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Audi-Konzern macht trotz aller Probleme noch 3,4 Milliarden Euro Gewinn

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Im Audi-Konzern ist der Gewinn im vergangenen Jahr gesunken, aber nicht so stark, wie es teilweise erwartet wurde. Konzernchef Oliver Blume sieht die Marke mit den vier Ringen auf einem guten Weg.


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Diese und nächste Woche stellen die Marken des VW-Konzerns ihre Finanzergebnisse für das vergangene Jahr vor. Der Audi-Konzern, zu dem neben Audi auch Lamborghini, Bentley und Ducati gehören, hat seinen Umsatz trotz gesunkener Auslieferungen um 1,5 Prozent auf 65,5 Milliarden Euro steigern können. Das liegt nach Angaben des VW-Konzerns unter anderem am höheren Anteil vollelektrischer Modelle, die im Schnitt mehr kosten als Modelle mit Verbrenner. Der operative Gewinn – also das Ergebnis vor Steuern und Zinsen – sank um 13,6 Prozent auf 3,4 Milliarden Euro. Das ist trotz der hohen Aufwendungen für die US-Zölle und des schwachen Geschäfts in China mehr, als einige Branchenexperten erwartet hatten. Die operative Umsatzrendite lag bei 5,1 Prozent (Vorjahr: sechs Prozent).

Audi befindet sich in der größten Modelloffensive der Unternehmensgeschichte

„Audi vollzieht gerade eine umfassende Neustrukturierung und befindet sich mitten in der größten Modelloffensive der Unternehmensgeschichte“, sagte Konzernchef Oliver Blume bei der Vorlage der Bilanz am Dienstagvormittag. „Audi ist auf einem guten Weg und ich sehe vor allem in den USA Wachstumschancen für die Marke.“ Ein Werk in den Staaten sei noch nicht vom Tisch, allerdings käme es nur in Frage, „wenn damit verbundene Investitionen mit bereits bezahlten Zöllen verrechnet würden“.

Der Audi-Konzern hat seinen Umsatz trotz gesunkener Auslieferungen leicht steigern können.
Der Audi-Konzern hat seinen Umsatz trotz gesunkener Auslieferungen leicht steigern können.  Foto: Sven Hoppe

Audi: Absatzrückgang im vergangenen Jahr um 2,9 Prozent

Nach dem ohnehin schon schwachen Jahr 2024, musst Audi für 2025 beim Absatz erneut einen Rückgang um 2,9 Prozent auf 1,62 Millionen Autos vermelden. Besonders schlecht lief es für Audi in den USA. Dort sank die Zahl der Auslieferungen um 12,2 Prozent auf rund 202.000 Einheiten. Im größten Einzelmarkt China kam Audi auf 617.514 Autos (minus fünf Prozent) und lag damit dennoch vor seinen deutschen Konkurrenten BMW und Mercedes.

In der dritten großen Vertriebsregion Europa lag die Zahl der Auslieferungen mit 464.000 Autos auf dem Niveau des Vorjahres. Auf dem Heimatmarkt Deutschland konnte der Autobauer einen Zuwachs von vier Prozent auf 206.290 Fahrzeuge verbuchen.

Angesichts der weltweiten Unsicherheiten zeigt man sich bei Audi nicht unzufrieden. So berichtet das Unternehmen von einem starken letzten Quartal 2025. Seit September würde die Zahl der Auslieferungen jeden Monat über Vorjahr liegen, „was einen klaren Aufwärtstrend erkennen lässt“.

Hohe Nachfrage für Audi-Modelle A5 und A6 aus Neckarsulm

Stark nachgefragt waren im vergangenen Jahr die Modelle des Standorts Neckarsulm (inklusive Böllinger Höfe in Heilbronn), was am neuen A5 und A6 liegt. Über alle Baureihen wurden 176.000 Fahrzeuge ausgeliefert, ein Plus von 22 Prozent. Die Audi Sport GmbH verzeichnete einen Rückgang von 13 Prozent. Bei der Neckarsulmer Tochterfirma stehen zahlreiche Wechsel im Portfolio an, in diesem Jahr kommen unter anderem der RS 5 und der RS 6 neu. Beide Baureihen werden in Neckarsulm gefertigt.

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