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Sport-Union Neckarsulm braucht eine neue Torhüterin: Ivancok folgt dem Lockruf des Europapokals

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In Torhüterin Lena Ivancok verliert Handball-Bundesligist Sport-Union Neckarsulm eine Leistungsträgerin und eines seiner Aushängeschilder. Trainer Thomas Zeitz kündigt weitere Personalentscheidungen für die nächste Spielzeit an.

Lena Ivancok wird nur noch in dieser Saison für die Sport-Union Neckarsulm auflaufen. Im Sommer zieht es die Österreicherin zu JDA Dijon Handball.
Lena Ivancok wird nur noch in dieser Saison für die Sport-Union Neckarsulm auflaufen. Im Sommer zieht es die Österreicherin zu JDA Dijon Handball.  Foto: Seidel, Ralf

Der Wunsch nach Europapokal-Abenden kann bei Lena Ivancok nicht mehr warten. Hauptsächlich aus diesem Grund wird die österreichische Torhüterin den Handball-Bundesligisten Sport-Union Neckarsulm nach drei Jahren in Richtung Frankreich verlassen.

Die Sport-Union und Ivancoks neuer Verein JDA Dijon Handball bestätigten den Wechsel am Dienstagnachmittag. „Nach einer intensiven und besonderen Zeit ist der Moment gekommen, mich zu verabschieden und ein neues Kapitel zu beginnen“, begründet Ivancok ihren Abschied zum European-League-Teilnehmer, bei dem sie einen Zwei-Jahres-Vertrag unterschrieben hat.

Europapokal-Ambition bestand bereits vor einem Jahr

Nach dem bisherigen sportlichen Saisonverlauf der Neckarsulmerinnen kommt ein Wechsel der 24-jährigen Wienerin nicht überraschend. Ihr Vertrag läuft am Saisonende regulär aus, nachdem sie ihn gemeinsam mit Alessia Riner im Februar 2025 nach längerer Bedenkzeit für ein Jahr verlängert hatte. Schon damals war Thomas Zeitz als Trainer und Sportlicher Leiter des Vereins klar: „Lena und Alessia haben jetzt jeweils einen Ein-Jahres-Vertrag unterschrieben, mit dem sie – falls wir uns nächstes Jahr auch tabellarisch nicht verändern sollten – zu einem Club gehen könnten, der in Europa spielt.“ Bei Riner zerschlugen sich solche Überlegungen aufgrund ihres Kreuzbandrisses, Ivancok kehrt nun auf das internationale Parkett zurück.

Dort hatte sie bereits vor ihrem Wechsel 2023 ins Unterland Erfahrung gesammelt, als sie für den kroatischen Top-Club RK Lokomotiva Zagreb Spiele in Champions League und European League absolviert hatte. Für die Sport-Union kommt sie bisher auf insgesamt 63 Einsätze mit 573 Paraden (9,1 pro Spiel), vier Toren und 13 Assists und gehörte in allen ihren Spielzeiten in der Bundesliga zu den statistisch besten Torhüterinnen der Liga.


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„Lena hat sich bei uns sehr gut entwickelt und ist über die Zeit auf und neben dem Spielfeld in eine tragende Rolle gewachsen. Gerade auf dem Spielfeld war sie für uns ein wichtiger Rückhalt“, sagt Thomas Zeitz, der der inzwischen etablierten Nationalspielerin und dem Mitglied des Neckarsulmer Mannschaftsrates noch weiteres Entwicklungspotenzial attestiert.

Lena Ivancok weiß ihre Zeit in Neckarsulm zu schätzen. „Dieser Verein war für mich mehr als nur Handball: er war ein Zuhause. Ich bin dankbar für jede Erinnerung, jedes Spiel und jeden einzelnen Menschen, der diese Zeit so besonders gemacht hat“, betont die Torhüterin. „Der Abschied fällt mir nicht leicht und der Verein wird immer einen besonderen Platz in meinem Herzen haben.“

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Auch Torhüterinnen-Trainer Oliver Rieth blickt mit Freude und Dankbarkeit auf die Zusammenarbeit mit Ivancok zurück: „Für ihren weiteren Karriereweg wünsche ich ihr nur das Beste – vor allem Gesundheit, den notwendigen Mut und den festen Glauben an die eigenen Stärken.“

Während bei Ivancoks neuem Verein JDA Dijon Handball derzeit unter anderem noch die gebürtige Erlenbacherin und ehemalige Neckarsulmerin Ann-Cathrin Giegerich (2017/2018) zwischen den Pfosten steht, ist die Ivancok-Nachfolge bei der Sport-Union bereits geklärt. Bestätigen möchte der Verein diese jedoch erst „in den nächsten Tagen“, wie Thomas Zeitz ankündigt.


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