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Weitere Plätze für Asylsuchende
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Überraschende Entwicklungen bei Flüchtlingszahlen in Hohenlohe – Neue Unterkünfte geplant

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Die Notunterkunft für Geflüchtete in einer Öhringer Halle soll schließen. Die Flüchtlingszahlen gehen in eine klare Richtung. Dennoch werden neue Einrichtungen im Hohenlohekreis aufgebaut.

Der Hohenlohekreis plant in Kupferzell weitere Wohncontainer neben der bestehenden Anlage in der Schloßstraße.
Der Hohenlohekreis plant in Kupferzell weitere Wohncontainer neben der bestehenden Anlage in der Schloßstraße.  Foto: Reichert, Ralf

Die Belastungsgrenzen sind erreicht: Das haben Städte und Gemeinden schon vor dem Spitzentreffen von Bund und Ländern deutlich gemacht. Auch der Städtetag hatte noch einmal auf massive Probleme bei der Unterbringung und Integration von Geflüchteten hingewiesen.

Wie ist die Lage im Hohenlohekreis? Dort ist die Zahl der Zuweisungen im Januar und Februar 2024 deutlich gesunken. Waren im Oktober 2023 noch 68 Asylsuchende neu gekommen und im November 70, ging die Zahl im Dezember auf 42 zurück. Im Januar lag sie bei 20, im Februar bei 23.

Bei den Ukraine-Flüchtlingen stellt sich die Situation wie folgt dar: Im Februar wurden dem Hohenlohekreis gar keine Schutzsuchenden zugewiesen, im Januar waren es 15, im Dezember 18 und im November 19. Im Oktober lag die Zahl mit 61 noch weitaus höher.


Warum weitere Plätze für Geflüchtete in Hohenlohe benötigt werden

Trotz der aktuell niedrigeren Zuweisungszahlen müssten weitere Plätze aufgebaut werden, erklärt Kreissprecherin Madleen Federolf. Die Gründe: "Es werden Unterkünfte in nächster Zeit sowie insbesondere zum Jahresende vertragsgemäß abgegeben." Außerdem soll die Unterbringung von Flüchtlingen in der Öhringer Ochsenseehalle als Notunterkunft im Laufe der nächsten Monate beendet werden. Dafür müssten neue Plätze geschaffen werden – "ebenso, wenn wie von uns angenommen die Zuweisungszahlen spätestens in der zweiten Jahreshälfte wieder steigen werden".

Aktuell unterhält der Hohenlohekreis 13 bewohnte Sammelunterkünfte, die neueste ist die Containeranlage im Öhringer Gewerbegebiet "Im Sichert", die jetzt belegt werden kann. Insgesamt stehen derzeit 907 Plätze zur Verfügung, von denen nur 629 belegt sind. Das entspricht einer Auslastung von 69 Prozent.

Welche Unterkünfte geschlossen wurden und welche neu hinzukommen

2023 geschlossen wurden die Sammelunterkünfte in Krautheim und Dörzbach sowie zwei Objekte in Künzelsau. Die Alte Turnhalle in Öhringen wird von der Stadt Öhringen weiterbetrieben. 2024 will der Kreis sechs weitere Unterkünfte "abgeben", so Federolf. Dafür sollen die neuen Containeranlagen in Schwabbach, Ingelfingen und Kupferzell in der zweiten Jahreshälfte in Betrieb genommen werden.

Insgesamt rechnet der Kreis bis Jahresende mit 540 neuen Asylsuchenden (monatlich 45 Personen im Schnitt) und 240 neuen Schutzsuchenden aus der Ukraine (monatlich durchschnittlich 20 Personen).

 

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