Ipai-Hackathon in Heilbronn: Ein Wochenende lang KI-Schulhilfen entwickeln
Ein besonderer Hackathon findet im Innovationspark Künstliche Intelligenz (Ipai) Heilbronn statt: Es geht um Anwendungen für den Unterricht. Doch auch wegen Teilnehmern aus Paris ist das Wochenende besonders.

Der Bildungscampus und der Ipai sind Anlaufstellen internationaler Wissenschaftler, Studenten und Mitarbeiter von Unternehmen. Abseits der täglichen Arbeit laufen viele internationale Besuche unterhalb dem Radar, sind für Außenstehende kaum wahrnehmbar.
Kürzlich holte die Dieter-Schwarz-Stiftung Teilnehmer eines weltweiten Projekts des Massachusetts Institute of Technology (MIT) nach Heilbronn. Genauso interessant ist die noch recht junge deutsch-französische Kooperation: Die Dieter-Schwarz-Stiftung finanziert ein Zentrum für Familienunternehmen an der École des hautes études commerciales (HEC) Paris, eine führende Wirtschaftsuni in Frankreich. Die Franzosen kommen immer wieder in die Region.
Hackathon im Heilbronner Ipai: Darum geht es ein Wochenende lang
Der Campus Heilbronn der Technischen Universität München kooperiert ebenfalls mit HEC, und im Zuge eines Hackathons sind nun Pariser Studenten im Ipai. Es ist mehr als ein Programmier-Wochenende, es wird zu einem internationalen Treffen. Studenten aus dem Ausland sind genauso dabei wie solche deutscher Einrichtungen.
Es ist ein besonderes Programmier-Wochenende, stehen doch Bildungsanwendungen im Fokus: Die Teilnehmer können sich überlegen, wie sie Lösungen unter der Überschrift „Individuelle Lernförderung“, „Bias Scanner für Schulmaterialien“, „Integration und Vereinfachung digitaler Kommunikation“ oder „AI-gestütztes Eltern-Mentoring“ auf den Weg bringen.
Idee beim Hackathon in Heilbronn: KI sortiert die Nachrichten an Lehrer
Mehryar Lessani musste nicht lange überlegen, sich für Bildungsanwendungen zu begeistern: Er war selbst mal Lehrer, derzeit studiert er an der Universität Stuttgart. Zugelost wurde ihm und seiner Gruppe ein Projekt, die digitale Kommunikation zu vereinfachen. Das müsste Pädagogen zusagen. „Die mentale Belastung ist hoch“, erinnert er sich. E-Mail, Whatsapp, Fragen über soziale Netzwerke: Lehrer sind über viele Wege zu erreichen, und die vielen Nachrichten will die Gruppe zentralisieren und auf einem einzigen Dashboard anzeigen.
Mit in der Gruppe ist Ali Sanei, aktuell an der Programmierschule 42 in Heilbronn eingeschrieben. Das Netzwerken mit anderen sagt ihm zu. Ivann Pouokam aus Paris ist erstmals in Heilbronn. Erster Eindruck: „Sehr gut.“
Die Ipai-Foundation, die mit ihren Angeboten unter anderem die Menschen der Region erreichen möchte, hat diesen Hackathon mit Fokus auf gesellschaftlichem Mehrwert nach Heilbronn geholt. Ein Sprecher der Foundation betont, dass ihr die Grundlagen wichtig seien. Das gilt auch für die Schule: Dort müssten Lehrer weitaus mehr leisten als nur den Unterricht zu gestalten. Mit KI-Anwendungen könnte man sie entlasten, begründet er die Idee des Hackathons – so dass die Lehrer wieder den Fokus aufs Unterrichten legen können.
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