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Innovationspark Künstliche Intelligenz

Heilbronn hat Anziehungskraft: Großer KI-Gipfel in Ipai-Spaces

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Fraunhofer: Ein Kongress des Forschungs- und Innovationszentrums für Hybride Künstliche Intelligenz zieht über 100 Entscheidungsträger großer Unternehmen in die Ipai-Spaces nach Heilbronn.

Am Ipai willkommen heißt CTO Marc Kirchner die über 100 Teilnehmer des Gipfels im Ipai-Spaces im Zukunftspark Wohlgelegen in
Heilbronn.
Am Ipai willkommen heißt CTO Marc Kirchner die über 100 Teilnehmer des Gipfels im Ipai-Spaces im Zukunftspark Wohlgelegen in Heilbronn.  Foto: Ludmilla Parsyak (c) Fraunhofer IAO

Den Ipai-Campus gibt es noch gar nicht. Für den KI-Park, den 5000 Menschen mal ihren Arbeitsplatz nennen sollen, hat im Oktober erst der Spatenstich  mit Bundeskanzler Friedrich Merz stattgefunden. Doch der Innovationspark Künstliche Intelligenz ist jetzt schon eine Anlaufstelle für Mitgliedsunternehmen, aber auch Veranstaltungsplattform für Kongresse.

So kommen über 100 Teilnehmer, überwiegend aus Industrieunternehmen aus Baden-Württemberg, in die Ipai-Spaces im Zukunftspark Wohlgelegen zu einem KI-Gipfel des Fraunhofer Forschungs- und Innovationszentrums für Hybride Künstliche Intelligenz.

KI-Summit am Heilbronner Ipai: Fraunhofer-Veranstaltung mit Experten aus der Wirtschaft

„Willkommen am Ipai“, spricht CTO Marc Kirchner zu den Entscheidungsträgern aus der Wirtschaft und meint damit nicht nur eine Begrüßung, sondern auch eine Einladung. Über 100 Firmen und Organisationen sind im Ipai schon zusammengeschlossen, der als Plattform zu verstehen ist – und nicht nur als der Campus, wie Kirchner klarmacht. Der CTO erklärt den Zuhörern, was der Ipai für seine Member tut und macht damit Werbung, dem Unterfangen beizutreten.

Das Programm der Veranstaltung („KI.Summit 2026 – Neue Wege im Vertrieb und Kundenservice mit Hybrider KI“) ist gespickt mit Experten aus der Wirtschaft, die ihre Erfahrungswerte den Teilnehmern weitergeben. Auf der Bühne stehen Entscheidungsträger von Bayer, Schwarz Digits, Würth, Bürkert oder Bosch. Aber auch Institutsleiter von Fraunhofer vermitteln den neusten Stand rund um KI.

Nicht nur Veranstaltung am Ipai: Fraunhofer expandiert in Heilbronn

Der KI-Gipfel in Heilbronn passt zur Expansion von Fraunhofer in der Stadt. Denn nicht nur immer mehr Firmen kommen wegen KI nach Heilbronn, auch bestehende Einheiten stocken auf – wie eben Fraunhofer. Mit Förderung der Dieter-Schwarz-Stiftung sollen nach Ende der Aufbauphase bis 2034 in Heilbronn 300 wissenschaftliche Vollzeitkräfte für die Fraunhofer Heilbronn Forschungs- und Innovationszentren arbeiten, davon knapp 200 direkt in der Stadt.

Entsprechend wolle man zu KI auch Veranstaltungen in Heilbronn anbieten, sagt Thomas Renner, Leiter des Forschungsbereichs Digital Business beim Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation am Rande des Gipfels. Die Anziehungskraft des Fachkongresses mit dem Heilbronner Ipai als Gastgeber ist klar sichtbar: Mit der Resonanz von über 100 Teilnehmern beim ersten KI-Gipfel ist Renner „sehr zufrieden“. Die Veranstaltung ist „quasi ausgebucht“.

KI-Gipfel von Fraunhofer in Heilbronn: Chancen künstlicher Intelligenz nutzen

Die Vorträge im Programm reichen von grundlegenden Fragen zu konkreten Anwendungsbeispielen von agentischer und generativer KI. Einen Vortrag hält zum Beispiel Hubertus Breier von Lapp, einer Unternehmensgruppe aus Stuttgart, die im Bereich Kabel- und Verbindungstechnik tätig ist. In seiner halben Stunde geht Breier dem Spannungsfeld zwischen Hype und Realität bei KI nach. Es geht um Strategien, Ressourcen, Chancen, Risiken, Implementierung und vieles mehr.

Neben den Netzwerkmöglichkeiten, die sich Teilnehmern am Rande der Veranstaltung ergeben, bietet das Heilbronner Fraunhofer Forschungs- und Innovationszentrum Hybride KI auch das „AI Sales Lab“ als Vertriebsnetzwerk für künstliche Intelligenz an. Es verbindet beteiligte Unternehmen mit verschiedenen Austausch- und Impulsformaten. Der „KI.Summit“ selbst ist als eines dieser Formate zu verstehen.

Der „KI.Summit“ wird organisiert vom Fraunhofer Forschungs- und Innovationszentrum für Hybride KI – was auch Thema des Gipfels in den Ipai-Spaces ist. Doch was hat man darunter zu verstehen? „Hybride KI ist die Kombination von Technologien. Es geht um mehr als nur um LLMs“, erklärt Thomas Renner – also um mehr als reine Sprachmodelle wie etwa Chat-GPT.

Die neue generative KI müsse mit klassischen Systemen zusammengebracht werden. „KI bietet viele Chancen für die Unternehmen der Region“, sagt Renner weiter. Fraunhofer wolle die Unternehmen dabei unterstützen, die Chance zu nutzen und umsetzen zu können.




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