Unerwartete Abstiegskampf-Hilfe für VfR Heilbronn – „Gut, dass er wieder da ist“
Beim VfR Heilbronn meldet sich ein Spieler zurück, mit dem keiner gerechnet hat. Und auf dem ruhen im Abstiegskampf aus besonderem Grund Hoffnungen.
In der 87. Minute feiert er beim VfR Heilbronn sein Comeback – nach fünfmonatiger Pause. Doch an der 0:1-Pleite in der Fußball-Verbandsliga Württemberg gegen den VfL Pfullingen kann auch er nichts mehr ändern. Immerhin zeigt Abwehrhüne Marvin Reitz das, was einige seiner Mitspieler vermissen lassen: Einsatz. Davon zeugt unter anderem die Gelbe Karte, die er während seiner kurzen Einsatzzeit sieht. Teammanager Zdenko Juric betont: „Gut, dass er wieder da ist.“ Denn geplant war das nicht.
Für den VfR Heilbronn ist allein schon die Rückkehr von Marvin Reitz ins Mannschaftstraining ein Gewinn. Weil der 26-Jährige laut Juric „ein Aufstiegsheld“ sowie „absoluter Mentalitätsspieler“ sei. Und im Abstiegskampf der Schwarzweißen aufgrund seines „unbändigen Einsatzes“ als Beispiel für die anderen dienen könne. Der Teammanager beschreibt die Einstellung seines 1,92-Meter-Verteidigers mit den Worten: „Marvin kannst du nachts um 3 Uhr anrufen, der kommt sofort – und zwar ohne zu fragen.“
VfR Heilbronn erhofft sich von überraschendem Rückkehrer einen Mentalitätsschub
Bis zur Verbandsliga-Winterpause steht Marvin Reitz im Kader des VfR Heilbronn, bestreitet neun Partien. Dann fasst er den Entschluss, auf sechsmonatige Südostasien-Reise zu gehen. Die Verantwortlichen um Klubchef Onur Celik zählen ihn daraufhin zu den ersten sieben Abgängen, denen noch weitere zwei folgen. Mit einer Besonderheit beim Reitz-Aus: Sein Spielerpass bleibt beim VfR. Und das wird zu einer Win-Win-Situation, als der „Kampfspieler“ sich entscheidet, die Dauer seiner Reise zu verkürzen.

Thailand, Vietnam, Kambodscha und Indonesien besucht Marvin Reitz. Fit hält er sich durch Training in Hotelgyms oder Fußballspielen mit Einheimischen. Als er sich an die Lebensweise in den Ländern gewöhnt, packt ihn das Heimweh nach Freunden sowie Teamkollegen. Und dann ist da noch ein weiterer Grund, der ihn endgültig zum Abbruch seiner Reise bewegt: „Ich habe mitbekommen, dass der VfR Heilbronn im Abstiegskampf jede Unterstützung benötigt – da war für mich klar, dass ich zurückkomme.“
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