Zahlreiche Briefe in Weinsberg weggeworfen: Polizei ermittelt Tatverdächtige
Beim Albvereinshaus in Weinsberg sind vor Silvester Dutzende Briefe in einer Mülltonne entdeckt worden. Inzwischen richten sich die Ermittlungen konkret gegen eine mutmaßliche Täterin.
Dutzende Briefe – Weihnachtsgrüße, offizielle Schreiben von Behörden und Versicherungen – haben ihre Empfänger in Weinsberg zunächst nicht erreicht. Zwei Männer fanden am Samstag, 28. Dezember, beim Holzmachen die Briefe in einer Mülltonne beim Albvereinshaus. Am Montag darauf wurden sie in der Postfiliale am Bahnhof abgegeben.
Briefe in Mülltonne in Weinsberg gefunden – Polizei ermittelt Tatverdächtige
„Die Polizei wurde eingeschaltet. Die Ermittlungen laufen“, teilt Marc Mombauer, Sprecher der DHL Group mit. Die aus Sicht des Unternehmens für die Tat verantwortliche Person arbeite inzwischen nicht mehr für DHL.
Nach Angaben von Vesna Pitters-Engel, Sprecherin des Heilbronner Polizeipräsidiums, handelt es sich bei der Tatverdächtigen um eine 28 Jahre alte Frau. Zu einem möglichen Motiv sei derzeit nichts bekannt.
Briefe in Weinsberg landen im Müll: Funde auch in Gellmersbach
Der Post-Fund kurz vor Silvester am Albvereinshaus mit etwa 40 Briefen ist nicht der einzige. Zwei weitere Zustellungen, datiert auf den 14. und 15. Dezember, wurden laut Polizei bei der Kläranlage im Weinsberger Ortsteil Gellmersbach entsorgt. Dabei handle es sich um etwa 30 Briefe. Außerdem wurden am Samstag, 4. Januar, Briefe in einem Steilhang in der Kirschenallee gefunden.
Die Polizei geht davon aus, dass es sich bei dem jüngsten Fund um einen Teil der Zustellung handelt, die am 28. Dezember beim Albvereinshaus am Ende der Kirschenallee entdeckt wurden.
Gefundene Briefe werden im Revier Weinsberg getrocknet
Nach Polizeiangaben wurden die Briefe teilweise zur Zustellung freigegeben. Einige Postsendungen befinde sich aber noch im Polizeirevier, wo sie getrocknet werden. Auch diese Briefe sollen demnächst an die DHL übergeben werden.
„Die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen“, teilt Pitters-Engel mit. Alles in allem seien Briefe in einer hohen zweistelligen Anzahl weggeworfen worden. Im Raum stehen folgende Straftatbestände: Verletzung des Postgeheimnisses und Urkundenunterdrückung.
Die DHL Group trifft nach Angaben ihres Pressesprechers Marc Mombauer in ihren Betriebsstätten Vorkehrungen zur Vermeidung und Aufklärung von Straftaten. Bei jeder Niederlassung seien mehrere Security-Mitarbeiter eingesetzt, die selbst Ermittlungen vornähmen und eng mit den Polizeibehörden zusammenarbeiteten.
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