Stimme+
Produktionszahlen
Zur Merkliste Lesezeichen setzen

So hoch war die Auslastung des Audi-Standorts Neckarsulm im vergangenen Jahr

   | 
Lesezeit  2 Min
audio Anhören
Erfolgreich kopiert!

Dank der neuen Modelle A5 und A6 wurden bei Audi in Neckarsulm und Heilbronn zuletzt deutlich mehr Fahrzeuge produziert. Nun wartet der Standort in der Region auf die Zusage für ein weiteres E-Auto.


Externer Inhalt

Dieser externe Inhalt wird von einem Drittanbieter bereit gestellt. Aufgrund einer möglichen Datenübermittlung wird dieser Inhalt nicht dargestellt. Mehr Informationen finden Sie hierzu in der Datenschutzerklärung.

Es sind erfreuliche Zahlen, die am Rande der Audi-Jahrespressekonferenz mitgeteilt wurden: Am Audi-Standort Neckarsulm (inklusive Böllinger Höfe in Heilbronn) hat die Mannschaft von Werkleiter Fred Schulze im vergangenen Jahr 181.455 Fahrzeuge gefertigt – das ist ein Plus von 34 Prozent im Vergleich zu 2024. Dennoch ist der Standort damit immer noch ein großes Stück weit weg von der maximalen Auslastung, die bei 225.000 Fahrzeugen jährlich liegt.

Audi-Standort Neckarsulm: So hoch war die Auslastung 2025

Die Produktionszahlen machen sich auch beim Blick auf den Absatz der Marke bemerkbar: Stark nachgefragt waren im vergangenen Jahr die Audi-Modelle aus der Region, was am neuen A5 und A6 liegt. Über alle Baureihen hinweg, also samt A8 und E-Tron GT, wurden 176.000 Fahrzeuge ausgeliefert, ein Plus von 22 Prozent.

Neckarsulms Audi-Werkleiter am neuen A6. Im vergangenen Jahr ist die Auslastung am Standort deutlich gestiegen.
Neckarsulms Audi-Werkleiter am neuen A6. Im vergangenen Jahr ist die Auslastung am Standort deutlich gestiegen.  Foto: Audi

„Der Anlauf des neuen Audi A6 hat 2025 unsere Produktionszahlen weiter stabilisiert – diesen Erfolg verdanken wir vor allem dem Einsatz und der Professionalität unserer Mitarbeiter“, sagt Werkleiter Schulze. „Das Team hat einmal mehr gezeigt, wie zuverlässig und leistungsstark der Standort Neckarsulm ist.” 

Audi-Standort Neckarsulm: Ab 2017 zeigten die Zahlen lange nach unten

Ein Blick zurück zeigt, dass die Produktionszahl für den Standort Neckarsulm – inklusive der „Außenstelle“ Böllinger Höfe in Heilbronn – von 2011 bis 2016 stets um die 260.000 Fahrzeuge lag, teils sogar darüber. Damals lag die maximale Kapazität noch bei 300.000 Autos jährlich. Seit 2017 sind die Zahlen dann aber stetig unter die Marke von 200.000 Einheiten gesunken. Jahr für Jahr wurde es weniger. Das lag unter anderem an der wachsenden Beliebtheit von SUV-Modellen, von denen aber in der Region keines gebaut wird.

In Neckarsulm laufen klassische Limousinen und Kombis vom Band. Das zeigte sich dann an den Zahlen: 2023 sind 161.569 Autos gebaut worden. 2024 ging es sogar noch einmal um 16 Prozent auf einen Tiefstand von 135.307 gefertigten Fahrzeugen hinunter. Die erstarkte Nachfrage nach Verbrennerfahrzeugen gab Neckarsulm zuletzt Aufschwung.

Audi-Standort Neckarsulm: Zahlreiche Neuanläufe in diesem Jahr

„Der Modellwechsel der Audi A5‑ und A6‑Familie ist nahezu abgeschlossen. In diesem Jahr erweitern zusätzliche Ausstattungs- und Motorvarianten unser Portfolio am Standort – den Anfang machte der neue Audi RS 5“, erklärt Werkleiter Schulze. Später im Jahr folgen nach Informationen unserer Zeitung der neue RS 6 und der A6 Allroad quattro – dabei handelt es sich um einen höhergelegten Kombi mit Offroad-Optik.  

Externer Inhalt

Dieser externe Inhalt wird von einem Drittanbieter bereit gestellt. Aufgrund einer möglichen Datenübermittlung wird dieser Inhalt nicht dargestellt. Mehr Informationen finden Sie hierzu in der Datenschutzerklärung.

Im Auslauf befindet sich hingegen aktuell der A8. Der Nachfolger der Luxuslimousine wird bereits entwickelt und kommt voraussichtlich noch einmal 2028 als Modell mit Benzin- und Dieselmotoren sowie als Plug-in-Hybrid auf den Markt. Die technische Basis teilt er sich mit dem nächsten Porsche Panamera. Der neue Porsche-CEO Michael Leiters hat unlängst angekündigt, die Zusammenarbeit der beiden Marken weiter zu intensivieren.

Audi-Standort Neckarsulm: Wie soll die Auslastung gesichert werden?

Derzeit kämpfen die Verantwortlichen am Standort Neckarsulm um ein volumenstarkes E-Auto. Der Elektro-Sportwagen, der ab 2027 in Heilbronn gefertigt wird, ist zwar wichtig fürs Image, wird aber nicht die erforderlichen Stückzahlen bringen, um Audi in der Region mittelfristig auszulasten. Hinzu kommt, dass die Entscheidung, die zweite Generation des A6 E-Tron ab 2030 in Neckarsulm zu bauen, nun hinfällig sein könnte.


Im Zuge der Zukunftsvereinbarung aus dem Frühjahr 2025 wurde festgeschrieben, dass eine Belegung von A4 E-Tron und A6 E-Tron ab etwa 2030 am Standort Ingolstadt geplant ist – „unter der Voraussetzung, dass die strategische Kapazitätslücke am Standort Neckarsulm aufgefüllt werden kann“. Mit welchem Auto, ist offen. Eine Entscheidung, so hört man aus Unternehmenskreisen, soll spätestens im Frühsommer fallen.

Am Standort Ingolstadt wurden im vergangenen Jahr 341.420 Fahrzeuge produziert, am Stammsitz des Autobauers liegt die maximale Kapazität bei 450.000 Einheiten. An beiden deutschen Standorten wurden im Jahr 2025 insgesamt 522.875 Fahrzeuge produziert, was einen Anstieg von 10,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr darstellt.

Kommentare öffnen
Nach oben  Nach oben