HZ-Forum im Wahlkreis Hohenlohe: Sechs Kandidaten stellen sich kritischen Fragen
So war der erste Eindruck von den Kandidaten im Wahlkreis Hohenlohe beim HZ-Forum in der Carl-Julius-Weber-Halle Kupferzell vor der Landtagswahl 2026. Was persönliche Gegenstände über die Politiker verraten.
Wer soll den Wahlkreis Hohenlohe künftig in Stuttgart vertreten? Darum geht es am 8. März, wenn Baden-Württemberg einen neuen Landtag wählt. Wer die Wahl hat, muss aber nicht zwangsläufig die Qual haben. Beim HZ-Forum am Dienstagabend können sich die rund 230 Besucher in der Carl-Julius-Weber-Halle Kupferzell ein Bild von den Bewerbern machen.
Eingeladen zur Diskussion sind die Kandidaten, deren Parteien aktuell im Landtag oder Bundestag vertreten sind: Mario Dietel (Bündnis 90/Die Grünen), Tim Breitkreuz (CDU), Jonas Aberle (SPD), Anton Baron (AfD), Finn Pfaller (FDP) und Matthias Odenwald (Die Linke). Sie stellen sich den Fragen der Redakteure Ralf Reichert und Yvonne Tscherwitschke. Dabei ist die Marschroute des Abends klar: konkret, kritisch und unterhaltsam soll es werden.
Landtagskandidaten im Wahlkreis Hohenlohe präsentieren sich mit Gegenständen
Los geht es mit einer lockeren Aufwärmrunde für die Kandidaten, die nacheinander zum kurzen Smalltalk auf die Bühne kommen und je 30 Sekunden Zeit haben, anhand eines persönlichen Gegenstands für sich Werbung zu machen. Mario Dietel hat eine Trophäe dabei, die er für einen Kurzfilm erhalten hat. Eigentlich wollte er Regisseur werden – die Politik hat er „nicht kommen sehen“. Und doch hat sie die Regie in seinem Leben übernommen, als er in den Öhringer Gemeinderat gewählt wurde.
Tim Breitkreuz hat eine Riesenschraube im Gepäck. Wofür die steht, darüber müssen die Hohenloher nicht lange nachdenken. Breitkreuz sieht darin ein Zeichen für wirtschaftliche Stärke, auch hier im ländlichen Raum. Bei Jonas Aberle geht es ähnlich handwerklich weiter. Der gelernte Mechatroniker hat eine Feile mitgebracht. Denn das Feilen sei eine der ersten Tätigkeiten, die man in der Ausbildung lerne – und die nicht gerade beliebt sei. Aber im Nachhinein sei das eine gute Sache gewesen, weil man sieht, „was mit Schweiß, Geduld und Herzblut“ zu erreichen ist. Ein gehäkeltes Plüschtier hat Finn Pfaller dabei. „Das hat meine Schwester für mich gemacht“, sagt er. Es symbolisiert für ihn Heimat, Familie und Freunde. Denn Politik sei kein Selbstzweck, sondern für die Heimat und die Menschen.
Wie sollen die Probleme im Land gelöst werden? Da gibt es unterschiedliche Ansätze
Anton Baron hat die Söckchen seiner Tochter mitgebracht. Für die wünsche er sich eine gute Zukunft. Die anderen Parteien hätten genug Zeit gehabt, die Probleme im Land zu lösen, es aber nicht geschafft. „Wir halten nichts von Brandmauern, uns geht es um die Sache.“ Der Letzte im Bunde ist Matthias Odenwald. Er hat einen kleinen Globus dabei, hält die Welt in seinen Händen. Er wolle zeigen, dass Solidarität mit allen Menschen der Erde wichtig ist.
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