulmer Bundesligisten, der nun auch Spielorte und Anwurfzeiten für die Playoffs kennt. Zudem hat sich die Tür in den Europapokal geöffnet.

Eine ansteigende Schwierigkeit, Auswärtsspiele in der Nachbarschaft, eine Ruhepause vor dem potenziellen großen „Heim-Finale“ zum Saisonabschluss und sogar eine Abkürzung in den Europapokal – der letzte Spieltag in der Handball Bundesliga Frauen (HBF) hätte am vergangenen Samstag für die spielfrei zum Zuschauen gezwungene Sport-Union Neckarsulm nicht besser laufen können.
Alle Ligakonkurrenten auf den Tabellenplätzen fünf bis elf punkteten so, dass die Mannschaft von Trainer Thomas Zeitz am 18. April tatsächlich mit der von ihr gewünschten und auf dem Papier auch besten Ausgangsposition in die Playoffs, die entscheidende Saisonphase, geht.
Konkurrenz sorgt für weniger Neckarsulmer Kosten und Reisestrapazen
Aufgrund des 30:29-Sieges des alten und neuen Tabellenschlusslichts SV Union Halle-Neustadt beim Buxtehuder SV und des zeitgleichen Sieges von Frisch Auf Göppingen gegen den BSV Sachsen Zwickau (29:27) tauschten die Frisch-Auf-Frauen und der Buxtehuder SV noch die Tabellenplätze. Dadurch bleibt der Sport-Union am dritten Playoff-Spieltag eine lange Auswärtsfahrt in den hohen Norden erspart; stattdessen geht es zu einem Baden-Württemberg-Duell in die rund 100 Kilometer entfernte EWS-Arena. Andersherum kommt zum ersten Neckarsulmer Heimspiel nun nicht Frisch Auf, sondern der BSV in die Ballei (25. April, 18 Uhr).
Punktabzüge für den VfL Oldenburg haben doch noch Auswirkungen
Ihre gute Ausgangslage hat die Sport-Union allerdings auch dem VfL Oldenburg zu „verdanken“. Denn aufgrund des Punktabzugs für die Huntestädterinnen, die beim 25:25 gegen Sachsen Zwickau die nicht spielberechtigte Melanie Fragge eingesetzt hatten, kam nun im direkten Vergleich zwischen den punktgleichen Sachsen Zwickau und Frisch Auf Göppingen die eigentlich zunächst ausschlaggebende Tordifferenz, die für Frisch Auf gesprochen hätte, nicht zum Tragen. Weil Zwickau zwar 2:0 Punkte, allerdings keine Torwertung zuerkannt bekommen hatte, kann ihnen daraus kein Nachteil entstehen.
Daher wurde zur Bestimmung der Platzierung bereits im ersten Schritt der direkte Vergleich angewandt, wie die HBF mit Verweis auf ihre Durchführungsbestimmungen mitteilt. Diesen entschied der BSV letztlich für sich, weil er angesichts eines 25:23-Heimsieges und einer 27:29-Niederlage in Göppingen mehr Auswärtstore erzielt hat.
Playoff-Fünfter zieht in die European League ein
Klarheit herrscht inzwischen auch darüber, dass der fünfte Platz nach den Playoffs nicht nur mit einem Platz im Viertelfinale des DHB-Pokals 2026/2027 verbunden ist (inklusive Heimrecht, sofern der Gegner keine klassentiefere Mannschaft ist), sondern auch mit einem Startrecht für den Europapokal.
Vier der fünf dem DHB in der nächsten Saison zustehenden Startplätze gehen an das in der Meisterrunde um den Titel spielende Spitzen-Quartett: der noch zu kürende Deutsche Meister zieht in die Champions League ein, die drei anderen Clubs in die European League. Weil jedoch sowohl DHB-Pokal-Sieger Borussia Dortmund als auch der unterlegene Finalist HSG Blomberg-Lippe bereits über die Liga für den Europapokal qualifiziert sind, wird das European-League-Startrecht des Pokal-Siegers an die beste noch nicht für Europa qualifizierte Mannschaft weitergegeben, was der Playoff-Fünfte sein wird.
Die HBF könnte bei der veranstaltenden Europäischen Handballföderation (EHF) sogar noch eine Wildcard für den Playoff-Sechsten beantragen, sofern dieser Interesse signalisiert.
Spielplan für die Bundesliga-Playoffs 2025/2026
1. Spieltag:
Sa., 18. April, 16 Uhr: Buxtehuder SV − TuS Metzingen
Sa., 18. April, 19 Uhr: SV Union Halle-Neustadt − Sport-Union Neckarsulm
So., 19. April, 14.30 Uhr: Frisch Auf Göppingen − BSV Sachsen Zwickau
2. Spieltag:
Sa., 25. April, 18 Uhr: Sport-Union Neckarsulm − Buxtehuder SV
Sa., 25. April, 19.30 Uhr: TuS Metzingen − Frisch Auf Göppingen
So., 26. April, 16.30 Uhr: VfL Oldenburg − SV Union Halle-Neustadt
3. Spieltag:
Sa., 2. Mai, 16 Uhr: Buxtehuder SV − VfL Oldenburg
Sa., 2. Mai, 17 Uhr: BSV Sachsen Zwickau − TuS Metzingen
So., 3. Mai, 16 Uhr: Frisch Auf Göppingen − Sport-Union Neckarsulm
4. Spieltag:
Sa., 9. Mai, 18 Uhr: VfL Oldenburg − Frisch Auf Göppingen
Sa., 9. Mai, 18 Uhr: Sport-Union Neckarsulm − BSV Sachsen Zwickau
So., 10. Mai, 16.30 Uhr: SV Union Halle-Neustadt − Buxtehuder SV
5. Spieltag:
Sa., 16. Mai, 19.30 Uhr: TuS Metzingen − Sport-Union Neckarsulm
So., 17. Mai, 16 Uhr: Frisch Auf Göppingen − SV Union Halle-Neustadt
Mi., 20. Mai, 18 Uhr: BSV Sachsen Zwickau − VfL Oldenburg
6. Spieltag:
Sa., 23. Mai, 16 Uhr: Buxtehuder SV − Frisch Auf Göppingen
Sa., 23. Mai, 16.30 Uhr: VfL Oldenburg − TuS Metzingen
Sa., 23. Mai, 19 Uhr: SV Union Halle-Neustadt − BSV Sachsen Zwickau
Spielfrei: Sport-Union Neckarsulm
7. Spieltag:
Sa., 30. Mai, 19.30 Uhr: Sport-Union Neckarsulm − VfL Oldenburg
Sa., 30. Mai, 19.30 Uhr: TuS Metzingen − SV Union Halle-Neustadt
So., 31. Mai, 15 Uhr: BSV Sachsen Zwickau − Buxtehuder SV
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