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„Wir können alles, wenn wir eins sind“ – VfR Heilbronn holt unerwartetes Remis

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Beim großen Favoriten TSV Oberensingen zeigt der VfR Heilbronn Leidenschaft und Leistung. Torwart Nils Leidenberger entpuppt sich dabei als absoluter Leader.


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1:3, 1:3 – zu mehr hat es dem VfR Heilbronn in seiner ersten Saison der Fußball-Verbandsliga Württemberg gegen den TSV Oberensingen nicht gereicht. Und auch am Donnerstag, 2. Oktober, um 20 Uhr ist der unglücklich gestartete Vorletzte Außenseiter beim dritten Duell mit dem Tabellenvierten. Interimstrainer Zdenko Juric gibt die Hoffnung auf eine durchaus mögliche Wende dennoch nicht auf: „Irgendwann muss die Münze zu Gunsten unserer Seite fallen – warum nicht unerwartet gegen eines der Top-Teams?“

Beim TSV Oberensingen muss der VfR Heilbronn neben dem verletzten Leorant Marmullaku auch auf den zuletzt unglücklich agierenden Verteidiger Denis Zagaria verzichten. Juric erklärt: „Er spielt wegen einer Mandelentzündung nicht.“ Darum sieht sich der Interimstrainer erneut zu einer Korrektur der Startelf gezwungen. Seinen bislang überragenden Torwart Nils Leidenberger stört das wenig. Er fordert „95 Minuten Konzentration“ vom gesamten Team, „damit wir uns nicht wieder einfache Gegentore einfangen“.

VfR Heilbronn trifft wegen eines Staus erst verspätet beim TSV Oberensingen ein

Für das dritte Verbandsliga-Aufeinandertreffen mit dem TSV Oberensingen beordert Zdenko Juric beim VfR Heilbronn den hochkarätigen Neuzugang Anthony Syhre zum ersten Mal auf seine angestammte Position zurück – als Zagaria-Ersatz in die Innenverteidigung. Während der wieder genesene Kapitän Hakan Kutlu von Beginn an das Auswärtsspiel der Schwarzweißen steuert. Doch auch im Nürtinger Stadtteil endet die Sieglos-Serie des VfR nicht. Aber hinter dem 1:1 steht zumindest ein kampfstarkes Ausrufezeichen.

Dass die Fahrt zum TSV Oberensingen für den VfR Heilbronn aufgrund eines Staus stockend verläuft, wertet der Ex-Regionalligaspieler Zdenko Juric als gutes Omen: „Immer wenn wir uns früher schon im Bus umziehen mussten, hat uns das extrem angespornt.“ Und dass die Nürtinger Zeitung die Partie gegen seine Mannschaft als „unberechenbare Aufgabe“ bezeichnet hat, mache die Jungs „noch heißer“. Aber wie gehen die auf einem dem VfR-Nebenplatz ähnelnden Rasen mit der Ankunft um 19.15 Uhr spielerisch um?

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Torwart Leidenberger hält den VfR Heilbronn nach dem 0:1 in Oberensingen im Spiel

Schiedsrichter Felix Günther zeigt sich jedenfalls kulant gegenüber dem VfR Heilbronn – und pfeift die Partie beim TSV Oberensingen eine Viertelstunde später an. Doch als es dann soweit ist, schockt Simon Brandstetter die Gäste schnell. Denn sein satter 20-Meter-Schuss nach einem Einwurf sorgt ruckzuck für die Führung des Favoriten (5.). Und die offensiv drängenden Hausherren wollen das 2:0 schnell nachlegen, aber ihr Top-Torjäger Patrick Werner scheitert allein vor und an Leidenberger (14.).

Überhaupt ist es wieder einmal der erneut präsente Torwart, der den VfR Heilbronn beim TSV Oberensingen im Spiel hält. Und der absoluten Siegeswillen ausstrahlt. Sein in der 20. Minute über den Platz hallender Weckschrei erreicht schließlich auch die anderen Führungsspieler: Kutlu und Lukas Böhm scheitern daraufhin mit Ausgleichsversuchen – jedoch knapp. Auf der anderen Seite wird Brandstetter Opfer der eigenen Nerven, versemmelt allein vorm leeren VfR-Tor (35.). Doch dadurch ändert sich was.

Torwart Nils Leidenberger wird immer mehr zur lautstarken Überlebensversicherung des VfR Heilbronn – auch im Auswärtsspiel beim Favoriten TSV Oberensingen.
Torwart Nils Leidenberger wird immer mehr zur lautstarken Überlebensversicherung des VfR Heilbronn – auch im Auswärtsspiel beim Favoriten TSV Oberensingen.  Foto: Altinkaya, Adnan

VfR Heilbronn entführt beim TSV Oberensingen ganz wichtigen Abstiegskampf-Punkt

Es ist Hakan Kutlu beschieden, dem VfR Heilbronn mit seinem abgebrühten Treffer zum 1:1 beim TSV Oberensingen neue Hoffnung für die zweite Hälfte zu schenken (39.). Für Interimstrainer Zdenko Juric „ein ganz wichtiger Zeitpunkt“, auf den es nun aufzubauen gelte. Und aufgrund seiner Kabinenansage scheinen die Spieler des VfR Erfolgsblut geleckt zu haben. Denn sie dominieren plötzlich eine Begegnung, die nach einem Schock-Beginn in der ersten Halbzeit schon längst als verloren galt.

Interimstrainer Zdenko Juric lässt fortan sein Erfahrungsregister rattern, wechselt – und hofft dabei auf die endlich mal auf die Seite seines VfR Heilbronn fallende Siegesmünze. Doch ein Erfolg bleibt aus –Bestand hat indes die Erkenntnis, die Juric nach dem 1:1 beim Top-Team TSV Oberensingen zieht: „Wir können alles, wenn wir eins sind – und darauf bauen wir weiter auf, denn dieser Punkt ist jetzt ganz wichtig.“

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