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VfR Heilbronn holt Ex-Trainer zurück: Cleverer Schachzug mit „Aufstiegs-Andi“

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Mit Andreas Lechner holt der VfR Heilbronn einen doppelten Meistertrainer zurück. In der momentanen Situation die beste Entscheidung, findet unser Autor.


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Aus 18 Spielen schlagen gerade mal zwölf Punkte zu Buche. Mit der bitteren Folge, dass der vor der Saison als einer der Favoriten gehandelte VfR Heilbronn in der Fußball-Verbandsliga Württemberg die Rote Laterne trägt. Und ab dem 28. Februar nur 14 Partien Zeit hat, das rettende Ufer zu erreichen. Als ob dieser Umstand nicht schon schwer genug wiegt, verlässt urplötzlich nach Vorbereitungsbeginn auch noch Cheftrainer Manuel Fischer das scheinbar sinkende Schiff. Was nun? Der VfR bleibt cool. 

Statt Auf-Teufel-komm-raus die entstandene Lücke bezüglich der wichtigen Personalie zu füllen, liegt für Klubchef Onur Celik die Kraft in der Ruhe. Sein VfR Heilbronn gibt zunächst Neuzugänge auf zwei Schlüsselpositionen bekannt, dann folgt das, was der Vorsitzende bereits vergangenes Jahr angekündigt hat: die Verteilung der Vereinslast auf mehreren Schulter – durch Installation eines Sportdirektors und eines neuen Marketingleiters. Die Trainerstelle steht hinten an. Und das ist auch gut so.

Der VfR Heilbronn setzt in der Krise mit ehemaligem Meistertrainer auf Bewährtes

Denn die Fluktuation auf dem Cheftrainerposten hat in dieser Saison beim VfR Heilbronn ihren Höhepunkt erreicht:  Markus Lang ist nach dem siebten Spieltag schwarzweiße Geschichte, für vier Partien übernimmt interimsweise Teammanager Zdenko Juric, bis eben Fischer kommt und drei Monate sowie vier Punkte aus acht Partien später von sich aus geht. Der Spott bleibt ob dieses Trainer-wechsel-dich-Spiels nicht aus. Eine „externe Lösung“ stellt in Anbetracht der Situation nur bedingt eine Option dar.


Nach internen Gesprächen entscheidet sich der VfR Heilbronn nun für Andreas Lechner. Ein cleverer Schachzug aufgrund der Stimmungslage: Lechner kennt als zweifacher Meistertrainer die Vereinsstrukturen aus dem Effeff, gilt bei den Fans als sehr beliebt – und ist als Zaungast auch den Spielern kein gänzlich unbekannter. Dass der VfR trotz seiner Kaderqualität das Tabellenende ziert, hat dem Anschein nach mentalen Ursprung. Die Verpflichtung von „Aufstiegs-Andi“ könnte als Blockade-Löser wirken.

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