Audi-Chef Döllner: „Neckarsulm ist einer unserer Schlüssel-Standorte“
Bei der Jahrespressekonferenz von Audi sprach Audi-Chef Gernot Döllner auch über den Standort Neckarsulm. Dabei ging es unter anderem um das Topmodell A8, den künftigen Elektro-Sportwagen und die Auslastung.
Besser als erwartet hat sich der Audi-Konzern 2025 entwickelt. Zu der Markengruppe gehören neben Audi auch Lamborghini, Bentley und Ducati. Nach Steuern verdiente die Markengruppe 4,6 Milliarden Euro – zehn Prozent mehr als 2024, wie die VW-Tochter am vergangenen Dienstag (17. März) auf ihrer Jahrespressekonferenz in Ingolstadt mitgeteilt hat.
Bei seinen Ausführungen kam Audi-CEO Gernot Döllner auf den Standort Neckarsulm zu sprechen, zu dem auch die Böllinger Höfe in Heilbronn gehören. „Neckarsulm ist einer unserer Schlüssel-Standorte“, sagte der 57-Jährige. „Ich bin sehr zufrieden, was die Mannschaft mit den Anläufen von A5 und A6 geleistet hat.“
Audi-Chef Döllner: „Bereiten uns intensiv auf den Start des Concept C vor“
Die beiden Verbrennnermodelle haben wesentlich dafür gesorgt, dass die Auslastung 2025 nach vielen schwachen Jahren endlich wieder deutlich gestiegen ist. Die Mannschaft von Werkleiter Fred Schulze hat im vergangenen Jahr 181.455 Fahrzeuge gefertigt – das ist ein Plus von 34 Prozent im Vergleich zu 2024. Dennoch ist der Standort damit immer noch ein großes Stück weit weg von der maximalen Auslastung, die bei 225.000 Fahrzeugen jährlich liegt.
„In Neckarsulm bereitet sich das Team darauf vor, weitere emotionale Derivate der Baureihen an den Start zu bringen“, so Döllner. Gemeint ist damit vor allem der neue RS 6 der Audi Sport GmbH, der als Limousine und Avant und mit einem Plug-in-Hybrid auf den Markt kommt. Zudem ist die neue Generation des A6 Allroad quattro geplant, ein höhergelegter Kombi mit Offroad-Optik.
Zudem würden die Vorbereitungen für die Produktion des neuen Elektro-Sportwagens im nächsten Jahr auf Hochtouren laufen, so Döllner. „Wir bereiten uns intensiv auf den Start der Serienversion des Concept C vor“, sagte der Audi-CEO. „In den Böllinger Höfen laufen bereits die Vorarbeiten für dieses hochemotionale Auto, das zum ersten Mal unsere neue Designsprache zeigt.“
Audi-Chef Döllner: „Arbeiten mit Hochdruck an einem Nachfolger für den A8“
Bei den Modellen für die Zukunft ließ sich der Audi-Chef zumindest teilweise in die Karten schauen. Er bestätigte einen Stimme-Bericht, wonach das Flaggschiff A8 eine Zukunft hat. Wir arbeiten mit Hochdruck an einem Nachfolger für den A8“, sagte der 57-Jährige. „Wir setzen dabei auf Verbrennungsmotoren und Plug-in-Hybride.“ Insidern zufolge ist der Starttermin des Wagens in zwei bis drei Jahren geplant.
Im Hinblick auf die Stückzahlen aber weitaus wichtiger ist für den Standort Neckarsulm ein weiteres, volumenstarkes E-Auto. Das ist aktuell ebenfalls noch Bestandteil der Verhandlungen über die künftige Werkbelegung, die im VW-Konzern getroffen wird. „Wir arbeiten systematisch daran, im Rahmen der nächsten Planungsrunden festzulegen, welche Fahrzeuge in Zukunft in Neckarsulm gefertigt werden“, sagte Audi-Chef Döllner zu dem Thema. „Dabei werden wir genau festschreiben, wie die Transformation des Standorts in Richtung Elektromobilität aussehen wird.“
Kommentare öffnen
Stimme.de
Kommentare