Softwarehersteller aus Walldorf
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Nach Stellenabbau: SAP macht wieder deutlich mehr Gewinn

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Tausende Stellen weniger zeigen bei dem Walldorfer Softwarehersteller SAP Wirkung. Die Zahlen aus dem ersten Quartal 2025 zeigen: Das Unternehmen verdient wieder mehr. 

SAP macht wieder mehr Gewinn – im Vergleich zum Vorjahr.
SAP macht wieder mehr Gewinn – im Vergleich zum Vorjahr.  Foto: dpa

Erst war die Rede von 8000 Stellen, die bei SAP gestrichen werden sollten. Doch dann verkündete Europas größter Softwarehersteller weitere Sparmaßnahmen – und streicht insgesamt 10.000 Stellen. Viele Mitarbeiter verlassen den Konzern sogar freiwillig. Nach dem ersten Quartal 2025 zeigt sich: SAP hat von dem großen Stellenabbau im Vorjahr profitiert. 

Weil viele Beschäftigte erst in den ersten Jahrestagen das Unternehmen verließen, kamen die Einsparungen wegfallender Stellen großteils in den ersten drei Monaten dieses Jahres zum Tragen.

Nach Stellenabbau bei SAP: Softwarehersteller aus Walldorf macht wieder mehr Gewinn

Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern stieg um 60 Prozent auf 2,46 Milliarden Euro, wie das Dax-Schwergewicht am Dienstagabend nach US-Börsenschluss mitteilte. Das war deutlich mehr operativer Gewinn als von Analysten erwartet. Die entsprechende Marge zog stark auf 27,1 Prozent an.

Im Verkauf bei den Kunden läuft es weiter rund bei den Walldorfern. Der Umsatz kletterte um zwölf Prozent auf 9,01 Milliarden Euro nach oben, weil die Angebote rund um Software aus der Cloud die Geschäfte antrieben. Die Buchungen auf Sicht der kommenden zwölf Monate für Apps aus dem Netz stiegen um 28 Prozent.

Vorstandschef Christian Klein bestätigte den Jahresausblick auf währungsbereinigter Basis – allerdings verwies das Unternehmen auf höhere Wechselkursrisiken und das unsichere wirtschaftliche Umfeld.

Unterm Strich konnte SAP wieder einen Gewinn vorweisen, nachdem im Vorjahresquartal Kosten für den Stellenumbau belastet hatten. Das Nettoergebnis lag im Quartal bei 1,80 Milliarden Euro.

Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump könnte SAP erneut belasten

Der infolge der erratischen Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump schwache Dollar könnte die Geschäfte belasten, die USA sind der größte Markt für SAP. Zudem droht der Handelskonflikt weltweit die Wirtschaftsleistung zu schmälern.

Unternehmen wie Audi, EBM-Papst und Recaro entwickelten bereits Anpassungsstrategien als Reaktion auf die US-Zölle.

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