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Briefe in Weinsberg im Müll gelandet: Das können Kunden jetzt tun

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In Weinsberg sind etliche Briefe im Müll gelandet. Der DHL-Konzern verspricht Aufklärung. Doch welche Möglichkeiten haben Kunden, wenn die erwartete Sendung nicht ankommt?


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Die Aufgabe der Post hat sich in den vergangenen Jahren verändert. Waren Paketlieferungen früher eine Seltenheit, sind sie heute an der Tagesordnung. Dagegen wird die Zustellung von Briefen immer seltener – das Porto allerdings seit 2025 teurer.

Auch wenn immer weniger Briefe ausgetragen werden, sollten die versendeten doch ankommen. Schließlich sind oftmals wichtige Unterlagen beispielsweise von Behörden oder Banken darunter. Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass die Aufregung in Weinsberg groß ist, seit bekannt wurde, dass etliche Briefe dort im Müll gelandet sind. Bereits im April 2024 ermittelte die Polizei, nachdem ein Postbote in Flein 1800 Briefe auf diese Weise entsorgte. Im Weinsberger Fall hat die Polizei inzwischen eine Tatverdächtige ermittelt

Briefe verschollen wie in Weinsberg: Bis wann Kunden mit Post rechnen können

Seit diesem Jahr ist nicht nur das Porto für Briefe um 10,5 Prozent angehoben worden. Die Post hat seit 2025 auch etwas mehr Zeit. Denn ab jetzt müssen 95 Prozent der Briefe am dritten Werktag nach dem Einwurf beim Empfänger ankommen. Am vierten Werktag müssen dann 99 Prozent zugestellt sein. Zuvor galt, dass 80 Prozent der Sendungen bereits am nächsten Werktag im Briefkasten liegen müssen.

Die Verbraucherzentrale weist allerdings darauf hin, dass bei normalem Versand ohne Zusatzleistungen kein Anspruch besteht, dass ein einzelner Brief in der Frist ankommt.

Um die Zustellung von Briefen zu verfolgen, werden bei der Post seit 2021 Briefe auf Wunsch per E-Mail angekündigt. Die Zustellung von Briefen lässt sich zudem auch durch die Briefmarke verfolgen. Wer den Matrixcode vor dem Einwerfen mit der App scannt, kann die Sendung verfolgen. Die Verfolgung von Sendungen hilft nicht nur den Kunden, auch die Deutsche Post profitiert davon. So können die Verantwortlichen nicht nur die Sendung wiederfinden, sondern auch Schwachstellen und Fehlerquellen beheben.

Briefe wie in Weinsberg nicht zugestellt: Was Post-Kunden tun können

Wer auf die Zustellung eines Briefs wartet, soll laut Kundenservice der Post zunächst den Status in der Sendungsverfolgung erneut überprüfen. Üblich sei, dass die Information am Tag der Zustellung verfügbar sei.  Nach einer Woche ohne Hinweis auf eine Zustellung rät auch die Deutsche Post, den nächsten Schritt zu gehen. Als verloren gilt ein Brief, wenn er auch nach 20 Tagen nicht ausgeliefert wurde.

Auf der Seite der Deutschen Post gibt es die Möglichkeit, Nachforschungen zu Briefen anzustellen. Dazu sind allerdings einige Daten nötig. Zunächst muss ausgewählt werden, ob die Sendung innerhalb Deutschlands oder international verschickt wurde. Anschließend wird nach dem versendeten Produkt gefragt. Je nachdem, ob es sich um Brief, Päckchen, Einschreiben oder gar eine Wert-Sendung handelt, werden anschließend Daten wie Ort und Tag der Aufgabe abgefragt.

Auch wenn Teile des Sendungsinhalts fehlen oder dieser beschädigt wurde, können Kunden das auf der Seite angeben. Wer die Daten nicht kennt, soll sich laut der Post zunächst mit dem Absender in Verbindung setzten.

Post mit falscher Adresse im Briefkasten: Das können Kunden tun

Manchmal passieren auch bei der Post Fehler und ein Brief landet im falschen Briefkasten. Auf der Seite des Kundenservice der Post wird an den Zusteller verwiesen. Übergibt man ihm die Briefe, kümmert er sich um alles Weitere.

Und was, wenn der Brief an einen Nachbarn adressiert ist? In solchen Fällen können Kunden die Post einfach in den korrekten Briefkasten werfen. Doch die Post stellt klar: „Dazu sind Sie aber selbstverständlich nicht verpflichtet.“ Wem häufiger solche falschen Zustellungen auffallen, sollte sich direkt an den Kundenservice wenden. Ein Rentner aus Nordheim-Nordhausen wurde deshalb 2020 zum Hobby-Zusteller.

Entschädigung wegen verlorenem Brief: Das steht Post-Kunden zu

Geht ein üblicher Brief verloren, ist er nicht gegen Verlust versichert, teilt die Verbraucherzentrale mit. Absender haben demnach keinen Anspruch auf Schadenersatz. Anders sieht es bei einem Brief-Einschreiben aus. Wird das zu spät oder gar nicht zugestellt, haftet die Deutsche Post mit bis zu 20 Euro, so die Verbraucherzentrale.

Post kommt nicht: Wo sich Kunden beschweren können

Über die Kunden-Hotline ist die Deutsche Post für Beschwerden erreichbar unter 0228/433311. Die Stelle ist montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr besetzt. An Samstagen sind Kundenberater von 8 bis 14 Uhr erreichbar.

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