Betreten von Eisflächen in Heilbronn verboten: Warum die Seen nicht freigegeben sind
Eisflächen zu betreten kann gefährlich werden. In Heilbronn sind die Seen derzeit nicht freigegeben. Was hinter dem Verbot steckt.
Die eisigen Temperaturen, die auch in der Region Heilbronn derzeit vorherrschen, haben einige Seen und Flüsse zufrieren lassen. Darunter auch den Finsterroter See bei Wüstenrot, wo sich einige Menschen mit Schlittschuhen auf die Eisfläche wagten.
Doch das ist nicht überall erlaubt: Im Kraichgau drohen sogar Bußgelder von bis zu 100.000 Euro für all jene, die sich nicht an das Verbot halten. Nun teilt auch die Stadt Heilbronn mit, dass die Eisflächen im Stadtgebiet nicht freigegeben sind.
Betreten von Eis auf Heilbronner Seen verboten – wann sie freigegeben werden
Der Grund: Das Ordnungsamt warnt davor, dass das Eis trotz des Dauerfrostes nicht tragfähig ist. Betroffen seien die Seen im Pfühlpark, Ziegeleipark, Wertwiesenpark und Neckarbogen sowie des Trappensees. Um das Eis gefahrlos betreten zu können, seien 15 Zentimeter Eisdicke nötig. Bei fließenden Gewässern sollten sich sogar 20 Zentimeter Eis gebildet haben, rät der Bundsleiter der Wasserwacht des Roten Kreuzes gegenüber der Deutschen Presse-Agentur.
Derzeit sind in Heilbronn Schilder mit dem Hinweis „Betreten der Eisfläche verboten“ aufgestellt. Sobald das Eis die Dicke von 15 Zentimetern überschreite, will die Stadt die Flächen freigeben – und die Schilder entfernen. Doch auch dann gelte die Regel: Betreten auf eigene Gefahr. Die Stadt Heilbronn übernimmt keine Haftung.
Das gilt auch in anderen Städten, wie in Eppingen. Dennoch haben sich einige Menschen am Dreikönigstag auf den Mühlbacher See in Eppingen getraut und ein privates Eishockey-Spiel veranstaltet.
Lebensgefahr auf dem Eis – Heilbronner Seen nicht freigegeben
Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) rät, nie allein aufs Eis zu gehen. Einige DLRG-Ortsgruppen proben dieser Tage die Eisrettungsübung. Ein wichtiger Tipp: Strampeln ist kontraproduktiv, da Bewegung im kalten Wasser die Auskühlung nur noch fördert.
Um das Risiko vom Einbrechen ins Eis zu verringern, sollte man sich auch von Zuflüssen fernhalten, warnt das Heilbronner Ordnungsamt.
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