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Stadt Neckarsulm ehrt WM-Teilnehmerinnen der Sport-Union im Rathaus

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Ein bisschen aufgeregt, ein bisschen stolz: Auf Einladung von Oberbürgermeister Steffen Hertwig tragen sich die Nationalspielerinnen Antje Döll, Lena Ivancok, Kamila Kordovská und Paulina Uscinowicz in das Gästebuch der Stadt Neckarsulm ein.


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Bensheim (2013), Bietigheim (2017, 2022, 2023), Ludwigsburg (2025) und Dortmund (2025) – Antje Döll hatte schon reichlich Erfahrung im Umgang mit Füllfederhaltern und großen Büchern, als sie am Freitagmorgen im Neckarsulmer Rathaus zur Tat schritt. Dort trug sich die Vizeweltmeisterin der Sport-Union Neckarsulm zum insgesamt siebten Mal in das Goldene Buch einer Stadt ein. „Bei uns heißt es zwar Gästebuch, ist aber trotzdem ein Zeichen, mit dem wir Verbundenheit und Wertschätzung festhalten möchten“, sagte Oberbürgermeister Steffen Hertwig (SPD), der die Nationalmannschaftsspielführerin, Vereinsvertreter und auch den Rest der Bundesliga-Mannschaft zu einer Feierstunde und einem (alkoholfreien) Sektempfang ins Foyer des Neckarsulmer Rathauses eingeladen hatte.

„Ich finde es so toll, dass die eigenen Leistungen hier so wahrgenommen werden, obwohl ich ja noch gar nicht so lange in Neckarsulm bin“, sagte Antje Döll. „Es ist eine andere Auszeichnung, aber definitiv nicht weniger Wert als sportliche Titel. Es ist schön, so eine tolle Wertschätzung zu erfahren, weil die eigene Arbeit gewürdigt und geschätzt wird.“

Ehre, Blumen, Sekt und Scheck für Neckarsulmer WM-Teilnehmerinnen

Neben Döll durften sich auch Lena Ivancok, Kamila Kordovská und Paulina Uscinowicz, die drei anderen WM-Teilnehmerinnen des Vereins von 2025, in das Gästebuch der Stadt eintragen. Die Akteurinnen seien „beeindruckende Botschafterinnen des Sports“ und hätten den Namen der Stadt während der Weltmeisterschaft würdig in die Welt getragen, sagte Steffen Hertwig im Rahmen des Empfangs und sprach stolz von einer „Freude und Ehre“, die vier WM-Teilnehmerinnen und damit „einige der besten Handballerinnen der Welt“ empfangen zu können. Neben dem Eintrag ins Gästebuch gab es für die Spielerinnen von der Stadt jeweils einen Blumenstrauß und auch einen Scheck über insgesamt 600 Euro.


„Das sind Termine, die man sehr, sehr gerne wahrnimmt“, sagte Antje Döll mit einem Lachen und ganz unabhängig von den Präsenten. Die gesamte Mannschaft war für den Empfang in ihrer Freizeit zusammengekommen, weil der Bundesligist freitags regulär erst am Nachmittag trainiert. Von einem Routine-Termin wollte die 37-Jährige auch deswegen keinesfalls sprechen: „Ein bisschen aufgeregt ist man trotzdem, weil es natürlich auch etwas besonderes ist, den Oberbürgermeister zu treffen.“

Steffen Hertwig betont Bedeutung von Botschafterinnen des Sports

Dieser blickte in seinen Grußworten auf die Weltmeisterschaft zurück und attestierte den Neckarsulmer Spielerinnen, ihren Teil zum Gelingen des Turniers beigetragen zu haben. „Sie sind beeindruckende Botschafterinnen des Sports, die mit hohem Einsatz die Zuschauer begeistert haben“, sagte Hertwig an die Nationalspielerinnen gerichtet. Paulina Uscinowicz (Polen/Platz 11), Lena Ivancok (Österreich/16) und Kamila Kordovská (Tschechien/18) mit ihren Nationalmannschaften allesamt in die Hauptrunde eingezogen waren.

„Mut, Stärke, Disziplin, Wille und ein starkes Miteinander“ seien dabei kennzeichnend gewesen, sagte der Neckarsulmer Oberbürgermeister und bekräftigte zudem die wichtige Vorbildfunktion für junge Spielerinnen und Fans, die gerne zu solch erfolgreichen Sportlerinnen aufsehen würden. Nicht vergessen werden dürfe zudem, dass Sport nationen-, generationen- und kulturübergreifend eine wichtige Rolle als verbindendes Element spiele.


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„Die Sport-Union Neckarsulm ist das sportliche Herz dieser Stadt“

„Ich finde es schön, dass nicht nur Antje, sondern auch die anderen Drei für ihre Leistungen gewürdigt werden“, sagte Thomas Zeitz. Der Bundesliga-Trainer wohnte dem Empfang ebenso bei wie die Vorstandsmitglieder Rolf Härdtner und Bernd Dollmann sowie Sport-Union-Geschäftsführer Hannes Diller.

Bei Vereinschef Härdtner, der den langen Weg in die Bundesliga vor rund 16 Jahren mit seinem kühnen „Vier-Wochen-Konzept“ erst geebnet hatte, so dass sich die Mannschaft seit nun zehn Jahren in der höchsten deutschen Spielklasse halten kann, und Handball-Vorstand Dollmann bedankte sich Steffen Hertwig im Besonderen für ihre jahrelange Arbeit, die ein Engagement solcher Top-Spielerinnen in Neckarsulm erst möglich gemacht habe. „Die Sport-Union Neckarsulm ist das sportliche Herz dieser Stadt“, hielt das Stadtoberhaupt fest.

Stadt Neckarsulm möchte in positiver Erinnerung bleiben

„Es freut uns, wie wichtig ihr uns nehmt“, gab Härdtner das Lob an die Vertreter der Stadt dankend zurück und gab auch Antje Döll angesichts ihrer derzeit laufenden Vertragsgespräche noch mit auf den Weg: „Du merkst ja, wie gerne wir Dich hier im Verein und in der Stadt aufgenommen haben. Das tut uns wahnsinnig gut.“ Nicht vergessen werden dürfe allerdings ebenfalls, dass der Verein alleine keinen Bundesliga-Handball stemmen könne: „Jegliche Unterstützung von außen tut uns daher gut“, betonte der 82-Jährige.



Steffen Hertwig machte sich hingegen keine falschen Hoffnungen; die meisten der aktuellen Spielerinnen der Neckarsulmer Bundesliga-Mannschaft würden der Stadt irgendwann wieder den Rücken kehren: „Bleiben Sie aber auf Ihrem Weg, behalten Sie diese Zeit in der Stadt in Erinnerung und nehmen sie Neckarsulm als Ort der Gastfreundschaft wahr“, sagte der 56-Jährige, bevor er den vier Nationalspielerinnen, aber auch der gesamten Mannschaft, den Wunsch vieler weiterer Erfolge für die Zukunft mit auf den Weg gab.

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