Analyse des VfR Heilbronn zum Jahresende – das ist noch wichtiger als ein Torjäger
Die 18 bisherigen Saisonspiele des VfR Heilbronn geben Ausschluss darüber, wo der Schuh drückt. Im Sturm, aber auch noch auf einer anderen Position.
Der Blick auf die Tabelle der Fußball-Verbandsliga Württemberg trügt nicht: Der VfR Heilbronn steht mit zwölf Punkten aus bereits 18 bestrittenen Partien auf dem letzten Tabellenplatz – und hat im neuen Jahr bloß 14 Spieltage Zeit, um den Klassenerhalt irgendwie noch unter Dach und Fach zu bringen. Eine Mammutaufgabe, die sicher einiger Optimierung des Kaders durch Trainer Manuel Fischer bedürfen wird. Doch der Saison-Jahresrückblick zeigt: Nicht das Fehlen eines Knipsers ist das Hauptproblem.
22 Treffer hat der VfR Heilbronn in seinen 18 Saisonspielen des Jahres 2025 erzielt. Gerade einmal vier mehr als der Top-Torjäger der Liga, Janik Michel (FC Holzhausen), und acht mehr als dessen Verfolger Hannes Pöschl (TSV Berg). Trotzdem stehen deren Vereine „nur“ auf den Plätzen zwei und drei – mit sechs beziehungsweise neun Punkten Rückstand auf die Young Boys Reutlingen. Diese beweisen damit, dass ein Super-Schütze trotz Mega-Abwehr – Holzhausen kassierte nur 14 Gegentore – nicht ausreicht.
VfR Heilbronn hat in allen bisherigen Spielen mindestens ein Gegentor kassiert
Für den VfR Heilbronn geht es im Gegensatz zum Spitzentrio aber bloß ums nackte Verbandsliga-Überleben. Insofern dürfte ein Stürmer mit eingebauter Torgarantie für das Unterfangen ausreichen. Noch wichtiger scheinen beim Blick auf die vergangenen 18 Spiele allerdings Verstärkungen auf anderer Position zu sein. Denn unter allen 17 Vereinen nehmen die Schwarzweißen eine negative Sonderstellung ein, deren Beendigung Torwart Nils Leidenberger bereits seit dem dritten Spieltag als „Pflicht“ ansieht.

Der Rückhalt des VfR Heilbronn fordert schon nach der zweiten Heimniederlage gegen den SV Fellbach „Zu-null“-Spiele. Die bleiben jedoch bis zur Winterpause weiter aus. Grund: Durch den Abschied des angestammten Innenverteidigers Denis Zagaria sowie Verletzungen hat Trainer Manuel Fischer nur wenige Defensiv-Optionen. Darum muss er immer wieder seine Viererkette umbauen, was Abstimmungsfehler und Gegentore bedingt. Demnach dürften Abwehr-Verstärkungen ganz oben auf seiner Transfer-Agenda stehen.
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