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„Großer Tag für Heilbronn“: Spatenstich für ersten Bauabschnitt der Nordumfahrung

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Die Nordumfahrung und der Ausbau der Neckartalstraße sind wichtige Straßenbauprojekte für die Region Heilbronn. Mit großen Worten fand der Spatenstich statt – und mit einer Mahnung. 


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Es war nur ein kleiner Stich in die Erde für die Volksvertreter, aber es soll ein großer Wurf für Heilbronn und seine Bürger werden. Mit dem obligatorischen Spatenstich hat die Stadt am Donnerstag offiziell den ersten Bauabschnitt der Nordumfahrung sowie den vierspurigen Ausbau der Neckartalstraße begonnen.

„Die Nordumfahrung ist weit mehr als ein Straßenbauprojekt. Sie ist ein Schlüssel für die Zukunft Heilbronns – für bessere Mobilität, für eine starke Wirtschaft und für lebenswerte Stadtteile“, betonte Oberbürgermeister Harry Mergel.

Nordumfahrung Heilbronn soll Frankenbach und Neckargartach entlasten

Die Nordumfahrung soll mehrere zentrale Funktionen erfüllen: Neben der Entlastung der angrenzenden Stadtteile Frankenbach und Neckargartach geht es um die bessere Anbindung des Industrieparks Böllinger Höfe mit seinen rund 160 Unternehmen sowie die Anbindung des KI-Innovationsparks Ipai an das Verkehrsnetz.


Als Verbindungsachse zwischen der B39 zur Neckartalstraße kann die Nordumfahrung bereits auf eine 50-jährige Planungsgeschichte zurückblicken. Erste Entwürfe stammen aus dem Jahr 1976.

Erster Bauabschnitt der Nordumfahrung mit Ipai-Anbindung

Seit Jahresbeginn 2026 wird der erste Bauabschnitt tatsächlich in Angriff genommen. Dieser umfasst rund 1,5 Kilometer Straße von der Neckartalstraße bis zur Alexander-Baumann-Straße in den Böllinger Höfen. Zusätzlich wird ab Herbst die Neckartalstraße zwischen der Neckargartacher Brücke und der A6-Anschlussstelle Untereisesheim vierspurig ausgebaut. 33.000 Fahrzeuge sind dort täglich unterwegs.

„Als Teil des Mobilitätspaktes Heilbronn entsteht hier moderne und leistungsfähige Infrastruktur“, freute sich Ministerialdirektor Berthold Frieß, der als Vertreter von Verkehrsminister Winfried Herrmann nach Heilbronn gekommen war.

„Unsere Mobilitätspakte zeigen, dass die Zusammenarbeit von Politik, Verwaltung und Wirtschaft viel bewegen kann. Alle Beteiligten haben sich hier mit großem Engagement zusammengetan, um die ganze Region lebenswerter zu machen. Besonders deutlich wirkt sich das für die Menschen in Neckargartach und Frankenbach aus“, sagte Fries.

Nordumfahrung Heilbronn und Ausbau Neckartalstraße kosten 57 Millionen Euro

Das Gesamtprojekt Nordumfahrung und Ausbau der Neckartalstraße umfasst ein Investitionsvolumen von rund 57 Millionen Euro. 13 Millionen davon sind für die Neckartalstraße veranschlagt und werden komplett vom Land getragen. Die Nordumfahrung wird mit 16 Millionen Euro vom Land gefördert.

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Erster wichtiger Meilenstein ist die verkehrliche Anbindung des Ipai im Sommer 2027. Die Fertigstellung des ersten Bauabschnitts und der Neckartalstraße ist ein Jahr später geplant. „Das ist ein großer Tag für die Stadt Heilbronn. Solche Investitionen sind nicht nur Bauprojekte – sie sind ein klares Bekenntnis zur Zukunftsfähigkeit und Wettbewerbsstärke unserer gesamten Region“, sagte Regierungspräsidentin Susanne Bay.

Neben dem Straßenbau werden auch ökologische Ausgleichsmaßnahmen umgesetzt. Dazu zählen unter anderem die Neuanlage von Streuobstwiesen, zusätzliche Pflanzungen sowie neue Lebensräume für Tiere. Gleichzeitig werden moderne Mobilitätsangebote mitgedacht, etwa der Radschnellweg RS3 entlang des Neckars mit Abzweigungen zum Ipai sowie perspektivisch eine Seilbahnverbindung von der Innenstadt bis zum KI-Park.

Mahnung bei Nordumfahrung-Spatenstich: Brauchen schnelle Entscheidungen

„Allein auf der Baustelle werden aber auch 270.000 Liter Diesel in die Luft geblasen. Alles geht noch nicht elektrisch“, goss Philip Kircher, Niederlassungsleiter der beauftragten Baufirma Wolff & Müller, ein wenig Wasser in den Wein. Kircher hatte für die Vertreter der Politik auch noch eine Mahnung im Gepäck: „Wir brauchen schnelle Entscheidungen, gerade wenn Unvorhergesehenes geschieht.“ 




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