Kein Lebenszeichen im Kellerduell: VfR Heilbronn geht beim FC Esslingen unter
Auch beim Tabellenvorletzten verlässt der VfR Heilbronn den Platz als Verlierer. Das abgeschlagene Schlusslicht kann nach diesem Auftritt wohl für die Landesliga planen.
Ihre Ausgangslage ist fast identisch, ebenso wie ihre letzten Auftritte in der Fußball-Verbandsliga Württemberg: Wenn der VfR Heilbronn am Sonntag, 29. März, um 15 Uhr als Schlusslicht beim nunmehr einen Platz vor ihm rangierenden FC Esslingen antritt, ist das Abstiegskampf in Reinform. Und das Team, das am Ende den Kürzeren zieht, kann langsam mit der Planung für die Landesliga beginnen. Vorteil für den VfR: Nach seiner Spieltagspause dürfte die letzte Niederlage längst aus den Spielerköpfen sein.
Bei der Heimpleite gegen den FC Rottenburg lässt der VfR Heilbronn zig gute Torchancen liegen – um dann nach zwei Fehlern zwei Treffer zu kassieren. Trainer Andreas Lechner blickt aber nicht zurück, sagt nur: „Das freie Wochenende hat uns gut getan.“ Sein Esslinger Pendant Dominik Eitel muss derweil ein noch schlimmeres Rottenburg-Drama (1:5) verdauen, das er gegenüber der „Stuttgarter Zeitung“ so zusammenfasst: „Vier Gegentore nach individuellen Fehlern, und vorne müssen wir vier Tore machen.“
VfR Heilbronn und FC Esslingen beginnen im Abstiegskampfduell sehr vorsichtig
Für das vorentscheidende Abstiegskampfduell beim FC Esslingen verändert Trainer Andreas Lechner erneut die Startelf seines VfR Heilbronn. Zum einen bringt er die ihm zuletzt nicht zur Verfügung stehenden Leorant Marmullaku (Rotsperre und Verletzung) sowie Aris Dragulin (Blinddarm-Operation), zum anderen gibt er auch dem erst 18-jährigen Jugendspieler Niko Nikic die Chance, sich von Beginn an zu beweisen. Aber sein Team sendet dennoch kein Lebenszeichen, verliert sang- und klanglos mit 0:4.
Die ersten zehn Minuten der Partie zwischen dem VfR Heilbronn und dem FC Esslingen spiegeln die sportliche Situation beider Vereine wider: Es gibt viel Mittelfeldgeplänkel, Strafraumszenen hingegen gar keine. Getreu dem augenscheinlich beiderseitigem Credo, bloß keine Fehler zu machen, die der Gegner ausnützen könnte. Die erste Möglichkeit bietet sich dann dem VfR. Nach einem Eckball kommt Kapitän Anthony Syhre mit der Hacke an den Ball, den FC-Torwart Panagiotis Diakoulas jedoch pariert (19.).

VfR Heilbronn ohne große Gegenwehr – FC Esslingen gelingt der Doppelschlag
Die Führung des FC Esslingen gegen den VfR Heilbronn fällt hingegen aus dem Nichts. Nach einem langen Ball nach vorne setzt sich David Micko sowohl gegen Syhre als auch Nico van Gameren durch, steht allein vor Torwart Nils Leidenberger und schiebt souverän zum 1:0 ein (27.). Beflügelt durch diesen Treffer, nehmen die Platzherren Fahrt auf, während die Schwarzweißen keine große Gegenwehr im eigenen Strafraum erkennen lassen. Die Folge: ein locker herausgespieltes 2:0 durch Louis Majhen (31.).
Und das 0:3 aus Sicht des VfR Heilbronn wäre in dieser Druckphase des FC Esslingen fast auch noch gefallen. Als Darian Gurley auf Höhe der Mittellinie den Ball verliert und die Gastgeber einen Konter einleiten – doch Leidenberger verhindert den vorzeitigen Knockout seiner Mannschaft (38.). Trainer Andreas Lechner reagiert daraufhin mit einem Doppelwechsel, bringt Niklas Meltzer für Lukas Böhm und Eldi Berisha für Nico van Gameren. Am 0:2-Halbzeitstand ändert das allerdings nichts mehr.
VfR Heilbronn kann nach verlorenem Kellerduell wohl für die Landesliga planen
Die zweite Hälfte beginnt für den VfR Heilbronn wie die erste aufgehört hat. Konter FC Esslingen, Ben Düdder läuft allein auf Leidenberger zu – und macht diesmal das 3:0 (51.). Trainer Andreas Lechner setzt nun alles auf eine Karte, wechselt Luis Weber, David Scheurenbrand und Julian Schiffmann ein. Aber die Messe ist gelesen. Denn während bei den Gästen nichts klappt, gelingt den Platzherren alles. Beispiel: Dorte Smijic zieht von der Mittellinie ab, sein Schuss senkt sich über Leidenberger ins Tor – 4:0 (76.).
Zwar ist der Klassenerhalt für den VfR Heilbronn – bei zehn ausstehenden Partien – rechnerisch immer noch möglich, aber aufgrund der erbrachten Leistungen mehr als utopisch. Nach der hohen Niederlage im Kellerduell beim FC Esslingen können die Schwarzweißen wohl eher die Planungen für die bevorstehende Landesliga-Saison aufnehmen.
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