Eisige Temperaturen: Wo ist das Schlittschuhfahren in der Region Heilbronn möglich?
Gefrorene Seen sind ein schöner Anblick. Das verführt, die Eisfläche zu betreten - mit und ohne Schlittschuhe. Doch ist es nach mehreren Tagen mit Bibber-Temperaturen bedenkenlos möglich, aufs Eis zu gehen?
Frostige Temperaturen und vereinzelte Schneeflächen verwandeln die Region Heilbronn und den Hohenlohekreis derzeit in eine Winter-Landschaft, wie es sie in den vergangenen Jahren immer seltener gegeben hat. Beim Anblick zugefrorener Seen fühlt sich da so mancher Winter-Freizeit-Sportler in der Stimmung, die Schlittschuhe zu packen und aufs Eis zu gehen. Doch ist die gefrorene Schicht tatsächlich dick genug? Und ist das nicht ungefährliche Vergnügen auf den Seen der Region überhaupt erlaubt?
„Das Betreten der Seeflächen ist grundsätzlich untersagt, entsprechende Hinweisschilder wurden bereits im November angebracht. Die Missachtung des Verbots erfolgt auf eigene Gefahr und Haftung“, berichtet Hannah Fürst von der Eppinger Stadtverwaltung. Im Gebiet der Kraichgaustadt sind vor allem der Mühlbacher und der Elsenzer See bei Ausflüglern beliebt. Fürst betont: „Es gibt im Stadtgebiet keine Flächen, die für das Schlittschuhfahren freigegeben sind.“
Betreten von Eisflächen: Vorsicht geboten – und auf eigene Gefahr
Ordnungsbehördlich seien die Kommunen für das Nutzen der Eisflächen zuständig, erklärt Andreas Zwingmann, Sprecher des Landratsamts Heilbronn. „Die Nutzung öffentlicher Badegewässer wird durch die entsprechende Rechtsverordnung geregelt. So ist im Landkreis Heilbronn zum Beispiel am Breitenauer See, an der Ehmetsklinge und am Katzenbachsee grundsätzlich das Betreten der Eisfläche untersagt“, erläutert Zwingmann.
Am vergangenen Wochenende haben sich vor allem am Finsterroter See bei Wüstenrot viele Winterfans aufs Eis gewagt. Da sich dieses Gewässer in Privatbesitz befindet, gibt es dort seitens der Gemeinde Wüstenrot keine Regelungen. Daher erfolgen dort auch keine Ordnungsamt-Kontrollen. Zwingmann: „Die Eigentümerin hat aber offenbar bereits Verbotsschilder am See angebracht.“
Laut einem Stimme-Leser sei das Eis am Finsterroter See am Montagnachmittag, 5. Januar, an vielen Stellen neun Zentimeter dick. Dennoch gebe es allerlei offene Bereiche mit dünneren Eisschichten, vor allem am Rand. Vorsicht sei also unbedingt geboten.
Gefrorene Seen: Nie alleine aufs Eis gehen
Unabhängig davon, ob es sich um private oder öffentliche Seen handelt: Wer die Eisfläche betritt, begibt sich in Lebensgefahr. Beispielsweise an der Ehmetsklinge in Zaberfeld und am Katzenbachsee in Pfaffenhofen ist das Eisbetreten strikt verboten. Wer sich dennoch auf den See wagt, riskiert eine Geldstrafe in Höhe von bis zu 100.000 Euro.
Im Heilbronner Stadtgebiet sind die Eisflächen freigegeben, sobald die Eisschicht eine Dicke von mindestens 15 Zentimetern erreicht. Aber auch dann besteht keineswegs eine Empfehlung, sich auf das gefrorene Wasser zu begeben. Das Betreten des Eises geschieht auf eigene Gefahr.
Die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) empfiehlt, nie allein aufs Eis gehen, die Fläche sofort zu verlassen, sobald es verdächtig knackt, sich bei drohendem Einbrechen flach aufs Eis legen und sich vorsichtig zum Uferrand zurückzubewegen.
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