Am Mittwoch, 14. Mai, 18.30 Uhr, findet direkt am WG-Areal/Schlossplatz eine Info-Veranstaltung zum Bürgerentscheid statt. Nach den Beiträgen der BI und der Stadtverwaltung können noch bis 20 Uhr Fragen gestellt werden.
Bürgerentscheid zum Neckarsulmer „Schlossplatz“: Was stimmt – und was nicht
Am 25. Mai entscheiden die Neckarsulmer, ob sie für oder gegen eine Umgestaltung des WG-Areals zum „Schlossplatz“ sind. Die Gegner haben Fragen gestellt. Die Stadtverwaltung antwortet.
Das WG-Areal beim Zweiradmuseum soll für fast 2,5 Millionen Euro zum „Schlossplatz“ mit Grünflächen, Gastronomie und Wasserspiel umgebaut werden. Eine Bürgerinitiative (BI) will vor allem die innenstadtnahen Parkplätze erhalten. Ein Bürgerentscheid am 25. Mai soll Klarheit bringen. Die wichtigsten Argumente dafür und dagegen gibt es in unserem Faktencheck.
Irritierende Botschaften zum Bürgerentscheid „Schlossplatz“in Neckarsulm: „Lehrschwimmbecken statt Wasserspiele“?
Plakatbotschaften der BI fand Oberbürgermeister Hertwig „irritierend“. Beispielsweise liest man im Stadtteil Obereisesheim: „Lehrschwimmbecken statt Wasserspiele“. Dabei steht nicht zur Debatte, dass das Lehrschwimmbecken in der Wilhelm-Maier-Schule wieder öffnet, wenn der Schlossplatz nicht umgestaltet wird.
In einem offenen Brief und einer Pressemitteilung geht die Stadtverwaltung auf Argumente und Fragen der BI ein. Dabei ist zu lesen, dass „durch die Verzögerung im Projekt, die durch das Bürgerbegehren und den Bürgerentscheid entstanden ist, bereits solvente Partner“ aus den Ideen einer Cateringküche und Vinothek ausgestiegen sind. Die Kosten dafür sollten sich durch die Pacht amortisieren.
Umgestaltung des WG-Areals in Neckarsulm: Konsumfreie Angebote auf dem Museumsplatz
Nach der Schließung traditionsreicher Gastrobetriebe in der Innenstadt bestehe der Bedarf nach neuen gastronomischen Flächen vor allem im Außenbereich. Die Cateringküche soll auch das Deutsche Zweirad- und NSU-Museum bei Events mit Bewirtung bedienen, was bisher durch die Museumsstuben geschehen ist. Dem dortigen Pächter wurde auf Ende Mai gekündigt.
Der Besuch des Platzes soll aber „konsumfrei“ bleiben, so lautet die Antwort auf die entsprechende Frage der BI. Die Stadtverwaltung begründet auch, warum der „Hitze-Hotspot“ Marktplatz nicht stattdessen umgestaltet werden kann: „Weitere Bäume zusätzlich zu den Platanen auf dem Marktplatz zu pflanzen, ist nicht möglich, weil sich unter dem Marktplatz die Tiefgarage befindet. Zudem dient der Marktplatz als zentrale Veranstaltungsfläche für Feste, Events und Aktionen in der Innenstadt.“
Man werde aber auf der nördlichen Seite des Marktplatzes in Neckarsulm allerdings fünf größere Sonnenschirme in fest installierten Bodenhülsen aufstellen, die auch bei Märkten und Veranstaltungen auf dem Platz stehen bleiben können.
Bürgerentscheid in Neckarsulm: Kaum Einschränkungen für das Ganzhornfest
Das Ganzhornfest könne in gewohnter Weise stattfinden. „Die Anordnung der Stände und der Standort der Hauptbühne bleiben weitgehend unverändert bestehen“, erläutert die Verwaltung. Lediglich der Standort eines größeren Getränkestandes müsse angepasst werden. Die Düsen des Wasserspiels würden der Hauptbühne nicht im Weg stehen: „Die Technik ist so konzipiert, dass sie bei Veranstaltungen geschützt werden kann. Die Hauptbühne kann weiterhin zentral platziert werden.“ Vor der Bühne würde sogar mehr Platz sein als bisher.

Stimme.de
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