Mal Heilbronn, mal Heilbronx: Die Stadt in 26 Buchstaben
Was macht Heilbronn aus? Weindorf, Weinberge und der Neckar, klar. Und sonst? Diese Auflistung von stimme.de beschreibt die Stadt in 26 Buchstaben.
Was macht Heilbronn aus? Unser Listicle aus dem Juni gehörte zu den erfolgreichsten Stimme.de-Artikeln des Jahres 2017.
Heilbronn hat etwa 123.000 Einwohner. Würde man jeden danach fragen, wie er die Stadt in 26 Buchstaben beschreibt, man erhielte fast genauso viele unterschiedliche Vorschläge. Das zeigt: Diese Auflistung kann nicht den Anspruch haben, für jedermann zu gelten. Aber sie deckt ziemlich viele Facetten der Stadt ab. Und: Es gibt Lücken bei J, M und O. Toll wäre es, wenn die Leser bei diesen Buchstaben unser #HNabisz vervollständigen.
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wie Autobahn"Heilbronn? Kenne ich nur von der Autobahn." Wer diesen Satz von Fremden noch nie gehört hat, der möge sich bitte melden. Die Assoziation Heilbronns mit der Autobahn ist verständlich: Die A6 ist eine Hauptverkehrsader von Ost nach West. Eine, mit einer unbefriedigenden Verkehrssituation - schwere Unfälle, Staus und Bauarbeiten sind an der Tagesordnung. Die (einfache) Lösung: Von der Autobahn abfahren und Heilbronn richtig kennenlernen - gerne mithilfe der folgenden Buchstaben.
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wie BesenWo manifestiert sich die Eigenheit und die Geselligkeit der Heilbronner besser als in einer Besenwirtschaft? Richtig, nirgends. Im Besen, bei Hausmannskost und Viertele, blüht der Einheimische auf. Ein klassischer Besen hat nur wenige Tage im Jahr geöffnet und bietet lediglich rund 50 Sitzplätze. Da heißt es zusammenrücken und miteinander ins Gespräch kommen. Unterhaltung garantiert.
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wie ClussHinter diesem Buchstaben verbirgt sich ein trauriges Kapitel: die Heilbronner Biergeschichte. Seitdem Kronen Bräu aus Heilbronn-Biberach nun in Schwäbisch Hall abgefüllt wird, gibt es in Heilbronn keine Brauerei mehr. Früher war das anders. Eine der bekannten Braustätten: Cluss. Heute befinden sich auf dem früheren Brauereigelände am Rosenberg die Bauten der Neckarterrassen. 1982 wird Cluss von Dinkelacker übernommen, bis auf das Direktorengebäude verschwinden die Brau-Gebäude mit der Zeit. Lediglich die Marke bleibt im Dinkelacker-Portfolio enthalten.
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wie Dieter-Schwarz-StiftungKritik hier, Dankbarkeit da. Klar ist: Ohne die finanziellen Zuwendungen der Stiftung des Lidl- und Kaufland-Machers Dieter Schwarz wäre an so manches Projekt in der Stadt nicht zu denken. Zu sehen ist das beispielsweise am Bildungscampus, in den die Stiftung Millionen um Millionen investiert, um Bildung für verschiedene Zielgruppen zu ermöglichen. Ein weiteres Beispiel: die Experimenta. Der Neubau des Wissenschaftszentrums am Hagenbucher See setzt auch architektonisch Maßstäbe - und weckt die Hoffnung auf den Bilbao-Effekt.
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wie EishalleKnorr Arena, Lavatec Arena, jetzt Kolbenschmidt Arena - das Heilbronner Eisstadion hat schon mehrere Namen gesehen, sportlicher Erfolg war zuletzt indes nicht in Sicht. Zumindest das Profi-Eishockeyteam, die Heilbronner Falken, verbrachte die zurückliegenden Spielzeiten im Tabellenkeller der DEL2 - sportliche Abstiege inklusive, die nur aufgrund finanzieller Probleme anderer Vereine nicht vollzogen wurden. Erfolgreicher spielen die Eisbären Heilbronn als mehrmaliger Regionalligameister auf, allerdings ist selbige Liga zwei Stufen tiefer angesiedelt. Ganz ohne sportliche Ambitionen kommt eine andere Veranstaltung bestens an: die Eisdisko am Samstagabend.
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wie FrankenEin ganz heikler Buchstabe. Heilbronn liegt im württembergischen Teil von Franken und gelegentlich erinnern sich die Entscheider in der Stadt daran, zum Beispiel damals in den 1980er-Jahren, als sie das Stadion auf den Namen Frankenstadion tauften. Doch in der Historie der Stadt gibt es seit Jahrhunderten sowohl fränkische als auch schwäbische Einflüsse. Heilbronn ist eben Grenzland, wobei Sprachforscher eine Sprachgrenze in Richtung Süden (Schwaben) erkennen - den Dialekt der Einheimischen bezeichnen Sprachforscher somit nicht als schwäbisch, sondern als südfränkisch. Das ändert nichts an der Tatsache, dass sich viele Bewohner als Schwaben sehen - Sprachforschung hin, Sprachforschung her.
