Fehlende Arbeitsmoral
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„Hart an Realität vorbei“: Leser kontern Reinhold Würths Kritik an Generation Z

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Der Künzelsauer Unternehmer Reinhold Würth hält einen Großteil der jungen Generation für verwöhnt und kritisiert ihre Haltung zur Arbeit. Viele Stimme-Leser reagieren empört – es gibt aber auch Zustimmung.


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Ist die Generation Z zu verwöhnt? Diese Ansicht vertritt der Künzelsauer Unternehmer Reinhold Würth. Er kritisiert die Arbeitsmoral junger Menschen und macht klar: Mehr verdienen bei weniger Arbeit geht nicht. Darüber ist unter den Stimme-Lesern in den sozialen Medien eine Diskussion entbrannt. Viele ärgern sich über Würths Haltung und weisen auf veränderte Lebensrealitäten hin – einige pflichten dem Unternehmer bei. 

Ist die Generation Z zu verwöhnt? Große Debatte über Arbeitsmoral

Eine hitzige Debatte dreht sich aktuell in Deutschland um die Frage, ob wir mehr arbeiten müssen. Die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft forderte kürzlich etwa die Streichung von Feiertagen, um die schwächelnde Wirtschaft anzukurbeln. Und auch der Künzelsauer Unternehmer Reinhold Würth wurde deutlich. Mehr verdienen bei weniger Arbeit geht nicht, sagte er. Die Generation Z sei von ihren Eltern zu sehr verwöhnt worden.

Auf Würths Kritik an der Arbeitsmoral junger Menschen haben zahlreiche Stimme-Leser in den sozialen Medien reagiert. Viele können die Aussagen des Unternehmers nicht nachvollziehen. „Leider hart an der Realität vorbei“, kommentiert etwa eine Leserin. „Die Generation Z will sich nicht nur ausbeuten lassen“, schreibt ein anderer.

Würth kritisiert Arbeitsmoral: Leser weisen auf veränderte Lebensrealitäten hin

Eine Leserin kommentiert: „Früher, als ich jung war, konnte sich ein Malermeister, Bäcker, Kaminfeger usw. ein Haus bauen und eine Familie ernähren. Das geht heute nicht mehr.“ Ein anderer erklärt: „Arbeitsmoral habe ich auch nicht mehr, weil zu meiner Realität gehört, dass ich von meinem Verdienst nie ein Haus bauen kann.“

Ein Leser weist auf „veränderte Lebensrealitäten“ hin. Mieten und Lebenshaltungskosten würden „rasant“ steigen, die Löhne dagegen stagnieren. „Der Traum vom Eigenheim? Für viele unerreichbar, selbst mit Vollzeitjob.“ Er folgert: „Das alte Versprechen ’wer hart arbeitet, wird belohnt’ funktioniert für viele nicht mehr.“

„Würth stammt aus einer Generation, in der es noch ein echtes Aufstiegsversprechen gab für alle, die fleißig waren“, kommentiert ein Leser. Einsatz sei belohnt worden, Chefs hätten Engagement anerkannt.  Aus Sicht des Lesers gilt das nun nicht mehr, „wenn man sich jahrelang abrackert und es sich trotzdem so anfühlt, als hätte man am Ende weniger als zuvor.“

Einige Leser stimmen Würth bei Kritik an Arbeitsmoral zu

Es gibt allerdings auch vereinzelt Zustimmung zu Reinhold Würths Aussagen. „Recht hat er“, kommentiert etwa eine Leserin. Ein anderer findet: Die meisten jungen Arbeiter hätten heute schlichtweg „keinen Bock mehr“. 

Die Diskussion um das Thema Arbeit dürfte weiter anhalten. Laut einer IHK-Studie hat sich die Lage in allen Branchen zuletzt verschärft, die regionale Wirtschaft kommt nicht aus der Krise. Immer mehr Firmen in der Region, unter anderem die Schwarz-Gruppe, haben mittlerweile ihre großzügigen Homeoffice-Regelungen gekippt und setzen auf mehr Mitarbeiter-Präsenz im Büro.

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