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Sport-Union Neckarsulm hat beim Buxtehuder SV etwas gutzumachen

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Nach der Niederlage gegen Union Halle-Neustadt und mahnenden Worten von Vereinschef Rolf Härdtner möchte der Neckarsulmer Erstligist im Norden Niedersachsens eine Reaktion zeigen. Gute Nachrichten gibt es von den Verletzten.

Nach dem 31:22-Hinspiel-Sieg gegen den Buxtehuder SV im September waren der Neckarsulmer Vorstandsvorsitzende Rolf Härdtner (links) und Trainer Thomas Zeitz bester Laune. Zu Wochenbeginn richteten beide mahnende Worte an die Mannschaft.
Nach dem 31:22-Hinspiel-Sieg gegen den Buxtehuder SV im September waren der Neckarsulmer Vorstandsvorsitzende Rolf Härdtner (links) und Trainer Thomas Zeitz bester Laune. Zu Wochenbeginn richteten beide mahnende Worte an die Mannschaft.  Foto: Seidel, Ralf

Wer bösartig sein will, spricht von Not gegen Elend, wer es etwas positiver sehen mag, der sieht gute Chancen, dass eine der beiden Mannschaften am Wochenende aus der Krise findet: Das Duell zwischen dem Buxtehuder SV und der Sport-Union Neckarsulm ist am Samstagnachmittag (16 Uhr/kostenloser Livestream auf SportEurope.tv) das Spiel der derzeit formschwächsten Mannschaften der Handball Bundesliga Frauen.

Während der BSV bisher zwei Unentschieden eingefahren hat (Anfang September gegen den Thüringer HC und Anfang Oktober gegen Frisch Auf Göppingen), aber noch immer auf seinen ersten Saisonsieg wartet und keine Punkte aus den vergangenen fünf Partien geholt hat, stehen die Neckarsulmerinnen nach dem 35:22 gegen den BSV Sachsen Zwickau zum Jahresabschluss bei einem Sieg aus ihren fünf jüngsten Begegnungen.


Trainer Thomas Zeitz spürt Wille zur Wiedergutmachung

„Manche sagen: oh, Gott. Ich sage: wunderbar. ‚Buxte‘ ist jetzt der perfekte Gegner für uns, gegen den wir sofort einige Dinge korrigieren und eine Reaktion zeigen können, wenn wir ihn ernst nehmen“, sagt Thomas Zeitz. Die erste Ansprache an die Mannschaft nach dem peinlichen 23:24 gegen Union Halle-Neustadt am zurückliegenden Spieltag hatte dem Trainer am vergangenen Montag Vereinschef Rolf Härdtner abgenommen und den Neckarsulmer Spielerinnen dabei eindringlich ins Gewissen geredet.

Dem 83-Jährigen hatte neben des Spielausgangs vor allem eine gewisse Sorglosigkeit der Spielerinnen im Anschluss an die verlorene Partie missfallen. „Nach so einem Spiel muss es erlaubt sein, auch mal kritische Worte zu finden“, betont Zeitz, der während der Trainingswoche bei seinen Akteurinnen aber den Willen zur Wiedergutmachung erkannt haben will.


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Kein Trainerwechsel-Effekt bei verletzungsgeplagtem Buxtehuder SV

Gegen die krisengebeutelten Gastgeber aus dem Norden, die weiterhin auf wichtige Säulen wie Nationalspielerin Jolina Huhnstock (Arm) am Kreis und Torjägerin Levke Kretschmann (Wadenbeinbruch) im Rückraum verzichten müssen und die sich im Dezember nach über 16 Jahren von Trainer Dirk Leun getrennt hatten, sind zwei Punkte für die Sport-Union Pflicht – ebenso wie sie es eigentlich auch gegen Union Halle-Neustadt gewesen wären. Weil dem Buxtehuder SV in Carina Senel (Kreuzbandriss) zudem seine zweite Kreisläuferin verletzt fehlt, spielte zuletzt das 18-jährige Eigengewächs Tessa Pieperjohanns. In Torhüterin Oliwia Kamińska läuft auch eine ehemalige Neckarsulmerin (2019/2020) seit vergangenen Sommer für die Niedersachsen auf.

