Sport-Union Neckarsulm hat gegen den VfL Oldenburg noch offene Rechnungen zu begleichen
Wie schon vor zwei Wochen gegen die HSG Blomberg-Lippe bittet die Sport-Union in der Handball-Bundesliga gezwungenermaßen erneut am Mittwochabend in die Ballei. Gegner VfL Oldenburg ist unberechenbar − und im Reisestress.

Schlag auf Schlag geht es auch diese Woche für die Sport-Union Neckarsulm in der Bundesliga. Nachdem bereits das vergangene Heimspiel an einem Mittwoch stattfand, weil Gegner HSG Blomberg-Lippe am darauffolgenden Wochenende in der European League gefordert war, wiederholt sich das Prozedere nun gegen den VfL Oldenburg. Anwurf ist gegen den besser platzierten Tabellennachbarn am Mittwoch um 19.30 Uhr.
„Es muss ein Vorteil für uns sein, dass wir gegen sie unter der Woche und zu Hause spielen. Aber Oldenburg ist diese Saison eine Mannschaft, die in Bensheim mit zwölf Toren Differenz gewinnt, dann aber mit vier Toren in Buxtehude verliert. Kurzum: du weißt nicht, welches Oldenburg du bekommst“, sagt Trainer Thomas Zeitz.
Sport-Union möchte an ihren guten Auftritt in Göppingen anknüpfen
Daher gelte es für seine Mannschaft, sich auf sich selbst zu konzentrieren und an die Leistung gegen Frisch Auf anzuknüpfen. „Wenn wir wie gegen Göppingen auf die Tube drücken, dabei noch etwas besser in der Abwehr stehen und vielleicht eine zwischen 65- und 75-prozentige Chancenverwertung haben, wird es auch Oldenburg schwer haben; das müssen wir versuchen herzustellen.“
Der VfL, der zuletzt in der Bundesliga gegen den Thüringer HC (35:30) wie auch am Sonntag noch bei RK Lokomotiva Zagreb in der European League (29:28) gewonnen hat, hat seit vier Spielzeiten alle Duelle mit der Sport-Union für sich entschieden – darunter auch das Hinspiel, das die Sport-Union ein wenig unnötig mit 24:31 verloren hatte.
VfL Oldenburg plagen Personalsorgen im Rückraum
Allerdings muss VfL-Trainer Niels Bötel seit Wochen mit nur vier etatmäßigen Rückraum-Spielerinnen auskommen. Angesichts zweier weniger absolvierten Partien und zwei Punkten Vorsprung auf die Sport-Union dürfte das Fernduell beider Mannschaften um Rang fünf entschieden sein, sollte das Zeitz-Team am Mittwoch nicht gewinnen.
Dass der Neckarsulmer Trainer in Göppingen einige seiner Spielerinnen schonen konnte, darunter die nach ihrer Prellung an der linken Hand wieder spielfähige Kamila Kordovská, könnte zum Plus werden. „Vielleicht wird für ein oder zwei Spielerinnen ein Startplätzchen frei – auch um Oldenburg mal vor eine andere Aufgabe zu stellen“, sagt Zeitz. Kann es also genau so weitergehen wie am vergangenen Samstag in Göppingen? „Es muss“, sagt Kim Hinkelmann selbstbewusst. „Wir haben gegen Oldenburg noch eine Rechnung offen.“
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