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Fußball-Verbandsliga

Gegentor nach 20 Sekunden – Drama des VfR Heilbronn geht gegen TSG Tübingen weiter

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Beim VfR Heilbronn ist auch gegen die TSG Tübingen mächtig der Wurm drin. Selbst in 17-minütiger Überzahl kassieren die Schwarzweißen noch zwei Treffer.


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Der Traum vom Klassenerhalt in der Fußball-Verbandsliga Württemberg ist für den VfR Heilbronn bereits zehn Spieltage vor dem Saisonende so gut wie geplatzt. Auch wenn rechnerisch weiter alles möglich ist, gilt der Liga-Verbleib des Schlusslichts wegen zu vieler desolater Auftritte – selbst unter dem dritten Trainer plus eines Interimsduos – als unrealistisch. Am Samstag, 4. April, um 14 Uhr empfangen die Schwarzweißen mit der TSG Tübingen einen Verein, der nur drei Plätze vor ihnen rangiert.

Zwar plant die Vorstandschaft des VfR Heilbronn nach der Pleite im direkten Abstiegskampfduell beim FC Esslingen bereits für die Landesliga, dennoch will sie von den Spielern in den verbleibenden Partien noch ein Aufbäumen sehen. Sollte das gegen die TSG Tübingen erneut ausbleiben, wird Vorsitzender Onur Celik wohl die bereits von ihm angekündigten Konsequenzen ziehen. Der VfR-Gegner geht indes trotz seiner ebenfalls prekären Situation nach dem jüngsten 5:2-Sieg mit breiter Brust in das Duell.

VfR Heilbronn gerät 20 Sekunden nach eigenem Anstoß gegen Tübingen in Rückstand

Der Trainer des VfR Heilbronn versucht gegen die TSG Tübingen noch irgendwie, das Ruder herumzureißen. Erst einen Punkt aus vier Partien hat Andreas Lechner seit seiner Rückkehr geholt. Und damit unterbietet er derzeit sogar die bittere Bilanz seines Vorgängers Manuel Fischer (0,5 Punkte pro Spiel). Um das zu ändern, baut der Coach seine Startelf im Vergleich zum Esslingen-Debakel erneut um, zieht unter anderem Darian Gurley in die Innenverteidigung. Am Ende steht trotz allem eine 1:4-Niederlage.

Nach 20 Sekunden klingelt es zum ersten Mal im Tor des VfR Heilbronn. Und das nach eigenem Anspiel. Ursache: eine missglückte Abseitsfalle. So steht der Tübinger Henoch Grauer allein vor Keeper Nils Leidenberger – und lässt diesem keine Chance. Nach dem Blitztrefferschock drücken die Hausherren. Die TSG erzielt fast ein Eigentor (16.), Julian Schiffmann vergibt kurz darauf eine weitere gute Möglichkeit. Ab der 27. Minute spielt der VfR aufgrund eines Platzverweises von Noah Müller gar in Überzahl.

Erst 20 Sekunden sind zwischen dem VfR Heilbronn und der TSG Tübingen gespielt, da liegt bereits der Ball im Tor von Nils Leidenberger.
Erst 20 Sekunden sind zwischen dem VfR Heilbronn und der TSG Tübingen gespielt, da liegt bereits der Ball im Tor von Nils Leidenberger.  Foto: Kubasik, Olaf

Trotz Überzahl erhält der VfR Heilbronn von der TSG Tübingen zwei weitere Tore

Doch wie tief beim VfR Heilbronn der Wurm drinsteckt, zeigt sich gegen die TSG Tübingen in der Folge. Nach einem Gurley-Foul im eigenen Strafraum gibt Schiedsrichter Felix Günther Elfmeter, Elkana Maier verwandelt zum 2:0 für die Gäste (33.). Vier Minuten später fällt durch einen Konter noch das 3:0 durch Grauer. Aber damit nicht genug des erneuten VfR-Dramas: Nach einem harten Foul sieht Kapitän Anthony Syhre die Rote Karte (44.). Ebenfalls nur noch zu zehnt und mit 0:3 geht’s in die Pause.

Trainer Andreas Lechner reagiert auf diesen 0:3-Rückstand seines VfR Heilbronn gleich zu Beginn der zweiten Halbzeit gegen die TSG Tübingen mit einem Dreifachwechsel. Und plötzlich nimmt sein Team etwas Fahrt auf. Luis Weber nimmt zunächst mit einem Pfostenschuss Maß (52.), um fünf Minuten später nach Vorarbeit von Everest Sulejmani den Anschlusstreffer zum 1:3 zu erzielen. Allerdings ist der daraus resultierende Hoffnungsschimmer mit der ersten guten Aktion der Gäste schon wieder Makulatur.

VfR Heilbronn kassiert vier Gegentore, sieben Verwarnungen und einen Platzverweis

Nach einem schnellen Angriff der TSG Tübingen rücken die Spieler des VfR Heilbronn nicht schnell genug nach. Grauer bestraft das mit seinem dritten Treffer, einem satten Schuss von links ins Tor von Nils Leidenberger (63.). Nach diesem 4:1 durch die Gäste ist bei den blauen Trikots spielenden Schwarzweißen die Luft raus. Drei weitere Gelbe Karten gesellen sich noch zu den bereits vier erhaltenen sowie zu dem Platzverweis. Der Abstieg in die Landesliga ist so bloß noch eine Frage der Zeit.

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