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wie Gaststätte KernerhöheOb wir für diesen Buchstaben ein aktuelles oder ein Bild aus dem Archiv verwenden - es spielt keine Rolle. In der Heilbronner Kult-Gaststätte hat sich seit Jahrzehnten nichts verändert. Und das ist gut so. Unter dem Namen Kernerhöhe kennen aber die wenigsten das Lokal. "Hesser" heißt die Wirtschaft und Wirt Lothar, der den Überblick mal mehr, mal weniger behält. Das mitunter auftretende Chaos bei voller Bude gehört aber zum Charme des Gasthauses dazu - genauso wie die spitzbübischen Bemerkungen des Chefs und die Oberkellnerin.
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wie HawaiiDass Heilbronn nicht in der Südsee liegt, ist klar. Und doch trägt hier ein Stadtviertel einen Namen, der zum Träumen einlädt: Hawaii. Woher die Bezeichnung für die Gegend kommt, daran scheiden sich die Geister. Ironie? Der Umriss der Gegend? Sehnsuchtsort? Klar ist: Ein Quartier zum Träumen war das Viertel Jahrzehnte lang nicht. Doch in den 1990er-Jahren erkennt die Stadt den Sanierungsbedarf und packt an. Bis heute hat sich viel verändert, das Hawaii beherbergt nun sogar das berühmteste Café der Stadt: das Kaffeehaus Hagen.
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wie InselspitzeDieses kleine Fleckchen Erde sorgte 2016 für einen veritablen Krach in der kleinen Großstadt Heilbronn. Es ging um die zukünftige Nutzung der Inselspitze, die sich mitten in der Stadt in strategisch günstiger Lage befindet. Die freie Kulturszene sah hier einen neuen Standort, irgendwann bekundete die Buga GmbH Interesse an der Lokalität. Was kam letztlich heraus? Ein Zentrum für die Stadtentwicklung inklusive interaktivem Stadtmodell, das mehrmals im Jahr auch kulturell bespielt werden darf. Amen.
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wie KnorrGenerationen von Heilbronnern sind in der Südstadt hiermit aufgewachsen: dem Geruch von Knorr. Der Duft von Brühwürfeln und Co. hat der Traditionsfirma, die seit 2000 zum niederländisch-britischen Unilever-Konzern gehört, so manche Verärgerung von Anwohnerneingebracht. Aktuell ist der Ärger rund um das Werk weitaus existenzieller: Die Entwicklungsabteilung dürfte aus Gründen der Konzentrierung von Heilbronn nach Holland verlagert werden. Für die große Heilbronner Knorr-Historie wäre das ein herber Schlag.
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wie LeibgerichtBei Buchstabe F wurde erwähnt: Heilbronn ist fränkisch. Eigentlich. Denn beim Essen und Trinken zeigt sich - kulinarisch ist Heilbronn schwäbisch geprägt. Sichtbar am Heilbronner Leibgericht, zu dem zwingend die schwäbischen Klassiker Maultaschen und Spätzle gehören - dazu Buabespitz und Schweinemedaillons. Lecker.
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wie Neckar(meile)Der Aufstieg Heilbronns zum prosperierenden Oberzentrum ist untrennbar mit dem Fluss verbunden, an dessen Ufern die Stadt liegt. Über Jahrhunderte hinweg ist der Neckar wichtigster Verkehrsweg und Heilbronn die Hafen- und Handelsstadt in Nordwürttemberg. Mit dem Neckar lässt sich zu Reichsstadt-Zeiten viel Geld verdienen, dem Neckarprivileg sei dank. Es berechtigte die Bürger ab 1333, den Lauf des Neckars zu beeinflussen. Mittels Stauwehren machten sie das Gewässer für die Schifffahrt unpassierbar, Waren mussten dadurch ausgeladen werden, das kostete Gebühren. Heute wird an der Neckarmeile anderweitig Geld umgesetzt - gastronomisch wegen der vielen Lokale am Uferweg.
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wie PanoramaWeinberge wohin das Auge reicht. Die komplette Ostseite Heilbronns wird flankiert von Rebflächen - je nach Jahreszeit ein (farblich) anderer Augenschmaus. Landschaftlich ist der Weinbau das prägende Element - und auf den höchsten Punkten der Weinberge bieten sich tolle Blicke auf die Ausdehnung der Stadt.
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wie Q-BigDanke, danke, danke, liebe Marketingagentur, dass du bei der Benennung der markanten Gebäude an der Stuttgarter Straße an ein "Q" gedacht hast. Das erspart uns Kopfzerbrechen. Aus einem Q-Big mit auffallender, weißer Stahlkonstruktion werden bald drei - wer aus Richtung Stuttgart von der Autobahn kommt, kann die Bürogebäude nicht übersehen.
