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Fußball-Verbandsliga

„Loch, aus dem wir nicht rauskommen“ –  VfR Heilbronn über seine andauernde Krise

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Der VfR Heilbronn ist nach dem erneuten Debakel gegen die TSG Tübingen so gut wie abgestiegen. Warum eine Wende zum Besseren kaum noch absehbar ist.


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Wer bislang immer noch an die Minimalchance des VfR Heilbronn auf den Klassenerhalt in der Fußball-Verbandsliga Württemberg geglaubt hat, der wird nach der Heimpartie gegen die TSG Tübingen eines Besseren belehrt. Und muss sich eingestehen, dass der Weg der Schwarzweißen nach zwei Jahren in der sechsten Spielklasse zurück in die Landesliga führt. Warum das so ist? Darüber herrscht Ratlosigkeit. Spielmacher Hakan Kutlu sagt: „Ich weiß nicht, was mit uns los ist und kann es mir auch nicht erklären.“

Für den VfR Heilbronn ist es das dritte verlorene Kellerderby in Folge – nach dem 1:2 gegen Rottenburg und dem 0:4 in Esslingen. Hakan Kutlu spricht deswegen von einem Loch, „in dem wir drin sind“. Und aus dem komme man weder über Individualität noch als Mannschaft raus. Im Gegenteil: „Wir nehmen uns so viel vor – kein Gegentor zu kassieren und mehr zu kämpfen – und dann liegst du doch wieder hinten.“ Aber alles Aufrappeln hilft nichts, denn es folge „der nächste Fehler und der nächste“.

Trainer des VfR Heilbronn sieht Mannschaft „nicht im Sprintbereich“

Im Heimspiel gegen die TSG Tübingen passiert der erste Fehler fatal früh: Sofern es eine Rangliste im Amateurbereich für das schnellste Gegentor gibt, das ein Team kassiert, das selbst den Anstoß ausführt – der VfR Heilbronn wäre seit Samstag wohl die Nummer eins. Direkt nach dem Anspiel verliert er den Ball, Tübingen schaltet um. Und geht nach nur 20 Sekunden in Führung. Teammanager Zdenko Juric erklärt: „Wir sind noch nicht einmal richtig gesessen, da ging der Schuss schon nach hinten los.“

Frust, Enttäuschung und Ratlosigkeit herrschte beim VfR Heilbronn nach der 1:4-Niederlage gegen die TSG Tübingen.
Frust, Enttäuschung und Ratlosigkeit herrschte beim VfR Heilbronn nach der 1:4-Niederlage gegen die TSG Tübingen.  Foto: Bertok, Alexander

Von einem „sehr, sehr unglücklichen Start“, spricht der Trainer des VfR Heilbronn. „Wenn man trotz Anspiels nach 20 Sekunden in Rückstand gerät“, dann sei vieles „von dem, was man dem Team mit auf den Weg gegeben hat, zerstört“. Und dann habe es Tübingen „sehr gut gemacht, schnell in die Tiefe gespielt, und das alles im Sprintbereich“. Andreas Lechner erklärt: „Bei uns ist es so, dass, wenn wir umschalten, wir uns nicht im Sprintbereich befinden, sondern im Auslaufmodus – dann wird es schwierig, zu gewinnen“.

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