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Lamborghini wird immer mehr zur Ertragsperle für den Audi-Konzern

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Der Audi-Konzern hat sich 2025 recht gut geschlagen. Daran hat vor allem auch Lamborghini einen großen Anteil. Nun will die italienische Sportwagenschmiede weiter wachsen.


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Besser als erwartet hat sich der Audi-Konzern 2025 entwickelt. Zu der Markengruppe gehören neben Audi auch Lamborghini, Bentley und Ducati. Der Umsatz ist trotz gesunkener Auslieferungen geringfügig um 1,5 Prozent auf 65,5 Milliarden Euro gestiegen. Nach Steuern verzeichnete die Markengruppe 4,6 Milliarden Euro Gewinn – zehn Prozent mehr als 2024.

Lamborghini: Vierte Baureihe soll Zahlen weiter nach oben treiben

Gestützt wird der Gewinn vor allem durch die italienische Tochter Lamborghini, die 2025 einen operativen Gewinn von 768 Millionen Euro verbucht hat. Die Rendite des Unternehmens, das von Stephan Winkelmann geführt wird, lag im vergangenen Jahr bei 24 Prozent. Nach Informationen der Heilbronner Stimme peilt man mittelfristig einen Gewinn von einer Milliarde Euro und mehr an. „Das Potenzial für eine Entwicklung in diese Richtung ist durchaus vorhanden“, sagte Audi-Finanzvorstand Jürgen Rittersberger im Interview mit unserer Zeitung. „Lamborghini wird seine Modellpalette um ein viertes Modell erweitern. Das darf sich dann entsprechend positiv auf Umsatz und Ergebnis auswirken.“

Während die Konzernmutter Audi im vergangenen Jahr einen Absatzrückgang von 2,9 Prozent verzeichnete, feiert Lamborghini einen Rekord. Die Italiener lieferten 2025 exakt 10.747 Fahrzeuge aus, das ist ein Plus von 6,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Größter Einzelmarkt waren die USA mit 3347 Einheiten, dahinter folgt Deutschland mit etwas mehr als 1000 Autos. Die Region Europa, Naher Osten und Afrika (EMEA) lag mit 4650 ausgelieferten Fahrzeugen vorne in der Absatzstatistik.

Rein elektrisches Lamborghini-Modell erst einmal auf Eis gelegt

2026 ist das erste volle Verkaufsjahr für Lamborghini, in dem ausschließlich teilelektrifizierte Autos angeboten werden. Das Portfolio der Italiener besteht aktuell aus den beiden Sportwagen Revuelto (V12-Hybrid) und Temerario (V8-Hybrid) und dem Geländewagen Urus, der sich die technische Basis mit dem Audi Q8 teilt und als Plug-in-Hybrid angeboten wird. 

Reine Elektro-Sportwagen sind bei Lamborghini vorerst auf Eis gelegt, weil die Kundschaft weiterhin Verbrennungsmotoren und deren spezifische Charakteristik verlange. Das erste vollelektrische Auto der Italiener wird wohl erst Mitte der 2030er Jahre auf den Markt kommen. Bis Ende des Jahrzehnts soll die Zahl der Baureihen auf vier wachsen. Dem Vernehmen nach plant Lamborghini einen viersitzigen Gran Turismo, also einen sportlichen Reisewagen, der ebenfalls als Plug-in-Hybrid kommt.

Enge Kooperation zwischen Lamborghini und Audi-Werk Neckarsulm

Audi und Lamborghini – diese Verbbindung hat tiefe Wurzeln in der Region. Bereits der erste Audi R8 aus Neckarsulm aus dem Jahr 2007 teilte sich Plattform und Technik mit dem Lamborghini Gallardo. Gleiches galt für die zweite Generation des R8 und den Lamborghini Huracan. Im März 2024 ist der R8, der am Audi-Standort Böllinger Höfe in Heilbronn gefertigt wurde, ohne Nachfolger ausgelaufen.

Bei Lamborghini gibt es mit dem Temerario hingegen einen Nachfolger. Audi war erneut am Projekt beteiligt: Ingenieure aus Neckarsulm haben zusammen mit den Kollegen von Lamborghini an der Karosserie gearbeitet. Die Lücke, die der Audi R8 in Heilbronn hinterlassen hat, füllt ab 2027 ein noch namenloser Elektro-Sportwagen. Die Studie Concept C gibt bereits einen sehr seriennahen Ausblick auf den Zweisitzer.

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