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wie ReichsstadtManchmal hat man den Eindruck, als wäre der Heilbronner nicht ganz so glücklich mit seiner Heimatstadt. Rein städtebaulich begründet, vom mittelalterlichen Ambiente blieb durch die Kriegszerstörungen eben wenig übrig. Mit Stolz denkt er aber an den Status der Reichsstadt, den Heilbronn ab 1360 inne hatte. Damit war die Stadt keinem Territorialfürsten, sondern direkt dem Kaiser/König unterstellt, der woanders residierte. Die Reichsstädte erkämpften sich mit der Zeit mehr und mehr Privilegien - und der Rat der Stadt zunehmend Autonomie gegenüber den Abgesandten des Kaisers. 1802/1803 endet die Zeit als Reichsstadt. Heilbronn wird württembergisch. Für die Einheimischen kein Schock. Sie setzen ihre Energie in die beginnende Industrialisierung.
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wie StudentenstadtMit einer Ingenieurschule fing sie 1961 an, die Heilbronner Hochschulgeschichte. Inzwischen gibt es eine Hochschule für angewandte Wissenschaften, eine duale Hochschule, ein Masterzentrum für duale Studenten und eine private Masterhochschule. Kein Wunder, dass die Zahl der Studierenden wächst und wächst - auch dank des neu entstandenen Bildungscampus mitten in der Innenstadt. Irgendwann wird die Marke von 10.000 Studenten überschritten sein. Was allerdings ebenfalls mitwachsen sollte, ist studentisches Flair. Von Unistädten wie Heidelberg oder Tübingen ist man dann doch noch ein ganzes Stück entfernt.
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wie TrollingerWürttemberg ist Trollinger und Trollinger ist Württemberg. Im Grunde wachsen Trauben dieser Sorte in Deutschland nur in diesem Anbaugebiet. Nicht auszudenken, dass ein hiesiger Wengerter keinen Trollinger im Angebot hätte. Wobei jener auch gerne gemischt wird - wahlweise mit Lemberger oder Sprudel.
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wie UrbanisierungHeilbronn ist beliebt - als Zuzugsort. Studium, Zuwanderung, Arbeitsplatz - Gründe, hier herzuziehen, gibt es viele. Statistiker gehen davon aus, dass die Einwohnerzahl weiter steigen wird. Von jetzt rund 123.000 auf vielleicht 126.000, womöglich sogar 138.000 im Jahr 2035. Exakt lässt sich das nicht vorhersagen. Klar ist: Die Menschen brauchen Wohnraum. Im Zuge der Bundesgartenschau 2019 entsteht in Heilbronn ein neuer Stadtteil. 3000 Menschen sollen einmal im Neckarbogen wohnen.
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wie VfRWas geht den älteren Heilbronnern das Herz auf, wenn sie an die legendären Fußballduelle auf der Viehweide und an der Badstraße zurückdenken: VfR Heilbronn gegen Union Böckingen. Vor tausenden von Schaulustigen. Zum Teil auf Bäumen. Die jüngeren hingegen kennen den Verein gar nicht mehr, wissen nichts von den Erfolgen (Zugehörigkeit zur 2. Bundesliga, DFB-Pokalsieg der A-Junioren). Das ist kein Wunder. Zunächst fusionierte der VfR mit der Heilbronner Spielvereinigung zum FC Heilbronn, dann verschmolz der Klub mit dem früheren Lokalrivalen aus Böckingen zum FC Union Heilbronn. Resultat des Ganzen: Abstiegskampf in der Bezirksliga Unterland (Stand: Mai 2017).
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wie WeindorfHeilbronn feiert - jedes Jahr im September in den Gassen rund um das Rathaus und auf dem Marktplatz. Um das Volk glücklich zu stellen, wird das Weindorf 2017 um einen Tag auf dann elf verlängert. Die Wengerter schenken ihre Erzeugnisse aus, fremde und bekannte Menschen stoßen an und Pech hat nur, wer in dieser Zeit einen Besen (siehe Buchstaben "B") aufsuchen will. Die haben nämlich (fast) alle zu.
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wie Heilbron(n)x
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wie YachthafenMonte Carlo, Marbella, St. Tropez - alles nichts im Vergleich mit dem Heilbronner Yachthafen, der in einem Seitenkanal des Neckars bei der Experimenta (siehe "D") liegt. Denn was den hiesigen Yachthafen gegenüber den mondänen Orten von Weltruf auszeichnet ist eines: Für die Hobbykapitäne ist er der Ruhepol schlechthin.
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wie ZubringerSchöne Ausblicke auf Heilbronn einerseits, Unfallstrecke andererseits. Tempolimits und -messungen sind Maßnahmen, um die L1111, besser bekannt als Autobahnzubringer an die Anschlussstelle Untergruppenbach, sicherer machen.























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