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DHB-Auswahl kann nach Sieg gegen Slowenien für Europameisterschaft planen

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Während Neckarsulms Antje Döll die deutsche Nationalmannschaft zur Europameisterschaft führt, fällt die Bilanz der vier anderen Sport-Union-Nationalspielerinnen in der EM-Qualifikation und im EHF Euro Cup gemischt aus.

Eindeutige Geste: Nationalmannschaftsspielführerin Antje Döll von der Sport-Union Neckarsulm hat in der EM-Qualifikation gegen Slowenien Grund zur Freude gehabt.
Eindeutige Geste: Nationalmannschaftsspielführerin Antje Döll von der Sport-Union Neckarsulm hat in der EM-Qualifikation gegen Slowenien Grund zur Freude gehabt.  Foto: Marco Wolf

Während ihre Mitspielerinnen in Neckarsulm ein verlängertes freies Wochenende genossen, haben die fünf Nationalspielerinnen der Sport-Union mit ihren Auswahlmannschaften Höhen und Tiefen erlebt. Munia Smits und Belgien feierten ihren ersten EM-Qualifikationssieg überhaupt, doch eine Turnierteilnahme (3. bis 20. Dezember) in Tschechien, Polen, Rumänien, der Slowakei und der Türkei ist unwahrscheinlich. Antje Döll und die deutsche Mannschaft haben ihr EM-Ticket hingegen vorzeitig gelöst.

Bereits am Mittwoch hatte die DHB-Auswahl in der zweiten Spielhälfte der ersten Partie gegen Slowenien den Grundstein für die EM-Qualifikation gelegt. Angeführt worden war sie dabei von Top-Torschützin Döll (sieben Treffer) und der ehemaligen Neckarsulmerin Sarah Wachter zwischen den Pfosten (43 Prozent Paradenquote). Beim 30:23 in Celje hatte sich die Auswahl von Bundestrainer Markus Gaugisch erst schwergetan, war dann aber souverän davongezogen.



3800 Fans feiern deutsche Mannschaft und EM-Ticket in Heidelberg

Das Rückspiel gegen Slowenien am Sonntag in Heidelberg wurde dann zu einem Gala-Auftritt. Vor 3800 Zuschauern im ausverkauften SNP Dome sind die Frauen im ersten Heimspiel seit WM-Silber beim ungefährdeten 33:18 (18:8)-Sieg für ihre überzeugende Vorstellung gefeiert worden. Mit fünf Toren war erneut Antje Döll beste deutsche Werferin; auch Nina Engel traf fünf Mal.

Vor den abschließenden Qualifikationsspielen am 8. April in Nordmazedonien und am 12. April in Hamm gegen Belgien führt Deutschland die Gruppe 3 mit 8:0 Punkten uneinholbar an. „Wir wollten zeigen, dass das WM-Fieber noch in uns steckt. Das ist uns bestens gelungen“, sagte Döll. Auch DHB-Sportvorstand Ingo Meckes aus Horkheim urteilte: „Das war sehr souverän und genau so, wie wir uns das vorgestellt haben.“


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Munia Smits feiert einen Traum-Einstand für Belgien

Einen allerersten Sieg in einer EM-Qualifikation überhaupt hat Belgien am Mittwoch durch ein 26:25 gegen Nordmazedonien gefeiert. Debütantin Munia Smits steuerte elf Treffer bei und feierte einen herausragenden Einstand. „Es war ein unglaubliches Debüt, aber ich freue mich mehr, dass wir am Ende durch Kampf und Wille das eine Tor mehr hatten. Wir haben mit allem, was wir haben, gezeigt, dass wir auf internationalem Level mithalten“, sagte Smits im BRF. Das Rückspiel entschied Nordmazedonien – trotz sechs Smits-Treffern – mit 33:28 für sich. Die Entscheidung für ihr Geburtsland und gegen Deutschland bereut die Doppelstaatlerin jedoch nicht. „Als ich die Entscheidung getroffen habe, habe ich das mit ganzem Herzen gemacht und bin sehr stolz darauf, dass ich für Belgien auflaufen darf“, betonte die 26-Jährige.


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In beiden Top-Spielen um den Gruppensieg in der Qualifikationsgruppe 6 hatte Österreich mit Torhüterin Lena Ivancok das Nachsehen gegen Spanien. In Wien (24:29) wie in Algeciras (24:34) siegten die Ibererinnen, obwohl die Noch-Neckarsulmerin im ersten Spiel mit einer Paradenquote von 30 Prozent ihr Möglichstes tat, um Österreich zum Sieg zu verhelfen. Beim Spiel in Andalusien spielte Ivancok nicht. Während Spanien das EM-Ticket bereits sicher hat, sollte den Österreicherinnen (4 Punkte) Platz zwei in einer Gruppe mit den noch punktlosen Griechinnen und Israelinnen nicht mehr zu nehmen sein.

Chancenlose Polinnen und souveräne Tschechinnen im EHF Euro Cup

Im EHF Euro Cup, dem Vorbereitungsturnier mit den bereits qualifizierten Ausrichternationen und den drei bestplatzierten und damit ebenfalls qualifizierten Mannschaften der EM 2024, war Polen in Gruppe 1 mit Paulina Uscinowicz zwei Mal chancenlos gegen Welt- und Europameister Norwegen (24:31/16:32). Immerhin: Mit vier Treffern war die Neckarsulmerin in Norwegen erfolgreichste Werferin Polens; im ersten Spiel hatte die 26-Jährige drei Treffer erzielt.

Zwei klare Siege gab es in Gruppe 2 für Kamila Kordovská und Tschechien. Gegen die Türkei feierte der WM-18. einen 34:26- und einen 36:24-Erfolg. Kordovská lief nur in der ersten Begegnung auf und erzielte bei drei Versuchen drei Tore.

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