Stimme+
Basketball
Zur Merkliste Lesezeichen setzen

Aufwärtstrend der Heilbronn Reds hält gleich auf mehreren Ebenen an

   | 
Lesezeit  3 Min
Erfolgreich kopiert!

Vor drei Wochen noch Tabellenletzter, schnuppern die TSG Heilbronn Reds plötzlich an Rang zwei. Ein souveräner Heimsieg gegen den USC Freiburg und eine äußerst ausgeglichene Regionalliga machen es möglich.

Anfangs fehlte den Heilbronn Reds noch die Präzision bei Würfen aus der Distanz. Erst Vedran Milicevic (Mitte) brach den Bann kurz vor der Halbzeit. Zuvor hatte er bereits aus der Nahdistanz getroffen.
Anfangs fehlte den Heilbronn Reds noch die Präzision bei Würfen aus der Distanz. Erst Vedran Milicevic (Mitte) brach den Bann kurz vor der Halbzeit. Zuvor hatte er bereits aus der Nahdistanz getroffen.  Foto: Ralf Seidel

„So schnell kann’s gehen“, jubilierte Zdravko Marjanovic am Sonntagabend am Hallen-Mikrofon der Sontheimer Mörike-Sporthalle. Da hatten die TSG Heilbronn Reds zwar gerade eindrucksvoll mit 86:67 (38:28) den bis dahin punktgleichen USC Freiburg aus der Halle gefegt, standen aber trotzdem noch auf Tabellenplatz sechs.

Das änderte sich allerdings, nachdem die übrigen Sonntag-Ergebnisse des 20. Regionalliga-Spieltags eingetrudelt waren und die TSG-Basketballer sogar noch einen Platz nach oben sprangen. Platz fünf also – mit nur zwei Punkten Rückstand auf den Tabellenzweiten VfL Kirchheim. Und das, nachdem die Reds vor drei Wochen als 14. noch die ungeliebte Rote Laterne mit sich herumgetragen hatten: „So schnell kann’s gehen.“

Aufschwung, Siege, Punkte: Reds sind seit dem Jahreswechsel im Aufwind

Zdravko Marijanovic, der als Technischer Leiter an Heimspieltagen auch als Moderator und Hallen-DJ fungiert, hatte mit seinen vier Worten, mit denen er die rund 220 Fans in den Sonntagabend entlassen hatte, die zurückliegenden, ereignisreichen Wochen der Reds-Basketballer recht treffend zusammengefasst.

Denn auf den sportlichen Aufschwung seit Jahresbeginn folgten drei Erfolge in Serie und in der vergangenen Woche dann auch noch der Sieg am Grünen Tisch, im Zuge dessen der Deutsche Basketball Bund den Reds zwei abgezogene Punkte wieder zuerkannte. Die Kombination all dessen sorgt aus Sicht der Heilbronner nun wenig überraschend für ein deutlich entspannteres Tabellen- und Stimmungsbild.


Mehr zum Thema

Stimme+
Basketball
Hinzugefügt. Zur Merkliste Lesezeichen setzen

Positives Urteil für Heilbronn Reds: Basketball-Team erhält Punkte zurück


Trainer Mijic bleibt kritisch: „Gibt noch vieles, das wir verbessern müssen“

„Es gibt trotzdem noch vieles, das wir verbessern müssen“, sagte Trainer Goran Mijic, der das Schlussviertel gegen den USC Freiburg, in das seine Mannschaft mit einem 23-Punkte-Vorsprung gegangen war, an der Seitenlinie so entspannt mitverfolgt hatte wie seit Wochen nicht mehr. „Die Ergebnisse sind aktuell besser, als ich mit dem Spiel meiner Mannschaft zufrieden bin“, grantelte der 39-Jährige nach Spielschluss ein wenig, lobte dann aber doch:

„Dem USC haben heute zwei Top-Scorer gefehlt. Wenn man aber deswegen im Vorfeld glaubt, dass es dadurch einfacher wird, wird es erst richtig schwer. Auch wenn es vielleicht so aussah, war es kein lockerer Sieg.“ Mit dem Arbeitsethos seiner Mannschaft war Mijic zufrieden, Luft nach oben sah er noch in Sachen Konstanz und Entscheidungsfindung. „Wir brauchen einfach noch mehr Intensität und Kontinuität in unserem Spiel: nach zwei guten Offensiv-Aktionen schlafen wir nämlich immer mal wieder auch zweimal in der Defensive.“


Mehr zum Thema

Stimme+
Basketball
Hinzugefügt. Zur Merkliste Lesezeichen setzen

Heilbronn Reds feiern wichtigen Auswärtssieg mit kleinem Schönheitsfehler


Mannschaftsleistung als Schlüssel zum Sieg gegen USC Freiburg

Gegen den USC Freiburg fiel das jedoch kaum ins Gewicht, weil die ebenso spielfreudigen wie umtriebigen Reds dank ihres guten Kombinationsspiels früh den Grundstein zum Sieg legten. Das mit 25:16 gewonnene Auftaktviertel gehörte zu den besten der Saison und auch im zweiten Spielabschnitt (13:12), den die Gastgeber mit vier punktlosen Minuten begonnen hatten, hielten die Reds am Ende gegen die mit nur sieben Spielern angereisten Universitätssportler den Kopf über Wasser.

Wie schon beim 91:84-Overtime-Sieg im Hinspiel, als sechs Reds-Akteure zweistellig getroffen hatten, war die gute Mannschaftsleistung der Schlüssel zum Erfolg. „Ich würde weiterhin behaupten, dass wir die beste Mannschaft in der Liga sind, wenn wir nur an unserem eigenen Spiel festhalten“, sagte Shooting Guard Michael Hartig, der das Reds-Spiel von der Bank kommend noch einmal merklich belebt hatte, am Ende aber doch überrascht war, dass es ihm und seinen Mitspielern erstmals in dieser Saison gelungen war, drei Spiele in Folge zu gewinnen.

Trügerische Sicherheit in ausgeglichener Regionalliga

„Wenn wir als Team weiterhin so auftreten, bin ich zu einhundert Prozent sicher, dass wir mehr Spiele gewinnen werden als noch in der Hinrunde“, ergänzte Mitspieler Dariusz Blank.

Nach drei Siegen aus vier Rückrunden-Spielen bleiben den Reds noch neun Partien, um diese Worte mit mindestens vier weiteren Erfolgen zu untermauern. Abstiegskampf ade also? Mitnichten! Die Lokomotive TS Göppingen, die als Tabellenelfter derzeit auf dem ersten potenziellen Abstiegsplatz steht, hat nur zwei Punkte weniger auf dem Konto als die Heilbronn Reds. Auch in die andere Richtung gilt also: Es kann schnell gehen.


TSG Heilbronn Reds: López (10), Schmitz (16), Charlton (17), Maisel (6), Milicevic (12); Schnakenberg (8), Klein, Hartig (7), Blank (10), Cibula.

Schiedsrichter: Leon Linsler/Nurettin Kocak.

Zuschauer: 220.

Kommentare öffnen
Nach oben  Nach oben