BSV-Interimstrainer Nicolaj Bredekjær Andersson, 2020 direkter Vorgänger von Thomas Zeitz beim VfL Waiblingen und Bruder von Dänemarks Weltmeister und Olympiasieger Lasse Bredekjær Andersson (Füchse Berlin), setzt seit seiner Amtsübernahme auf eine aggressive 5:1-Deckung verbunden mit schnellem Umschaltspiel. „Sie werden versuchen, uns damit Fehler herauszuleiern, um daraus dann wiederum Gegenstöße zu bekommen“, prophezeit Zeitz und möchte diese Fehler zugleich tunlichst vermeiden. Bisher waren Anderssons Maßnahmen aber noch nicht von (Punkt-)Erfolgen gekrönt. Im Sommer wird Jonas Schlender, der aktuelle Trainer des Zweitligisten HSV Solingen-Gräfrath, das Amt des Cheftrainers in Buxtehude übernehmen


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Sport-Union Neckarsulm feiert besten Saisonstart der vergangenen vier Jahre


Gute Nachrichten von Smits und Holste: Rückraum-Duo ist wieder fit

Gute Nachrichten gibt es für die Sport-Union beim Blick auf das Personal: Spielführerin Munia Smits und Rückraum-Linkshänderin Lilli Holste werden am Freitagmorgen mit in den Mannschaftsbus steigen und sind nach ihren Problemen an Hand respektive Rücken auch wieder einsatzfähig, wie ihr Trainer bestätigt. Damit fehlt einzig Linksaußen Alessia Riner (Reha nach Kreuzbandriss) weiterhin.

„Munia fehlte uns zuletzt als tragende Säule natürlich, das ist doch klar“, sagt Thomas Zeitz mit Blick auf die Tore und Leader-Qualitäten der Deutsch-Belgierin. Daneben könne Holste als einzige Linkshänderin im Rückraum ein wichtiger Faktor werden, um Lösungen gegen die Buxtehuder 5:1-Deckung zu finden. Mannschaftsärzte und Physiotherapeuten hatten schon zu Wochenbeginn Grünes Licht für die 24-Jährige gegeben, die daraufhin wieder ins reguläre Mannschaftstraining eingestiegen war.

Sommer-Neuzugang Sina Ehmann muss unters Messer

Eine Woche nach dem Aufeinandertreffen mit der Sport-Union Neckarsulm reist der Buxtehuder SV nach Göppingen zu den Frisch-Auf-Frauen, die sich derzeit ebenfalls in einem Leistungstief befinden. Aus diesem wieder herauskommen müssen sie ohne Sina Ehmann. Die 25-Jährige, die im Sommer nach Neckarsulm wechseln wird, hat sich im Training eine Verletzung im Kniegelenk zugezogen und ist am Meniskus operiert worden. „So ein verklemmter Meniskus ist nie schön, aber es ist kein spektakulärer Eingriff; wenn du eine Knie-OP haben willst, dann so eine. Ich bin nicht besorgt um sie“, beruhigt Sport-Union-Trainer Thomas Zeitz. Fehlen dürfte Ehmann nun vier bis sechs Wochen.

Anders als bei den Neckarsulmerinnen Munia Smits (Knorpel) und Vasiliki Gkatziou (Kreuzband), die 2023 nach Meniskus-Operationen jeweils lange ausfielen, sei bei Ehmann keine weitere Verletzung diagnostiziert worden, sagt Thomas Zeitz. Das direkte Duell mit ihrem neuen Arbeitgeber (14. Februar) dürfte die Rückraum-Spielerin dennoch verpassen.



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