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Untypisch für ihre Generation: Hartig und Blank spielen sich bei den Heilbronn Reds ins Blickfeld

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Bei den Heilbronn Reds haben sich die jungen Neuzugänge Michael Hartig und Dariusz Blank in die Mannschaft gearbeitet. Das gefällt Trainer Goran Mijic, der den Einsatz der Nachwuchsakteure vermehrt mit Einsatzminuten honoriert.

Bei Michael Hartig (links) und Dariusz Blank (Zweiter von rechts) zeigte die Formkurve parallel zu jener der gesamten Reds-Mannschaft zuletzt nach oben.
Bei Michael Hartig (links) und Dariusz Blank (Zweiter von rechts) zeigte die Formkurve parallel zu jener der gesamten Reds-Mannschaft zuletzt nach oben.  Foto: Berger, Mario

Die Auszeichnung zum Spieler des Spiels heimste bei den Regionalliga-Basketballern der TSG Heilbronn Reds am vergangenen Sonntag Simon Schmitz ein. Der Center war angesichts von 16 Punkten beim 86:67-Erfolg gegen den USC Freiburg fraglos ein würdiger Preisträger, doch zwei seiner Teamkollegen waren ebenfalls aussichtsreiche Kandidaten gewesen: Michael Hartig und Dariusz Blank.

Die beiden Nachwuchsakteure profitieren vom jüngsten sportlichen Aufschwung der Heilbronn Reds ebenso wie sie ihn auch selbst mit möglich gemacht haben. „Beide kommen langsam ins System hinein. Für sie ist die Regionalliga nicht einfach, aber alle bekommen früher oder später ihre Chance“, sagt Trainer Goran Mijic, der dem Duo vermehrt Spielzeit gewährt. „Ihre Chance gegen Freiburg haben sie korrekt genutzt und wir werden die beiden auch weiterhin im Laufe der Saison brauchen. Sie müssen aber natürlich auch weiter an sich arbeiten.“


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Aufwärtstrend der Heilbronn Reds hält gleich auf mehreren Ebenen an


Verjüngung des Kaders hat Vor- und Nachteile

Die Idee von ihm und Team-Manager Matthias Götz, auf einen verbreiterten Kader mit hungrigen Nachwuchsspielern zu setzen, die den arrivierten Akteuren Druck machen und Pausen verschaffen, wäre mit Blick auf die zeitweise drohenden Punktabzüge aufgrund zu vieler junger Spieler mit Doppellizenz auf dem Spielberichtsbogen beinahe schiefgegangen. Aufgegangen ist das Konzept aber bislang dennoch nur bedingt. Denn alle sechs Spieler, die die Reds im Laufe der Hinrunde aus unterschiedlichen Gründen verlassen haben, waren 21 Jahre alt oder jünger. Der Großteil war mit seinen Einsatzzeiten unzufrieden.

„Für mich ist das eine Generationen-Frage. Ich verstehe sie zwar nicht, aber wir müssen mit ihr leben“, sagt Mijic über diese Entwicklung. „Wenn ich früher in der Situation gewesen wäre und gesehen hätte, dass einer in meiner Mannschaft ist, der besser ist und immer spielt, hätte ich 250-prozentig trainiert, um an ihn heranzukommen.“ Heute sei bei jungen Menschen hingegen häufig der bequemere Weg das Ziel, hat der 39-Jährige festgestellt.


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Selbstvertrauen und Eingespieltheit machen den Unterschied

Dass es Ausnahmen gibt, beweisen ihm allerdings Michael Hartig (18) und Dariusz Blank (19). „Wir haben uns als Mannschaft endlich eingespielt und sind inzwischen auch diszipliniert genug, um unsere frühen Führungen auch mal über 40 Minuten zu halten“, sagt Small Forward Blank, der mit seinen schnellen Trippelschritten eine Menge Agilität versprüht. Viel hänge bei der Leistung vom eigenen Selbstvertrauen ab: „Bis das da war, hat es bei uns jungen Spielern ein bisschen gedauert; es geht einfach bei jedem unterschiedlich schnell.“

Shooting Guard Hartig ist froh, dass sich im Team inzwischen ein harter Kern herauskristallisiert hat. „Es war vorher ja schon ein bisschen Trubel“, sagt der 18-Jährige, der auch noch für die Neckarsulm Lions aufläuft, angesichts des Kommen und Gehens im neu zusammengestellten 19er-Kader der Reds schmunzelnd. „Mit dem Rücken zur Wand spielt es sich einfacher, aber ich spüre auch das Vertrauen von meinen Mitspielern“, erklärt Hartig die Gründe für den persönlichen und mannschaftlichen Aufwärtstrend und lobt Spielmacher Marques Charlton, der junge Spieler immer wieder aufbaue und motiviere.


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TSG Heilbronn Reds arbeiten am XXL-Umbruch


Heilbronn Reds wollen Siegesserie bei der BG Remseck fortsetzen

Der US-Amerikaner hatte wiederum bereits im vergangenen November, als er beim knappen 84:83-Heimsieg gegen den damaligen Spitzenreiter VfL Kirchheim der spielentscheidende Akteur gewesen war, betont, wie wichtig Akteure wie Michael Hartig und Dariusz Blank für das Mannschaftsgefüge seien, nachdem das Duo gegen die „Knights“ erstmals mit guten Leistungen auf sich aufmerksam gemacht hatte.

Auch dieses gute Miteinander trägt inzwischen dazu bei, dass Blank (10 Punkte) und Hartig (7 Punkte) gegen den USC Freiburg jeweils persönliche Saison-Höchstwerte verbuchten. Fortgesetzt werden soll die derzeit drei Siege anhaltende Serie am Samstagabend (19.45 Uhr) quasi in der Nachbarschaft: Denn das Auswärtsspiel in der Sporthalle des Lise-Meitner-Gymnasiums bei der BG Remseck ist für die Reds die kürzeste Auswärtsfahrt der gesamten Saison.

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