Entwicklung und Heimatgefühle geben den Ausschlag: Kim Hinkelmann bleibt bis 2027 bei der Sport-Union Neckarsulm
Als erste Spielerin aus dem aktuellen Kader hat Kreisläuferin Kim Hinkelmann ihre Zusage für einen Verbleib über das Saisonende hinaus gegeben. Dem Bundesligisten erleichtert das die (Personal-)Planungen.

Wie bereits in den vergangenen Jahren, hat Kim Hinkelmann auch in dieser Saison ihrem Trainer und der Sport-Union Neckarsulm frühzeitig zu mehr Planungssicherheit verholfen. Die Kreisläuferin einigte sich mit dem Handball-Bundesligisten und Thomas Zeitz, Trainer und Sportlicher Leiter der Neckarsulmer in Doppelfunktion, darauf, von einer Zusatzoption in ihrem laufenden Vertrag keinen Gebrauch zu machen und ihr Arbeitspapier stattdessen um ein weiteres Jahr zu verlängern. Damit bleibt die 24-Jährige nun mindestens bis Sommer 2027 im Unterland und ist die erste Personalie, zu der der Verein in diesem Winter Fakten vermelden kann.
„Ausschlaggebend für einen Verbleib in Neckarsulm ist für mich nach wie vor die sportliche Perspektive mit der Sport-Union, die von viel Vertrauen geprägt ist. In den letzten zweieinhalb Jahren hat sich für mich außerdem immer stärker ein heimisches Gefühl in Neckarsulm gefestigt. Dazu ist mein Verhältnis zu Trainer, Staff und Mitspielerinnen optimal und ich habe das Gefühl, mich unter diesen Voraussetzungen optimal weiterentwickeln zu können“, sagt Kim Hinkelmann zu den Gründen für ihren Verbleib. Darüber hinaus hätte auch die sportliche Weiterentwicklung der gesamten Mannschaft in den vergangenen Jahren zu ihrem nun besiegelten Verbleib beigetragen, wie die gebürtige Leverkusenerin betont.
Patellasehnen-Probleme aus der Vorsaison überwunden
„Ich finde Kims Entwicklung und ihr Vertrauen in den Verein fantastisch. Sie hatte fast immer eine Option in ihrem Vertrag, hat sich allerdings jedes Mal als eine der ersten Spielerinnen für einen Verbleib entschieden. Sie hat, glaube ich, wirklich verinnerlicht, wo unser gemeinsamer Weg hingehen soll“, sagt Thomas Zeitz, der an Hinkelmann vor allem ihre Arbeitseinstellung und reflektierte Art schätzt, und sich daher auf die weitere Zusammenarbeit freut.
Für die Sport-Union kommt die mannschaftsdienliche Hinkelmann auch aufgrund ihrer chronischen Patellasehnen-Probleme in beiden Knien, die sie in der vergangenen Rückrunde zu einer längeren Pause gezwungen hatten und auf insgesamt nur acht Saisonspiele (Sieben Tore) kommen ließen, in zweieinhalb Jahren auf 43 Bundesliga-Spiele und 45 Tore.
„Sie hat das aber mit absolutem Ehrgeiz und Fleiß gelöst. Kim hat sich da nicht nur zurück gekämpft, sondern hat systematisch an ihrem Comeback gearbeitet und ist dadurch bereits wieder eine tragende Säule in unserem Innenblock. Ich arbeite einfach sehr gerne mit ihr, weil da auch noch viel mehr Potenzial ist“, betont Thomas Zeitz, der in den vergangenen Tagen und Wochen bereits eine Reihe weiterer Personalentscheidungen getroffen hat.
Als Trainerin mit der Neckarsulmer U17 auf Erfolgskurs
Mit einer intensiven Stoßwellentherapie hatte die 24-jährige Kreisläuferin ihre sie immer wieder belastenden Knieprobleme im vergangenen Jahr in den Griff bekommen, so dass sie in dieser Spielzeit neun von bisher zehn möglichen Bundesliga-Partien bestreiten konnte. Einzig beim 33:31-Erfolg gegen den Thüringer HC Anfang Oktober hatte sie aufgrund von Schmerzen im Bandapparat des Sprunggelenks pausiert.
Ihr seit vergangenen Sommer gültiges Arbeitspapier hätte es der 2023 von Holstebro Håndbold aus Dänemark gekommenen Hinkelmann einseitig ermöglicht, den Verein nach dieser Spielzeit zu verlassen. Über ihren Verbleib dürften sich nun allerdings auch die B-Junioren der Sport-Union freuen. Denn die Bezirksoberliga-Mannschaft des Neckarsulmer Nachwuchses betreut Hinkelmann seit Saisonbeginn als Trainerin und steht mit der U17 bei 12:4 Punkten und noch einem Nachholspiel im Vergleich zum ersten Verfolger HSG Strohgäu in der Hinterhand an der Tabellenspitze.
Kommentare öffnen



Stimme.de
Kommentare