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Porsche-Chef Leiters: „Werden Zusammenarbeit mit Audi intensivieren“

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Seit 1. Januar ist Michael Leiters der neue CEO von Porsche. Bei seinem ersten öffentlichen Auftritt spricht er auch über die Kooperation mit Audi.


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Bei Porsche zeigte die Richtung jahrelang nur nach oben: immer mehr Gewinn und zweistellige Renditen. Nun ist die VW-Tochter zum Sorgenkind des Konzerns geworden. Am Mittwoch dieser Woche hat der neue Porsche-Chef Michael Leiters die Finanzzahlen für das vergangene Jahr präsentiert.

Unter dem Strich haben die Stuttgarter angesichts der schwachen Absatzzahlen, der Aufwendungen für US-Zölle und der Entwicklung neuer Verbrennermodelle kaum noch Gewinn gemacht. Nun wird bei der Sportwagenmarke über ein zweites Sparprogramm verhandelt. Leiters hat bereits angekündigt, dass es einen weiteren Stellenabbau geben wird.

Porsche-Plattform für Audi-Sportwagen: „Bleiben verlässlicher Partner“

Bei der Bilanzvorlage hat die Heilbronner Stimme beim neuen Porsche-Chef Michael Leiters auch zur Partnerschaft mit der Schwestermarke Audi nachgehakt. „Wir haben ein sehr gutes Verhältnis mit den Kolleginnen und Kollegen von Audi. Wir werden die Zusammenarbeit mit Audi in Zukunft weiter intensivieren“, sagte Leiters. Audi nutzt aktuell die Plattform J1 des Porsche Taycan für den E-Tron GT aus den Böllinger Höfen in Heilbronn. Zudem haben die beiden Marken gemeinsam die PPE (Premium Platform Electric) für vollelektrische Modelle wie den Porsche Macan oder Audi Q6 E-Tron entwickelt. Die Kunst sei es, so Leiters, weitere Synergien zu heben.“

Bei Porsche verstummen die Gerüchte nicht, dass es doch noch ein Aus für den Elektro-718 geben könnte, der die Basis für den künftigen Elektro-Sportwagen von Audi aus Heilbronn liefert. „Ich war erst vor Kurzem mit dem 718 unterwegs. Das Auto besitzt fantastische Fahreigenschaften“, sagte Leiters. Und in Bezug auf die Plattform-Lieferung an Audi für das Projekt C-Sport betonte er: „Porsche bleibt da wie in der Vergangenheit ein verlässlicher Partner.“

Audi-Chef Gernot Döllner an der Studie Concept C, die zu etwa 90 Prozent dem Elektro-Sportwagen entspricht, der ab 2027 in Heilbronn gebaut wird.
Audi-Chef Gernot Döllner an der Studie Concept C, die zu etwa 90 Prozent dem Elektro-Sportwagen entspricht, der ab 2027 in Heilbronn gebaut wird.  Foto: Audi

Audi-Chef Döllner: „Die Lieferung der Plattform steht nicht in Frage“

Auch Audi-Chef Gernot Döllner hatte unlängst klargestellt, dass es am Sportwagenprojekt keine Zweifel gibt, entgegen anders lautender Medienberichte. „Wie die meisten von euch wissen, nutzen wir die 718-Plattform für unser Projekt Audi C-Sport. Mir ist bewusst, dass die Publikationen Fragen aufgeworfen haben“, schrieb der 57-Jährige in einer Mitteilung an die Belegschaft. Michael Leiters und ich stehen seit seinem Amtsantritt bei Porsche Anfang Januar 2026 in vertrauensvollem Austausch. Wir pflegen seit Jahren eine enge Zusammenarbeit“, so Döllner.

„Erst letzte Woche haben wir zu unserem gemeinsamen Projekt auf Basis der 718-Plattform gesprochen. Ich will unterstreichen, dass die Lieferung der Plattform seitens Porsche nicht in Frage steht. Die Arbeiten sowie unsere enge Zusammenarbeit sind weit fortgeschritten und erfolgen in guter Kooperation zwischen Team Porsche und Team Audi.“ Döllner führt weiter aus, dass dies erst der Anfang sei. „Zukünftig beabsichtigen wir, unsere hervorragende Zusammenarbeit gemeinsam mit unseren Teams weiter auszubauen – Michael Leiters und ich freuen uns darauf“, schreibt Döllner.

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