Positives Urteil für Heilbronn Reds: Basketball-Team erhält Punkte zurück
Der Deutsche Basketball Bund revidiert die Entscheidung des BBW-Verbandssportgerichtes und urteilt zugunsten der Heilbronner Basketballer, die sogar etwas Positives aus der Auseinandersetzung ziehen.

Im Nachgang sieht Matthias Götz sogar etwas Positives: „Für die Zukunft ist es vielleicht sogar ganz gut, diese Erfahrung mal gemacht zu haben“, sagt der Team-Manager der TSG Heilbronn Reds, nachdem das seit Mitte Dezember andauernde Hin und Her rund um die beiden Spielwertungen gegen und die zusätzlichen Punktabzüge für die Reds ein gutes Ende gefunden hat.
Nach dem ursprünglichen Urteil des Basketballverbandes Baden-Württemberg (BBW) zu den von den Reds verlorenen Hinrunden-Spielen gegen den SV Fellbach II und die BG Viernheim/Weinheim – zwei 0:20-Spielwertungen und zwei Punktabzüge aufgrund zu vieler auf dem Spielberichtsbogen eingetragener Akteure mit einer Doppel-Spiellizenz – sowie dem nachfolgenden Austausch mit dem Verbandssportgericht hatte sich Ende Januar der Deutsche Basketball Bund (DBB) eingeschaltet und die BBW-Entscheidung revidiert und aufgehoben.
Regelung zu Doppellizenz-Spielern nur in der Jugend-Spielordnung
Der DBB habe der Argumentation der Reds zugestimmt und als übergeordnete Instanz entschieden, sagt Götz. Zwar gibt es tatsächlich einen Passus, der maximal drei Doppellizenz-Spieler auf einem Spielberichtsbogen erlaubt (die Reds hatten in den betroffenen Partien jeweils vier Akteure eingetragen), doch dieser steht ausschließlich in der Jugend-Spielordnung. In jener für den Aktiven-Bereich ist die Einschränkung hingegen nicht zu finden und sei dort dementsprechend auch nicht anzuwenden, wie die Reds im Austausch mit BBW und DBB zu ihren Gunsten anführten. „Denn warum sollte ich für den Senioren-Spielbetrieb erst noch die Jugend-Spielordnung lesen müssen“, fragt Matthias Götz rhetorisch.
Heilbronn Reds bleiben keine Nachteile aus Auseinandersetzung
So sah es letztinstanzlich auch der DBB, annullierte die beiden 0:20-Spielwertungen und nahm zugleich die beiden Punktabzüge gegen die Heilbronn Reds zurück. Auch die entrichteten Gebühren für die Einsprüche gegen die beiden vorangegangenen Sportgerichtsurteile des BBW erhalten die Heilbronner Basketballer zurück. Weil inzwischen auch die Einspruchsfrist verstrichen ist, können die Reds nun verlässlich(er) planen.
Man habe zwar viel Zeit und Nerven investiert, „aber auch etwas dazugelernt“, sagt Matthias Götz. „Letztlich bleiben uns keine Nachteile aus der Geschichte.“ Und: Aufgrund von Veränderungen im Kader stehen den Heilbronn Reds inzwischen auch nur noch drei Doppellizenz-Spieler zur Verfügung.
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