Stimme+
Meinung
Zur Merkliste Lesezeichen setzen

Brandherd des VfR Heilbronn: So kann der Neu-Trainer zum Feuerwehrmann werden

   | 
Lesezeit  1 Min
Erfolgreich kopiert!

Dass im Team des VfR Heilbronn mental etwas nicht stimmt, ist offensichtlich. Andreas Lechner hat nun die Chance, sich auch als Retter zu etablieren, meint unser Autor.


Externer Inhalt

Dieser externe Inhalt wird von einem Drittanbieter bereit gestellt. Aufgrund einer möglichen Datenübermittlung wird dieser Inhalt nicht dargestellt. Mehr Informationen finden Sie hierzu in der Datenschutzerklärung.

Er ist der letzte Strohhalm, an den sich der VfR Heilbronn im Abstiegskampf der Fußball-Verbandsliga Württemberg klammert. Und der ehemalige Doppelmeistermacher und Nun-erneut-Cheftrainer Andreas Lechner kann beim Schlusslicht eigentlich nur gewinnen. Denn nicht er, sondern der Verein trägt die Verantwortung, sollte der Klassenerhalt misslingen. Das hat Klubchef Onur Celik bei der Vorstellung des alten Bekannten unmissverständlich zu verstehen gegeben. Doch wo muss Lechner zwingend ansetzen?

Teammanager Zdenko Juric ist – wie viele Beobachter des Vereins auch – der Meinung, dass der Casus knacksus  bereits am zweiten Saisonspieltag erfolgt ist. Als der VfR Heilbronn eine 3:0-Halbzeitführung gegen die Young Boys Reutlingen versemmelt und dadurch selbst deren routiniertem Coach Volker Grimminger eine noch nie dagewesene Erfahrung beschert hat. Seitdem ist der Wurm drin. Und weder zwei Trainer noch ein Interimsgespann kriegen den aus dem schwarzweißen Mannschaftsgebälk wieder raus.

Trainer Andreas Lechner muss Individualisten jetzt schnell zu einem Team formen

Der neue Cheftrainer Andreas Lechner hat beim VfR Heilbronn nun zunächst, das dem Wurm dienliche „Holz“ zu entfernen. Indem er aus dem gegebenen Fundus von zweifelsohne guten Spielern eine Einheit formt, die sein Vorgänger Manuel Fischer in der Nachbetrachtung zu Individualsportlern konvertiert hat: durch unnötige Experimente, gestrichene gemeinsame Unternehmungen, Distanz gegenüber seinem Personal sowie Strafmaßnahmen. Auf Führungskräfte-Seminaren wird sowas seit Jahren als No-Go gegeißelt.


Noch als Zaungast hat Andreas Lechner die Testspielpleite seines VfR Heilbronn bei der zwei Klassen tiefer spielenden TG Böckingen gesehen – und macht das, was ihm sein Instinkt sagt: öffentlich schweigen, intern aufarbeiten. Nebenbei schart er Führungsspieler seines Vereins um sich – nicht nur einen, sondern gleich ein Quartett. Lechner geht seine zweite VfR-Mission mental an. Um seiner Aufstiegsvita auch die eines Feuerwehrmanns hinzuzufügen. Den Brandherd hat er bereits ausgemacht.

Kommentare öffnen
Nach oben  Nach oben