HEC Paris in Heilbronn: Führende Wirtschaftsuni aus Frankreich baut Kooperation mit Bildungscampus aus
Die französische Business Schools HEC Paris arbeitet bereits mit dem Campus Heilbronn der Technischen Universität München zusammen. Jetzt zeigen die Franzosen noch mehr Präsenz in der Region.

Quantencomputing, innovative Computertechnologien, unkonventionelle Rechenverfahren: Mit einem internationalen Start-up-Programm hat die Pariser Wirtschaftsuniversität HEC kürzlich auf dem Bildungscampus Präsenz gezeigt. Die Gespräche mit Mentoren und akademischen Fachleuten dauerten zwar nur wenige Stunden, doch das war nur ein weiterer Schritt in der Kooperation mit dem Campus Heilbronn der Technischen Universität München (TUM), den Campus Founders sowie der Dieter-Schwarz-Stiftung.
Inge Kerkloh-Devif, die zum Management der École des hautes études commerciales gehört, ist von den Entwicklungen auf dem Bildungscampus in Heilbronn begeistert. „Es ist spannend, was hier geschieht“, sagt sie. Damit meint sie einerseits die Akteure aber auch die großen Veranstaltungen wie Slush’D für Start-ups. Teilnehmer aus Paris seien begeistert gewesen.
Wirtschaftsuni HEC aus Paris: Das tut sich bereits in Heilbronn auf dem Bildungscampus
Die Pariser werden in den kommenden fünf Jahren häufiger in Heilbronn sein. Das Start-up-Programm im Bereich „Next Generation Computing“ läuft weiter. Eine Summer School mit der TUM in Heilbronn gibt es bereits, Projekte mit dem Innovationspark Künstliche Intelligenz (Ipai) seien denkbar, so Inge Kerkloh-Devif.
Hinzu kommen weitere Ideen, sagt Inge Kerkloh-Devif, ohne aber in die Details zu gehen. „Wir fangen bescheiden an.“ Einen eigenen Briefkasten auf dem Bildungscampus hat die HEC derzeit nicht. Ganz ausschließen will sie eine Präsenz in Heilbronn nicht.
Die Region Heilbronn erfährt international Aufsehen
Dass die Pariser Wirtschaftsuni überhaupt mit Heilbronn zu tun hat, zeigt die Bedeutung der Region: „Wir sind nicht überall unterwegs“, sagt Inge Kerkloh-Devif. Die Qualität der Arbeit in Heilbronn begeistert sie.
Hinter dem mehrmonatigen Programm “Next Generation Computing” steht neben der HEC Paris auch die Berliner Business School ESMT. Auf dieses großes Netzwerk setzt Inge Kerkloh-Devif weiterhin, die sogenannten Ökosysteme in Paris, Berlin und Heilbronn werden sich stärker vernetzen und austauschen.
Das sei spannend für die dort ansässigen Start-ups. Sie können beispielsweise Zugang zu weiterem Kapital und neuen Märkten bekommen. Gerade die internationale Ausrichtung von Start-ups hält sie für wichtig. „Wir hoffen auf einen europäischen Champion.“
Nächste Generation des Computing: HEC hofft auf ein europäisches Start-up
Der Schwerpunkt liegt auf der nächsten Generation des Computing, das versteht Inge Kerkloh-Devif als deutsch-französisch-europäisches Projekt. Die Hoffnung der Verantwortlichen ist, dass sich so ein europäisches Unternehmen in diesem zukunftsträchtigen Feld hervortut.
Heilbronn will mit dem Ipai und den dort schon ansässigen Unternehmen und Organisationen vorn mitspielen bei Künstlicher Intelligenz. Außerdem will ein medizinisches Institut in Heilbronn einen Quantencomputer kaufen. Die Hochschule Heilbronn will die Chance nutzen und die Fachkräfte für solche Hochleistungsrechner ausbilden.
Dass ein solcher Rechner nach Heilbronn kommt, konnte HEC bei der Planung der Session auf dem Bildungscampus noch nicht wissen. Die Verantwortlichen sind aber begeistert: „Das passt sehr gut für Start-ups“, sagt Inge Kerkloh-Devif.
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