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Heilbronn Reds feiern wichtigen Auswärtssieg mit kleinem Schönheitsfehler

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Die Regionalliga-Basketballer der TSG Heilbronn gewinnen am Samstagabend in souveräner Art und Weise bei Aufsteiger SV Fellbach II und revanchieren sich damit für die Hinspiel-Niederlage zu Saisonbeginn. Ein kleiner Makel bleibt jedoch.

Trainer Goran Mijic (links) und Aufbauspieler Nils Maisel (rechts) verschafften sich mit den Heilbronn Reds dank eines Auswärtssiegs beim SV Fellbach II weitere Luft im Tabellenkeller der Basketball-Regionalliga.
Trainer Goran Mijic (links) und Aufbauspieler Nils Maisel (rechts) verschafften sich mit den Heilbronn Reds dank eines Auswärtssiegs beim SV Fellbach II weitere Luft im Tabellenkeller der Basketball-Regionalliga.  Foto: Seidel, Ralf

Nils Maisel und Denis Schnakenberg schlugen am Samstagabend beinahe zeitgleich die Hände über dem Kopf zusammen, als sie auf dem Feld der Fellbacher Gäuäckersporthalle mit ansahen, wie sich Teamkollege Arnau López den Ball in höchstem Tempo von der rechten spielerisch in die linke Hand herüberlegte, ihn einmal vorwärts und einmal rückwärts durch seine geöffneten Beine hindurchprellte und anschließend noch mit einer Körpertäuschung seine beiden eigentlich eng beieinanderstehenden Gegenspieler entzweite. Der Weg zum Korb war danach so frei, dass der 21-Jährige per Korbleger wenig Mühe hatte, im Schlussviertel zum 69:53 für seine Heilbronn Reds zu punkten.

Spielerisch leicht sah das aus und stand damit sinnbildlich für den gesamten Auftritt der Reds am Samstagabend bei Aufsteiger SV Fellbach II, die im Rems-Murr-Kreis eine weitgehend souveräne Vorstellung ablieferten. Mit 79:69 (47:30) gewann die Mannschaft von Trainer Goran Mijic ihr zweites Spiel in Folge gegen einen direkten Konkurrenten im Abstiegskampf und verschaffte sich damit weitere Luft im Tabellenkeller.


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Beruhigender 17-Punkte-Vorsprung zur Halbzeit

Früh hatten die Reds nach rund fünf Minuten die Spielkontrolle übernommen. Vor allem Denis Schnakenberg wurde anfangs von seinen Teamkollegen mehrfach gut in Szene gesetzt und hatte somit bei seinen Korblegern wenig Mühe zu punkten. Nach einer zweieinhalbminütigen Phase ohne erfolgreichen Wurf auf beiden Seiten, setzten sich die Gäste in der Schlussminute des Auftaktviertels dann erstmals deutlicher, von 17:16 auf 21:16, ab – weil Nils Maisel einen Pass im Fellbacher Aufbauspiel abfing und weil Simon Schmitz zwei Freiwürfe verwandelte. Die 85-Prozent-Quote von der Linie war über das gesamte Spiel ohnehin einer der Gründe für den Auswärtssieg der Reds.

Die Heilbronner knüpften im zweiten Viertel an ihre guten ersten zehn Minuten an. Maisel und López erzielten wichtiger Dreier, so dass zur Halbzeit ein beruhigender 17-Punkte-Vorsprung auf der Anzeigetafel der Gäuäckersporthalle aufleuchtete. Und das, obwohl die Reds etwa durch Maisel und Dariusz Blank noch gute Wurfgelegenheiten ausgelassen oder Pech mit Entscheidungen der Unparteiischen gehabt hatten, etwa als Marques Charlton unter dem Korb nach einem Fastbreak ein offensichtliches Foulspiel an ihm nicht abgepfiffen bekommen hatte.


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Heilbronn Reds verspielen in der Schlussphase den Gewinn des direkten Vergleichs

Nach der Halbzeit führten die Heilbronner dank eines schön freigespielten Distanztreffers und eines Fastbreaks von Arnau López schnell mit 22 Punkten, unterlagen in ihrem ungeliebten dritten Spielabschnitt aber dennoch mit 14:19, weil auch eine Auszeit von Goran Mijic zunächst keine Wende brachte. Anders als in der Hinrunde verloren die Reds jedoch trotz ihres leicht geschmolzenen Vorsprungs weder Faden noch Ordnung und verwalteten ihre komfortable Führung gekonnt.

Einzig das große Ganze litt aus Heilbronner Sicht unter dem Verwaltungsmodus des Schlussviertels. Denn nach der 18-Punkte-Niederlage im Hinspiel haben die Heilbronn Reds den direkten Vergleich, der bei Punktgleichheit entscheidend ist, gegen den SV Fellbach II nun definitiv verloren. Besonders ärgerlich, weil die Gäste 70 Sekunden vor Schluss noch mit 19 Punkten in Führung gelegen hatten. Allerdings stehen die „Flashers“ derzeit mit zehn Punkten am Tabellenende, während die Reds mit 14 Zählern vorerst auf Rang elf stehen – und immer noch darauf warten, ob das Verbandssportgericht seine Entscheidung über die zwei ausgesprochenen Punktabzüge noch revidiert. Gegen den Ablehnungsbescheid des Verbandes zu ihrem ersten Einspruch haben die TSG Heilbronn Reds nach abteilungsinternen Diskussionen jedenfalls fristgerecht Berufung eingelegt. Würden auch die beiden 0:20-Spielwertungen aufgehoben, könnte dem direkten Vergleich gegebenenfalls doch noch eine gewisse Bedeutung zukommen. Mit einem Urteil ist zeitnah zu rechnen.


TSG Heilbronn Reds: Schnakenberg (11), Schmitz (8), Charlton (19), Maisel (5), Milicevic (15); Klein, Hartig, López (18), Blank (3), Cibula.

Schiedsrichter: Stevan Zagorac/Richard Kandlbinder.

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