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Fußball-Verbandsliga

Abstieg des VfR Heilbronn besiegelt – jetzt geht es nur um desolate Punktquote

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Sollte der VfR Heilbronn auch die letzten Saisonspiele allesamt verlieren, droht ihm etwas, was er nach einer verkorksten Saison garantiert nicht haben will.


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Es ist eine Saison zum Vergessen für den VfR Heilbronn. Fünf Spieltage vor dem Ende in der Fußball-Verbandsliga Württemberg rangieren die Schwarzweißen nach der Heimniederlage gegen den VfB Friedrichshafen weiter mit nur 16 Punkten auf dem letzten Platz – und stehen dadurch nun offiziell als Absteiger in die Landesliga fest. Sollten sie die noch ausstehenden Partien ebenfalls allesamt verlieren, droht ihnen überdies noch ein trauriger Verbandsliga-Eintrag seit der digitalen Saison-Erfassung.

Die Heilbronner Stimme hat die Punktquoten aller württembergischen Verbandsliga-Tabellenletzten seit 2003/2004, der ersten erfassten Spielzeit auf „fussball.de“ errechnet. Mit dem erschreckenden Ergebnis, dass der VfR Heilbronn – sollte er in den letzten fünf Spielen keinen einzigen Punkt mehr holen – gemeinsam mit dem TSV Münchingen (2011/2012) das zweitschlechteste aller Schlusslichter in diesem digitalen Zeitraum sein würde. Ohne die SpVgg Au/Iller in der Saison 2009/2010 zu werten.

VfR Heilbronn in der Pflicht – sonst droht ein unwürdiger Verbandsliga-Abschied

Warum der die SpVgg Au/Iller bei der Kür des schlechtesten Verbandsliga-Schlusslichts im Vergleich zum VfR Heilbronn nicht gewertet werden kann, ist begründet: Der Verein plante mit einem kostenlos spielenden Team, dem nicht zuletzt deshalb alle gewonnenen Punkte aberkannt wurden. Wegen Scheinverträgen. Darum wurden nicht nur die Partien als verloren gewertet, in denen betroffene Spieler eingesetzt waren, sondern auch weitere vier Zähler abgezogen. Ergebnis: ein Punkt aus 30 Spielen. Quote: 0,03.

Die Wahrscheinlichkeit, dass der VfR Heilbronn nach 30 Spielen mit einer Punktquote von 0,5 wie der TSV Münchingen abschließt, ist gering. Dennoch gilt sie als mahnendes Beispiel für das Team – zumal Sportdirektor Alexander Thomas von ihm eine Abschiedstournee „mit Anstand“ gefordert hat. Was das bedeutet, liegt auf der Hand: Ein Verbandsliga-Abstieg als Schlusslicht kommt nicht infrage. Zumal der VfL Waiblingen vier Punkte vor dem VfR rangiert und am Samstag, 9. Mai, zum direkten Duell lädt.

Ein Team aus guten Individualspielern macht beim VfR Heilbronn noch längst keine für den Abstiegskampf gewappnete Mannschaft aus.
Ein Team aus guten Individualspielern macht beim VfR Heilbronn noch längst keine für den Abstiegskampf gewappnete Mannschaft aus.  Foto: Kubasik, Olaf

VfR Heilbronn könnte als Tabellenletzter gar noch schmeichelhaften Rekord holen

Schlechtestes Verbandsliga-Schlusslicht ist übrigens seit der digitalen Erfassung durch „fussball.de“ der TSV Schönaich gewesen. In der Saison 2004/2005 holte der Fußballklub aus dem Landkreis Böblingen in 30 Pflichtspielen lediglich zwei Siege und acht Unentschieden – macht eine Punktquote von 0,47, die seitdem (ohne die SpVgg Au/Iller) nie mehr untertroffen wurde. Und selbst von einem alle noch anstehenden Spielen verlierendem VfR Heilbronn nicht unterboten werden kann.

Der VfR Heilbronn kann als womöglich Tabellenletzter der Fußball-Verbandsliga aber auch noch einen schmeichelhaften Rekord holen: bestes württembergisches Verbandsliga-Schlusslicht seit digitaler Erfassung durch „fussball.de“. Momentan hält diesen Titel der FC 07 Albstadt in der Saison 2018/2019 mit 27 Punkten aus 30 Begegnungen – und einer Punktquote von 0,9 pro Spiel (sieben Siege, sechs Unentschieden). Wobei VfR-Chef Onur Celik einst sagte: „Der letzte Platz wird nie unser Maßstab sein.“

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