Stimme+
Handball
Zur Merkliste Lesezeichen setzen

Sport-Union Neckarsulm verpflichtet Barbara Győri als Ivancok-Nachfolgerin

   | 
Lesezeit  2 Min
Erfolgreich kopiert!

Torhüterin Barbara Győri wechselt im Sommer vom BSV Sachsen Zwickau nach Neckarsulm. Eine sofortige Knie-Operation soll der Ungarin einen problemlosen Start ermöglichen.

Nicht nur mit einem nach oben gestreckten Daumen, auch schriftlich hat Barbara Győri ihre Zusage für ein neues Kapitel in Neckarsulm gegeben.
Nicht nur mit einem nach oben gestreckten Daumen, auch schriftlich hat Barbara Győri ihre Zusage für ein neues Kapitel in Neckarsulm gegeben.  Foto: IMAGO/Frank Kruczynski

Mit einem neu angefachten Konkurrenzkampf auf der Position zwischen den Pfosten wird die Sport-Union Neckarsulm ab Sommer in die Erstliga-Saison 2026/2027 starten. Denn wie der Handball-Bundesligist am Dienstagnachmittag bestätigte, hat er in Barbara Győri von Ligakonkurrent BSV Sachsen Zwickau eine Nachfolgerin für die zu JDA Dijon wechselnde Lena Ivancok gefunden. Die Ungarin hat in Neckarsulm einen Zwei-Jahres-Vertrag mit der Option auf eine dritte Spielzeit unterschrieben.

„Sie kennt die Liga, hat sich schnell etabliert und war letzte Saison im Blick auf die ligaweit durchschnittlichen Paraden pro Spiel die beste Torhüterin in der HBF“, stellt Trainer Thomas Zeitz die sportlichen Vorzüge seiner neusten Verpflichtung heraus. Hinzu komme: „Ihr Torhüter-Spiel ist etwas anders als das von Lena, was uns wieder neue Impulse geben wird.“


Mehr zum Thema


Spitzenwerte im Bundesliga-Debüt-Jahr: Győri benötigt keine Anlaufzeit

Das Rennen um den Status als Nummer eins im Neckarsulmer Tor ist damit lange nicht mehr so offen gewesen, wie es in diesem Sommer sein wird. Während sich Johanna Fossum, bei der die Verlängerung ihres auslaufenden Vertrags nur noch eine Formsache zu sein scheint, in ihren zwei Jahren im Unterland auf wie neben dem Feld einen exzellenten Ruf als verlässliche und mannschaftsdienliche Mitspielerin erarbeitet hat, war Barbara Győri in der Vorsaison gleich in ihrem allerersten Bundesliga-Jahr mit 292 Paraden in absoluten Zahlen die beste Torhüterin der Liga.

Ihren Wert von 10,4 Paraden pro Spiel hatte 2024/2025 einzig Oldenburgs Madita Kohorst überboten (10,9). Győri war damit knapp besser als die auf Rang drei liegende Lena Ivancok (10,1). In der aktuellen Spielzeit steht die 1,80 Meter große Torhüterin für den BSV bei 8,1 Paraden pro Spiel.

Neuzugang möchte Neckarsulmer Entwicklung mitgestalten

„Mir hat die vorgestellte Vision sehr gefallen“, sagt Barbara Győri über ihre Gründe für den Wechsel. „Man sieht deutlich, dass sich die Mannschaft von Jahr zu Jahr weiterentwickelt und genau dieses Aufbaukonzept ist etwas, an dem ich sehr gerne selbst mitarbeiten würde.“ Dabei würden ihr die Erfahrungen aus ihren zwei Jahren in Zwickau helfen, denn „ich habe eine neue Liga kennengelernt, eine neue Kultur erlebt und viele fantastische Menschen getroffen“, sagt Győri.



Thomas Zeitz hat während der Vertragsgespräche schnell einen positiven Eindruck von der 28-Jährigen gewonnen. „Ich mochte schon die Gespräche mit ihr, weil sie eine Menge Feuer und richtig Bock auf die Aufgabe hat“, betont der Trainer und Sportliche Leiter in Personalunion. Vor ihrem Wechsel nach Sachsen 2024 war Győri für MTK (2018 bis 2024) und Vasas (2017/2018) in ihrer Geburtsstadt Budapest aktiv, absolvierte dabei über 200 Erstliga-Einsätze in Ungarns Eliteklasse und kann auch auf einige Partien im Europapokal zurückblicken.

Győri wird vorerst nicht mehr für Sachsen Zwickau spielen

Wie Thomas Zeitz und auch der BSV Sachsen Zwickau, der sich mit der Torhüterin in den vergangenen Monaten nicht auf eine Vertragsverlängerung hatte einigen können, bestätigen, wird sich Barbara Győri zeitnah einer Knie-Operation unterziehen, um einen freien Gelenkkörper entfernen zu lassen. Anlass zur Sorge bestünde deswegen jedoch nicht, betont Zeitz; der Neuzugang werde ganz normal zum Trainingsauftakt im Sommer einsteigen können.

Kommentare öffnen
Nach oben  Nach oben