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Tim Breitkreuz: Beherzt anpacken, Menschen begeistern und Fakten sprechen lassen

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Der 31-Jährige tritt für die CDU als Direktkandidat an. Der gebürtige Hohenloher trägt Hohenlohe bis heute in seiner DNA. Wo kommt er her? Wo will er hin? Was hat ihn geprägt? Was will er umsetzen?   

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Tim Breitkreuz ist Direktkandidat der CDU im Wahlkreis Hohenlohe.
Tim Breitkreuz ist Direktkandidat der CDU im Wahlkreis Hohenlohe.  Foto: Ralf Reichert

Tim Breitkreuz wurde in Hohenlohe geboren und versteht sich bis heute als waschechter Hohenloher. Also liegt es für den 31-Jährigen auf der Hand, bei der Landtagswahl für die CDU im Wahlkreis Hohenlohe zu kandidieren. Dieser innige Bezug zur Heimat färbt auf seine politische Arbeit ab. „Für einen starken ländlichen Raum“ nennt er auf seiner Homepage als erstes unter dem Punkt „Dafür mache ich mich stark“. Starke Familien und gute Bildung folgt als zweites, „echte“ Sicherheit als drittes und eine „starke Wirtschaft und Landwirtschaft“ als viertes, bevor er als letztes für einen „modernen, schlanken Staat“ wirbt. 

Hohenlohe ist Teil seiner DNA

Wo kommt er her, wo will er hin? „Hohenlohe ist Teil meiner DNA“, sagt er. In Schwäbisch Hall wurde er am 30. Juli 1994 geboren. In Übrigshausen, einem Teilort von Untermünkheim, wuchs er auf. „Stark geprägt wurde ich von meinen Eltern“, erzählt er. „Eigenverantwortung, Leistungsbereitschaft, Zusammenhalt: Diese drei familiären Werte lebe ich bis heute.“ Sein Vater ist selbstständiger Metallbauer, schon in der Jugend half er in dessen Firma mit. „Mit den eigenen Händen, mit Willen und Wollen etwas schaffen, das ist auch heute noch das, was mich antreibt.“

Für ihn zählen vor allem Fakten

Aktiv sein und Aufgaben beherzt anpacken: Das sei eine persönliche Stärke. Die zweite sei, „dass ich Menschen liebe und sie begeistern kann“. Außerdem sei er „sehr wissbegierig“. Und: „Ich orientiere mich stets nur an den Fakten.“ Was sind seine Schwächen? „Manchmal bin ich wohl ein bisschen zu ehrgeizig.“ Gilt das auch für seine politischen Karrierewünsche? Breitkreuz schmunzelt und denkt wohl: Eines nach dem anderen. Erstmal die Wahl gewinnen, dann sehen wir weiter.

Alles läuft auf ein Duell mit Anton Baron hinaus

Sein größter Konkurrent ist Anton Baron von der AfD. „Ich oder er, CDU oder AfD“, so spitzt er den Kampf um das Direktmandat zu. Denn nur wenn der Neuling Breitkreuz den Abgeordneten Baron bei den Erststimmen schlägt, wird er in den Landtag einziehen. Auf der Landesliste, die für das Zweitstimmen-Ergebnis relevant ist, liegt er viel zu weit hinten, während Baron bei der AfD auf Platz drei steht und deshalb auch über diese Schiene seinen Platz im Landtag verteidigen kann. 

Untermünkheim wird der gemeinsame Wohnort 

Breitkreuz wohnte mit seiner Frau, einer freiberuflichen Redakteurin, und den zwei Söhnen in Gschlachtenbretzingen, nachdem sie wieder in ihre Hohenloher Heimat zurückgekehrt waren. „Gerade wohne ich in Übrigshausen und meine Familie in Schwäbisch Hall“, sagt er, und kündigt an: „Als gemeinsamen und langfristigen Wohnort peilen wir auf jeden Fall Untermünkheim an.“   

Vom Abitur bis ins Justizministerium

Nach dem Abitur in Schwäbisch Hall studierte Breitkreuz von 2012 bis 2015 Politikwissenschaft sowie Öffentliches Recht in Tübingen und machte von 2015 bis 2018 seinen Master im Fach Friedens- und Konfliktstudien an der Universität Frankfurt. Von 2018 bis Frühjahr 2024 war er im Bundesamt für Migration und Flüchtlinge in Nürnberg beschäftigt, seit Juni 2024 ist er Referent im Justizministerium Baden-Württemberg. Dort arbeitet er als Regierungsrat dem für Migration zuständigen Staatssekretär Siegfried Lorek (CDU) zu. 

Experte für Migration, doch im Wahlkampf steht das nicht im Zentrum

Breitkreuz ist also schon ein Teil der Exekutive im Land. Jetzt will er in die Legislative wechseln. Um dann später erneut in die Regierungsarbeit einzusteigen? Auch diesmal lässt er sich nicht locken. Auch die Frage, warum er im Wahlkampf nicht die Migration in den Vordergrund stellt, wo er sich mit der Materie doch bestens auskennt, blockt er geschickt ab. „Migration ist spannend“, erklärt er. Und zwar in seiner Gesamtheit und eben nicht verengt auf die Folgen illegaler Zuwanderung und gescheiterter Integration. „Das ist für mich nur ein Thema unter vielen. Ich habe das ganz bewusst nicht zu meinem Hauptthema gemacht.“ Dafür stand es im Mittelpunkt seiner Dissertation, in der es um die Behandlung ausländischer Straftäter in Baden-Württemberg ging. „Ich wollte damit vor allem eines: klare Fakten in die Diskussion bringen.“       

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